Keine freien Betten Angespannte Lage auf Intensivstationen im Burgenlandkreis

Die Situation auf den Intensivstationen im Burgenlandkreis ist sehr angespannt. Auch in den benachbarten Landkreisen gibt es bereits keine Behandlungskapazitäten mehr auf den Intensivstationen. Erkrankte müssen deswegen in den Norden Sachsen-Anhalts gebracht werden. Doch auch das ist nicht so einfach.

Mediziner behandeln einen Patienten auf der Intensivstation
Auf den Intensivtstationen im Burgenlandkreis ist die Situation mehr als angespannt. Bildrechte: dpa

Im Burgenlandkreis ist die Situation auf den Intensivstationen der Kliniken sehr angespannt. Laut Amtsärztin Dr. Ina Schmidt sind die Betten mit Beatmungsgeräten alle belegt. Es gebe zur Zeit keine freien intensivmedizinischen Behandlungsplätze mehr im Landkreis und auch nicht in den Nachbarlandkreisen. Weder nach Gera noch nach Halle könnten Covid-Patienten verlegt werden. Patienten könnten nur noch in das nördliche Sachsen-Anhalt gebracht werden, zum Beispiel nach Dessau-Roßlau.

Das bedeutet für die Rettungsdienste mindestens zwei Stunden Fahrt auf einer Strecke. In der Konsequenz heißt das, dass die Rettungsdienste im Burgenlandkreis dann vier bis fünf Stunden nicht verfügbar sind. Die Wagen müssen nach jeder "Covid-Fahrt" desinfiziert werden. Gleichzeitig ist auch der Zahl der verfügbaren Intensivtransportwagen begrenzt.

MDR/Marie-Luise Luther/Alisa Sonntag

4 Kommentare

Dennis80 vor 4 Tagen

Das eigentliche Thema ist nicht wie wir die dritte Welle durchbrechen, sondern warum so wenig Betten frei sind. Denn genau vor diesem Dilemma standen wir vor nicht einmal einem 3/4 Jahr. Aber es hat sich nichts geändert, obwohl damals schon davor gewarnt wurde.

Jana vor 5 Tagen

Coronaleugner, Quer- und Leerdenker oder die sich gerne mit deren Thesen gemein machende angebliche Alternative für Deutschland werden uns sicher mit einer neuen Milchmädchenrechnung erklären können, warum die Intensivkapazitäten aktuell in vielen Landkreisen gefährlich knapp werden.

Folgt man der Logik dieser Gruppen, die sich auf Demonstrationen gerne bewusst nicht an Hygienauflagen halten, dann ist die Pandemie ja nur herbei getestet und Bund und Länder schließen Handel und Gastronomie nur aus purer Machtgeilheit und nicht weil sie die Infektionslage dazu zwingt.

Critica hat ja schon die erste Milchmädchenrechnung aufgemacht und vermeidet ganz bewusst dabei das eigentliche Thema: Wie schaffen wir es im hier und jetzt die Dritte Welle zu brechen?

mieze vor 5 Tagen

Solche „klugen“ Kommentare helfen derzeit niemandem, schon gar nicht uns -dem Pflegepersonal. Ja es stimmt, dass nun mehr seit 20 Jahren immer mehr am Pflegepersonal gespart wird.... und das ist eine echte Katastrophe! Aber wenn kein Personal verfügbar ist, müssen selbstverständlich Bettenplätze gesperrt werden und das ist mit ‚ keine Betten‘ gemeint .

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