Neues Domizil Frauenhaus Weißenfels zieht um

Über hundert Jahre hat das Haus schon auf dem Buckel, in dem derzeit das Frauenhaus in Weißenfels untergebracht ist. Die Unterkunft ist stark sanierungsbedürftig. Deshalb steht 2024 ein Umzug an.

Zwei Frauenhäuser unterhält der Burgenlandkreis, eines davon in Weißenfels. Betrieben wird dieses vom Frauenhausverein. Doch weil die rund 100 Jahre alte Villa, in der der Verein untergebracht ist, stark sanierungsbedürftig ist, soll das Frauenhaus neue Räume beziehen.

Deshalb hat der Burgenlandkreis ein neues Objekt in Weißenfels gekauft und baut es für 2,47 Millionen Euro vom Bund um. Dazu kommen noch einmal 500.000 Euro vom Kreis selbst. Wie die Leiterin des Frauenhauses, Birgit Peterz, erklärt, entstehen Wohnkapazitäten in der gleichen Höhe wie aktuell. Zusätzlich sind pädagogische Räume sowie Gemeinschafts- und Sozialräume geplant.

Durch den Lockdown im letzten Jahr stieg die Zahl der Fälle an häuslicher Gewalt, sodass über 90 Frauen und Kinder in der Einrichtung Schutz suchten, 2018 waren es noch 32. Mit einem Umzug in die neuen Räume rechnet Birgit Peterz im Jahr 2024.

Frauenhaus-Plätze sind Mangelware

Eine Studie der Fachhochschule Merseburg hatte im Sommer aufgezeigt, dass in Sachsen-Anhalt Frauenhäuser und Beratungsstellen für Opfer sexualisierter Gewalt fehlen. Die Autoren der Studie fordern, das Themenfeld Gewalt gegen Frauen ernsthaft in den Blick zu nehmen und die Angebote auszubauen.

Die Frauenhäuser in Sachsen-Anhalt haben im vergangenen Jahr laut Landesverwaltungsamt 483 Frauen mit zusammen mit 534 Kindern aufgenommen. Ein Problem: Das Platzangebot in den Frauenhäusern ist in den vergangenen Jahren kleiner geworden: 2016 standen noch 125 Plätze in den Frauenhäusern zur Verfügung, im Jahr 2020 waren es nur noch 113. Im laufenden Jahr seien es 117 Plätze. Hintergrund ist laut dem Landesverwaltungsamt, dass die Träger das entsprechende Fachpersonal nicht finden.

MDR (Attila Dabrowski, Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 14. Dezember 2021 | 16:00 Uhr

1 Kommentar

Elsburg vor 23 Wochen

Es ist doch wohl größtmögliche Schande alker einschlägig zuständigen +verantwortlkchen Politiker +aller zuarbritrnden und amtlich verantwortlichen Staatsbediensteten incl. MP, RP, Landräte, BGM etc, wir ignorsnt dumm +primotivst wegschauend die schutzbefprftigen Frsuen, Mütter +Kinder den testosterongesteuerten Gewalttätetn ausgesetzt bleiben ohne die zingrnde erfirderliche Fprsorge +Schutzgewährung zu verwirklichen +auszubauen. Due zuvirlrn, immer wieder verdeutlichtrn Tötungen von Frauen aus'm sozialen Umfeld .. beweist die vorsätzliche Pflichtvergessenheit der beispielhaft erwähnten Amtsträger wie aktive 'Sesselfurzer' mit Hornhsut ähnl. Pavianschwielen selbstgefällig vor sich hin stinken wie Harzer Käse +so hoffen vom langen Liegen reif zu werden - ggf so schon ihr Abitur als Reifeprüfung mit Sto.lz bestanden..! Vielleicht ist's wie das zahlreiche Vatikan-Personal, von dem viellricht die Hälfte wirklich arbeitet statt nutzlose Fensterpredigten zu halten-sich selbst beweihräuchernd.

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