Neue Corona-Maßnahmen Grimm-Benne begrüßt Quarantäne-Regeln für Kitas und Schulen

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) hat die aktuellen Beschlüsse der Gesundheitsminister der Länder zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie gelobt. Demnach soll es künftig unter anderem möglich sein, mit einem negativen Test die Quarantäne auf fünf Tage zu verkürzen.

Petra Grimm-Benne zeigt Smartphone mit Corona-App
Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (CDU) begrüßt die neuen bundesweiten Corona-Richtlinien für die Quarantäne in Kitas und Schulen. Bildrechte: imago images / Lutz Sebastian

Sachsen-Anhalts amtierende Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) befürwortet die neuen bundesweiten Quarantäne-Richtlinien für Kitas und Schulen. "Wir haben aus den vorangegangenen Wellen der Pandemie lernen müssen. Offene Schulen und Kitas haben daher nicht nur in Sachsen-Anhalt oberste Priorität", sagte Grimm-Benne in einer Mitteilung vom Dienstag.

Nur enge Kontaktpersonen sollen in Quarantäne

Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich am Montag darauf geeinigt, dass bei einem Corona-Infektionsfall nicht mehr ganze Klassen, sondern nur enge Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt werden. Für enge Kontaktpersonen, die keine Symptome haben, soll die Quarantäne demnach frühestens nach fünf Tagen mit einem negativen Test beendet werden können.

Grundsätzlich davon ausgenommen sind Geimpfte oder Genesene ohne Krankheitssymptome. Im Einzelfall sollen die Gesundheitsämter aber auch abweichend entscheiden können.

Bisher unterschiedliche Regeln in den Ländern

"Es sind mit Blick auf den Herbst Entscheidungen mit Augenmaß getroffen worden", sagte Grimm-Benne angesichts der Beschlüsse. Bislang wird in den Ländern unterschiedlich mit Neuinfektionen in einer Klasse umgegangen. Teilweise wird nur der Sitznachbar in Quarantäne geschickt, teilweise die ganze Klasse.

Kritik von GEW und Schulleiterverband

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat hingegen die neuen Quarantäne-Regeln für Schulen als unzureichend kritisiert. Die Bundesvorsitzende Maike Finnern sagte dem Fernsehsender Phoenix, die neue Regelung sei nur verantwortbar, wenn es an den Schulen weitere Corona-Maßnahmen gebe. Der Schulleiterverband findet die neuen Vorgaben schwierig. Die Vorsitzende Gudrun Wolters-Vogeler sagte im rbb, Kinder würden heute nicht ständig an festen Plätzen sitzen.

Sachsen-Anhalt hat aktuell nach wie vor die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz bundesweit. Laut Robert Koch-Institut liegt sie am Dienstagmorgen (Stand 3 Uhr) bei 25,3. Zuletzt meldete das Sozialministerium die Neuinfektionen, die übers Wochenende gemeldet wurden: von Freitag auf Montag 165 neue Fälle.

MDR/Gero HIrschelmann, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR um 11 | 07. September 2021 | 11:00 Uhr

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