Burgenlandkreis Millionen für mittelalterliche Kaiserpfalz Memleben

Die Stiftung Kloster und Kaiserpfalz Memleben hat am Freitag einen Fördermittelbescheid über gut vier Millionen Euro erhalten. Davon soll unter anderem das Gelände barrierefrei und Räumlichkeiten für ein museumspädagogisches Angebot erweitert werden. Die Umsetzung soll bis 2024 abgeschlossen sein.

Die Ruine der zweiten Klosterkirche des Klosters Memleben
Memleben ist der Sterbeort von König Heinrich I. und von dessen Sohn und Nachfolger Kaiser Otto I. Bildrechte: dpa

Mehr Raum, mehr Qualität, weniger Barrieren: In das Gelände der Stiftung Kloster und Kaiserpfalz Memleben im Burgenlandkreis soll investiert werden. Die Stiftung hat dafür am Freitag gut vier Millionen Euro Fördermittel von Bund und Land erhalten.

Gelände soll barrierefrei werden

Das Klostergelände soll laut Landkreis so umgestaltet werden, dass Menschen mit körperlichen Behinderungen, auch Rollstuhlfahrer, den Außenbereich und alle Ausstellungen problemlos besuchen können. Zudem entstehen Räume für Schulklassen, um das museumspädagogische Angebot zu erweitern. Außerdem soll ein bereits bestehender Seminarraum für die Wintermonate nutzbar gemacht werden.

Den Fördermittelbescheid übergab Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Freitag bei einem Besuch der historischen Stätte. Dabei dankte er auch der Stiftung für ihr Engagement. "Sie macht sich nicht nur um das kulturelle Erbe des Burgenlandkreises verdient, sondern auch um die strukturelle Entwicklung der ganzen Region. Kultur und Bildung, Tourismus und Freizeitgestaltung bekommen so viel größere Bedeutung", sagte Haseloff.

Sterbe- und Memorialort

Landrat Götz Ulrich (CDU) hob Memleben als Sterbe- und Memorialort von König Heinrich I. und von dessen Sohn und Nachfolger Kaiser Otto I. und damit als wichtigen Ort der deutschen Geschichte hervor. "Mit der Förderung können wir diese Geschichte und das mittelalterliche Klosterleben den Schülerinnen und Schülern noch besser vermitteln", erklärte er.

Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich den Angaben zufolge auf 4,3 Millionen Euro. Bund und Land stemmten mit 95 Prozent den Löwenanteil der Ausgaben. Der Landkreis finanziere die Differenz. Die Umsetzung soll bis 2024 abgeschlossen sein.

MDR (Cornelia Winkler),epd

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 04. Februar 2022 | 19:00 Uhr

3 Kommentare

zeig_auch_charakter_nicht_nur_maske vor 50 Wochen

Aber klar doch! - (Nur für den Fall, dass ich missverstanden worden sein sollte).
Ich halte auch immer mal an, wenn mich der Weg dort vorbeiführt und mache einen Spaziergang an der Anlage und bis zum Flüsschen. -

zeig_auch_charakter_nicht_nur_maske vor 51 Wochen

Schön, wenn Geld in die Erhaltung der (immerhin noch stattlichen) Gebäudereste investiert wird. - Millionen allerdings in "Museumspädagogisches Angebot" und einen "auch im Winter nutzbaren" Seminarraum (d.h.eine Heizung!) zu stecken, wird den Tourismus in einer (zugegeben angenehm ruhigen) Gegend auch nicht auf die Beine bringen, die nun einmal das Unglück (UND GLÜCK) hat, das Abgelegentste vom Abgelegenen zu sein.

Klar kann man ein paar Schulklassenbusse hinkarren. Wie wichtig das allerdings für die
"strukturelle Entwicklung der ganzen Region"
ist (Haseloff), iaar doch eher SEHR fraglich. -

"Kultur und Bildung, Tourismus und Freizeitgestaltung bekommen so viel größere Bedeutung",
sagt der Ministerpräsident auch noch. - Scheint mir doch eher Allerweltsgeschwafel zu sein!

H.E. vor 50 Wochen

Jeder der an Geschichte interessiert ist, sollte unbedingt sich das Kloster Memleben ansehen, möglichst mit Führung.

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