Trotz hoher Corona-Inzidenz Landrat: Modellprojekt mit offenen Schulen im Burgenlandkreis hat sich bewährt

Das Modellprojekt mit offenen Schulen im Burgenlandkreis hat sich bewährt. Das findet Landrat Götz Ulrich (CDU). Man habe es trotz hoher Inzidenzen geschafft, Corona-Infektionen weitgehend aus den Schulen heraus zu halten.

Landrat Götz Ulrich
Der Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich. Bildrechte: imago images/Steffen Schellhorn

Das Corona-Modellprojekt für die Schulen im Burgenlandkreis hat sich nach Ansicht von Landrat Götz Ulrich (CDU) bewährt. Ulrich sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Freitag, seit Mitte März habe man es trotz einer Hochinzidenzlage geschafft, Corona-Infektionen weitgehend aus den Schulen herauszuhalten. Von den ungefähr 110.000 Tests bei Schülern und Lehrern seien ungefähr 40 positiv gewesen.

Bedingung: Keine großen Ausbrüche

Trotz der weiterhin hohen Inzidenzwerte habe man sich entschieden, die Schulen auch in der kommenden Woche offen zu lassen. Bedingung sei, dass es keine großen Ausbrüche gebe und das strenge Testregime aufrechterhalten werden könne. Das bedeute, dass in den Schulen mindestens drei Mal pro Woche getestet werde. Wer sich nicht testen lasse, dürfe nicht am Präsenzunterricht teilnehmen.

In Stendal müssen die Schulen dagegen schließen

Dagegen hatte Sachsen-Anhalts Bildungsministerium am Donnerstag entschieden, die Schulen im Kreis Stendal ab Montag zu schließen. An drei Tagen hintereinander lag dort der Inzidenzwert über 200. Am Freitag kündigte der Landkreis zudem an, dass ab Mittwoch deswegen auch die Kitas auf Notbetrieb umgestellt werden.

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Ulrich: Bei Notbremse genau hinschauen

Zur geplanten bundesweiten Notbremse sagte Landrat Ulrich, nach über einem Jahr Pandemie müsse man genau hinschauen, welche Instrumente noch richtig seien. Der Schulbetrieb sollte so lange aufrechterhalten werden, wie man Corona-Infektionen aus den Schulen heraushalten könne. Sollte es große Ausbrüche geben, müssten die Schulen geschlossen werden. Passiere das aber nicht - und dafür spreche das Modellprojekt im Burgenlandkreis - halte er es nicht für richtig, Schulen pauschal zu schließen.

MDR/Norma Düsekow, Marcel Knop-Schieback, Mario Köhne

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 16. April 2021 | 17:00 Uhr

2 Kommentare

Ricwei11 vor 22 Wochen

Die Verhältnismäßigkeit muss geprüft werden. Schulen haben oberste Priorität, es wird doch jetzt zweimal die Woche getestet, wozu, wenn doch geschlossen wird? Ich denke es wird geguckt, wo die Infektionen entstehen? Sind es nicht die Schulen, dann offen lassen. Ganz einfach.

Supermärkte sind das schlimmste, Schuhläden müssen schließen und Kaufland, Marktkauf etc freuen sich einen Keks, da alle dort alles kaufen. Schlimm. Was spricht denn gegen Terminshopping? Da wird es wenigstens reguliert.
Entweder wir fahren alles runter wie vor einem Jahr oder alles bleibt offen.
Und so lange der Fußball rollt, ist ja scheinbar alles in Ordnung (Ironie)

Moewe1 vor 22 Wochen

Wahre Worte. Die Maßnahmen müssen auf den Prüfstand. Nur ein Beispiel: Discounter voll - Schuhandel zu = kein Sinn.

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