Umfrage zu Lebenszufriedenheit Sachsen-Anhalter erstmals an der Spitze des Glücksatlas

Die Sachsen-Anhalter haben in der Corona-Pandemie einer Umfrage zufolge nur wenig an Lebenszufriedenheit eingebüßt. Weil das Minus in anderen Bundesländern deutlicher ausgefallen ist, liegt Sachsen-Anhalt gemeinsam mit Dauerspitzenreiter Schleswig-Holstein auf Platz 1 des Rankings. Erstmals steht ein ostdeutsches Bundesland an der Spitze.

eine lachende Frau
Sachsen-Anhalter gehörten 2021 zu den glücklichsten Deutschen.(Symbolbild) Bildrechte: imago images/Westend61

Die Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter sind während der Corona-Pandemie nicht unzufriedener geworden. Mit nun 6,78 Punkten auf einer Skala von 0 bis 10 hat Sachsen-Anhalt einen ähnlichen Wert wie vor der Corona-Krise mit 6,92 Punkten. Das geht aus dem aktuellen "Glücksatlas" für das Jahr 2021 hervor.

Weil das Minus in anderen Bundesländern deutlicher ausgefallen ist, liegt Sachsen-Anhalt gemeinsam mit Dauerspitzenreiter Schleswig-Holstein auf Platz 1 des Rankings. Erstmals ist damit laut Glücksatlas ein ostdeutsches Bundesland an der Spitze.

Bundesweit sinkt die Lebenszufriedenheit

Die Corona-Krise hat die Lebenszufriedenheit der Deutschen der Umfrage zufolge auf einen historischen Tiefstand sinken lassen. Auf der Skala von 0 bis 10 bewerteten die Befragten ihre allgemeine Zufriedenheit im Jahr 2021 im Schnitt mit 6,58 Punkten. Das war noch weniger als im Jahr zuvor mit 6,74 Punkten - und der niedrigste Stand seit Beginn der Erhebung 1984. Im Vor-Pandemie-Jahr 2019 hatte der Wert mit 7,14 Punkten noch auf einem Rekord-Hoch gelegen.

Trotz geringem Einkommen zufrieden

Die Sachsen-Anhalter sind den Angaben zufolge mit 6,96 Punkten besonders mit ihrem Haushaltseinkommen zufrieden, obwohl es laut Glücksatlas mit 20.500 Euro das bundesweit niedrigste ist. Die Verbraucherpreise seien die drittniedrigsten Deutschlands. Der Anteil der in der Pandemie besonders betroffenen jungen Menschen unter 40 Jahren sei gering, es gebe unterdurchschnittlich viele einsame Alleinlebende und die psychisch hoch belasteten Mehrpersonenhaushalte seien ebenso rar gesät, heißt es.

Für die Untersuchung im Auftrag der Deutschen Post hatte das Institut für Demoskopie Allensbach mehr als 8.400 Menschen deutschlandweit in einer repräsentativen Umfrage interviewt. Befragt wurden sie zwischen Januar und Juni 2021. Die Corona-Lage in der zweiten Jahreshälfte ist in den Daten also nicht abgebildet.

Quelle: MDR/Hannes Leonard

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 10. November 2021 | 15:00 Uhr

3 Kommentare

Herr Mann vor 39 Wochen

Oh. Da hat wohl ein Wessi die Postleitzahlen verwechselt 🤦‍♂️ weniger Lohn, weniger Rente nur weil man in Sachsen Anhalt wohnt. Schönes einig Vaterland... die Steuern sind für alle gleich.

W.Merseburger vor 39 Wochen

Ich habe mir heute die Punkte zum Glücksatlas in der MZ Halle angesehen und war sehr überrascht, dass diese gross dargestellte Meldung über die glücklichsten Deutschen in Sachsen - Anhalt zwar richtig ist, aber vom mathematischen und statistischen Standpunkt einfach lächerlich wirkt. Wenn die zweit platzierten und auch die folgenden Länder mit 0,01 bis 0,04 Punkten hinter Platz 1 liegen, dann darf man dieses Erfolgserlebnis für Sachsen-Anhalt wohl dem 11 .11. 11Uhr 11 zuordnen, ein Faschingsscherz.

Atze1 vor 39 Wochen

So ein Schwachsinn, ein Glücksatlas. Davon halte ich nichts. Es gibt überall glückliche und weniger frohe Leute. Haben diese Leute nichts Anderes zu tun?

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