Besuch der Bundesverteidigungsministerin Bundeswehr-Sanitäter aus Weißenfels ab 2022 Teil von NATO-Eingreiftruppe

Das Sanitätsregiment Weißenfels wird für zwei Jahre einer NATO-Gruppe zugeordnet, die im Krisenfall schnell beim Einsatz vor Ort sein muss. Das hatte die Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) bei einem Besuch am Dienstag angekündigt. Neu ist auch, dass die Grundausbildung in Weißenfels in den ersten Wochen digital stattfindet.

Annegret Kramp-Karrenbauer wird von Hauptmann Ronny Grille aus einem mobilen Rettungszentrum begleitet.
Bundesverteidigungsministerin Annegret-Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte die Kaserne in Weißenfels besucht. Bildrechte: dpa

Das Bundeswehr Sanitätsregiment Weißenfels wird im kommenden Jahr zur schnellen NATO-Eingreiftruppe stoßen, der "NATO Response Force". Das hat das Bundesverteidigungsministerium MDR SACHSEN-ANHALT mitgeteilt. Die Soldatinnen und Soldaten aus Weißenfels wären also die ersten, die im "Bündnisfall" in den Einsatz geschickt würden. Die Funktion als Eingreiftruppe hat das Sanitätsregiment dann zwei Jahre lang, bis 2024, inne.

Besuch der Bundesverteidigungsministerin in Weißenfels

Bundesverteidigungsministerin Annegret-Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte die Kaserne am Dienstag besucht. Die Soldatinnen und Soldaten berichteten ihr von Auslandseinsätzen und von ihrer Arbeit als Helferinnen und Helfer während der Corona-Pandemie.

Einsatzoffizier Ronny Grille etwa war im Februar 2019 in Mali als das deutsche Sanitäter-Camp in Koulikoro angegriffen wurde. Deutsche Soldaten waren nicht verletzt worden. Notfallsanitäter Matthias Hoffmann sagte dem MDR über seinen Einsatz während der Corona-Pandemie: "Für mich war es eine Ehre zu unterstützen." Er habe viel Dank und Wertschätzung erfahren.

Neu: Erste Wochen der Grundausbildung digital

Auch bei der Grundausbildung geht die Einheit in Weißenfels neue Wege. So hat der Standort ein E-Learning-Modul entwickelt, das an allen Bundeswehr-Sanitäts-Standorten zum Einsatz kommt. Das bedeutet, dass die Soldatinnen und Soldaten in der Grundausbildung die ersten zwei Wochen von zu Hause lernen – und erst dann in die Kaserne einziehen. Grund hierfür sind Corona-Schutzmaßnahmen.

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MDR/Julia Heundorf

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 10. August 2021 | 19:00 Uhr

2 Kommentare

MikeS vor 10 Wochen

Was soll uns das sagen? OmG ...

DanielSBK vor 10 Wochen

Dann sind die Arbeitsplätze dieser ABM ..ähm Bundeswehr ja gesichert.

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