Brief abgefangen Halle-Attentäter soll Anleitung zum Waffenbau aus Gefängnis verschickt haben

Gegen den verurteilten Halle-Attentäter gibt es neue Vorwürfe. Er soll versucht haben, aus dem Gefängnis eine Waffenbauanleitung an einen Brieffreund zu schicken. Der Brief wurde von einem Justizbeamten abgefangen.

Der Angeklagte Stephan B. (M) wird von Justizpersonal in den Saal des Landgerichts begleitet und nimmt neben seinem Verteidiger Thomas Rutkowski (r) Platz.
Der Attentäter von Halle wurde 2020 zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. (Archivbild) Bildrechte: ddp

Der Attentäter von Halle soll einen Brief mit einer Waffenbauanleitung an einen Brieffreund geschrieben haben. Das berichtet die Bild-Zeitung (€). Ein Justizmitarbeiter habe den Brief rechtzeitig abgefangen.

Wie die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg MDR SACHSEN-ANHALT bestätigte, läuft derzeit ein Ermittlungsverfahren gegen den Halle-Attentäter. Er habe "einen Brief mit strafbewehrtem Inhalt an eine Privatperson außerhalb der Justizvollzugsanstalt verfasst", heißt es in der schriftlichen Antwort der Generalstaatsanwaltschaft Naumburg.

Zweck des Briefes wird untersucht

Der Inhalt des Briefes wird laut Generalstaatsanwaltschaft Naumburg untersucht. Ob es sich dabei, wie die BILD-Zeitung schreibt, tatsächlich um eine Waffenbauanleitung handelte, kommentierte der leitende Oberstaatsanwalt Jörg Blank auf Anfrage von MDR SACHSEN-ANHALT nicht. Er verwies auf das laufende Verfahren.

Briefkontakt mit Polizistin

Erst vor einem Monat ist bekannt geworden, dass der Verurteilte eine Brieffreundschaft zu einer Polizistin aus Bitterfeld gepflegt hatte. Die Polizistin ist mittlerweile suspendiert. Die Beamtin hatte den Kontakt zum Attentäter wohl selbst gesucht.

MDR/Paula Kautz, Max Schörm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 22. Oktober 2021 | 12:00 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus der Region Halle (Saale)

Mehr aus Sachsen-Anhalt