Fridays for Future Globaler Klimastreik in Sachsen-Anhalt

Am Freitag hat es weltweit Klimaproteste von Fridays for Future gegeben. Auch in Sachsen-Anhalt waren Demonstrierende auf den Straßen und haben auf die Auswirkungen des Klimawandels aufmerksam gemacht.

Menschen stehen auf einem Marktplatz in Stendal. Der Platz ist mit Kreidemalerei ausgefüllt.
Die "Fridays-for-Future-Klimastreiks": Am Freitag auch in Sachsen-Anhalt, zum Beispiel in Stendal. Bildrechte: MDR/Alexander Klos

In mehr als 200 deutschen Städten haben am Freitag Proteste gegen die aktuelle Klimapolitik stattgefunden. Organisiert wurden diese vom Bündnis "Fridays for Future". Dabei machten die Klimaschützer mit Kunst- und Plakataktionen, Fahrraddemos und pandemiegerechten Kundgebungen vielerorts auf sich aufmerksam. Auch in Sachsen-Anhalt nahmen die Menschen am "globalen Klimastreik" teil – beispielsweise in Magdeburg, Halle, Stendal oder Dessau.

Aktionen in Magdeburg und Halle

Zehn Aktionen zum Klimastreik waren für Freitag in Magdeburg angekündigt. Neben der Kundgebung mit etwa 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf dem Domplatz der Landeshauptstadt hat es auch eine Mahnwache für Klimagerechtigkeit von den "Oldies for Future" am Nikolaiplatz gegeben.

Die Klimakrise betrifft schon heute Tausende Menschen weltweit. Die akute Umweltzerstörung ist schon die Hölle, wir müssen jetzt handeln.

Santiago Leidhold Fridays For Future Magdeburg

In Halle hatte sich in der Innenstadt eine Menschenkette formiert. Die Polizei sprach von etwa 675 Teilnehmern, die ohne größere Zwischenfälle protestierten. Mittlerweile sei die Notwendigkeit der Bekämpfung des Klimawandels in der Gesellschaft angekommen, hieß es im Vorfeld von der "Fridays-for-Future-Bewegung" in Halle. Die Maßnahmen seien aber immer noch "absolut unzureichend."

Die Menschen hielten sich weitestgehend an den vorgeschriebenen Abstand zueinander und trugen einen Mund-Nasen-Schutz, teilte die Polizei mit.

Fridays for Future Der "Globale Klimastreik" in Sachsen-Anhalt

Am Freitag kam es weltweit zu einem Klimastreik, der von Fridays for Future organisiert wurde. Auch in Sachsen-Anhalt haben Demonstrierende in mehreren Teilen des Landes teilgenommen.

Ein großes Banner mit der Aufschrift Fridays for future Dessau auf einem Marktplatz.
Auf dem Marktplatz in Dessau haben sich etwa 80 Personen versammelt. Das Motto: "Keine leeren Versprechungen mehr." Bildrechte: MDR/Susanne Reh
Ein großes Banner mit der Aufschrift Fridays for future Dessau auf einem Marktplatz.
Auf dem Marktplatz in Dessau haben sich etwa 80 Personen versammelt. Das Motto: "Keine leeren Versprechungen mehr." Bildrechte: MDR/Susanne Reh
Einige Menschen im Zentrum von Dessau mit Plakaten und Bannern.
Die Teilnehmer des Klimastreiks in Dessau auf dem Marktplatz. Bildrechte: MDR/Susanne Reh
Menschen auf einem Marktplatz stehen mit Plakaten um etwas, was auf dem Bodengesprayed wird.
In Stendal ist mit Kreide der Marktplatz bemalt worden. Bildrechte: MDR/Alexander Klos
Junge Menschen stehen über Kreide und Spraydosen auf einem Platz in Stendal.
Etwa 50 Menschen hatten sich in Stendal versammelt um am globalen Klimastreik teilzunehmen. Neben den verkehrs- und klimapolitischen Forderungen standen aber auch Themen wie Rassismus und eine gerechtere Migrationspolitik auf der Agenda der Kundgebung. Bildrechte: MDR/Alexander Klos
Menschen mit großen Musikboxen vor Fahrrädern auf einem Marktplatz in Stendal.
Auch gegen den Weiterbau der A14 und für eine Verkehrswende haben die Teilnehmenden in Stendal mit einem Fahrradkorso demonstriert. Bildrechte: MDR/Alexander Klos
"Sichere Radwege" steht auf einem Papierschild von einer Streikteilnehmerin. Im Hintergrund stehen im Abstand Menschen und auch einige Menschen mit Fahrrädern in der Innenstadt von Halle.
Auch in Halle wurde protestiert. Bildrechte: MDR / Andreas Manke
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Proteste auch in Stendal und Dessau

Doch nicht nur in den beiden großen Städten in Sachsen-Anhalt wurde für das Klima demonstriert: Auch in Stendal haben sich am Freitagnachmittag 50 Menschen auf dem Marktplatz versammelt und diesen mit Kreide bemalt. Neben den verkehrs- und klimapolitischen Forderungen standen aber auch Themen wie Rassismus und eine gerechtere Migrationspolitik auf der Agenda der Kundgebung. Auch gegen den Weiterbau der A14 und für eine Verkehrswende wurde demonstriert.

Unter dem Motto "Keine leeren Versprechungen mehr" hatten sich auch etwa 80 Menschen auf dem Marktplatz in Dessau versammelt.

dpa/MDR/Kevin Poweska, Alexander Klos, Susanne Reh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 19. März 2021 | 08:30 Uhr

5 Kommentare

W.Merseburger vor 27 Wochen

Das Problem ist doch für uns: Deutschland macht gerade mal rund 1,0% der Weltbevölkerung aus und unser CO2 Ausstoss liegt knapp unter 2% der weltweiten Menge. Der CO2 Ausstoss wächst weltweit , allen voran China, die USA und Russland. Deshalb ist ein "Globaler Klimastreik in Sachsen-Anhalt" wohl eher wirkungslos.

Britta.Weber vor 27 Wochen

Für diese paar Hanseln macht der MDR so stark auf. Ich sehe nur weniger als 20 Leute- da sind ja im Supermarks mehr Leute.
Manche Forderungen sind fast Satire: Auf einem Foto wird mehr Bildung gefordert (ausgerechnet die Freitagsschwänzer).

AlexLeipzig vor 27 Wochen

Schön, daß durch Corona nicht alles "bergab" geht. Hoffentlich geht es nach Corona wieder richtig los, mit vielen Menschen auf den Plätzen, um wieder für die Zukunft zu "kämpfen" und die Welt besser zu machen!

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