Landrat bestätigt Wahl im Burgenlandkreis: Ulrich bleibt im Amt

Im Burgenlandkreis haben die Wählerinnen und Wähler Landrat Götz Ulrich am Sonntag im Amt bestätigt. Der CDU-Politiker holte schon im ersten Wahlgang die nötigen Stimmen. Er kann damit sieben weitere Jahre Landrat bleiben. In Naumburg wurde am Sonntag auch ein neuer Oberbürgermeister gewählt, in Gerbstedt der Bürgermeister. Bei beiden Wahlen ist die Entscheidung vertagt.

Wähler stecken im Wahlbuero ein Wahlumschlag in eine Wahlurne.
151.000 Menschen im Burgendlandkreis sind dazu aufgerufen, den nächsten Landrat oder die näcshte Landräting zu wählen. (symbolbild) Bildrechte: imago/Eibner

Bei der Landratswahl im Burgenlandkreis hat sich am Sonntag Amtsinhaber Götz Ulrich klar durchgesetzt. Schon im ersten Wahlgang bekam er mehr als 50 Prozent der Stimmen. Er setzte sich deutlich gegen seine sieben Konkurrenten durch.

Nach Auszählung fast aller Wahlkreise lag Ulrich bei knapp 54 Prozent der Stimmen. Zweiter wurde der AfD-Politiker Bodo Walther mit 17,5 Prozent, Dritte wurde die Parteilose Andrea Sommer mit 6,5 Prozent.

Geringe Wahlbeteiligung

Laut Burgenlandkreis lag die Wahlbeteiligung inklusive der abgegebenen Briefwahlstimmen bei 32 Prozent. Schon vor der Wahl war wegen Corona eine geringe Wahlbeteiligung erwartet worden. Insgesamt waren rund 151.000 Wahlberechtigte dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben.

Besonderheit: Wählen unter Corona-Bedingungen Durch die Corona-Pandemie gelten in den Wahllokalen besondere Schutzmaßnahmen. Die konkreten Hygienekonzepte werden vor Ort auf die entsprechende Räumlichkeit abgestimmt. In den Wahllokalen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen und ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu allen Anwesenden eingehalten werden. In den Wahllokalen steht Desinfektionsmittel bereit. Außerdem werden die Räumlichkeiten regelmäßig gelüftet. Die Wahlberechtigten müssen eigene Kugelschreiber zum Ankreuzen mitbringen.

Insgesamt haben sich eine Frau und sieben Männer zur Wahl aufgestellt. Auch der amtierende Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ullrich, kandidierte erneut für den Posten. Im Vorfeld der Wahl hat der Burgenlandkreis nach eigenen Angaben Briefwahlunterlagen an 20.000 Menschen versandt.

Die Bewerberin und Bewerber in alphabetischer Reihenfolge:

  • Jochen Dreetz (unterstützt durch Bündnis 90/Die Grünen)
  • André Hausschild (parteiloser Einzelbewerber)
  • Diethelm Kopecki (parteiloser Einzelbewerber)
  • Michael Kretschmer (parteiloser Einzelbewerber)
  • Andrea Sommer (parteilose Einzelbewerberin)
  • Götz Ulrich (Amtsinhaber/CDU)
  • Bodo Walther (AfD)
  • André Worms (parteiloser Einzelbewerber)

Keine Entscheidung bei Naumburger OB-Wahl

Bei der Wahl zum Oberbürgermeister in Naumburg hat Armin Müller (CDU) am Sonntag die absolute Mehrheit der Stimmen knapp verfehlt. 45 Prozent der Wählerinnen und Wähler stimmten für ihn. In zwei Wochen tritt er gegen den Einzelkandidaten Henrik Schumann in einer Stichwahl an. Insgesamt hatten sich sechs Kandidaten für das Amt beworben.

Armin Müller ist schon viele Jahre in der Naumburger Stadtverwaltung beschäftigt. Er war der Stellvertreter des amtierenden Oberbürgermeisters Bernward Küper, der nicht mehr angetreten war. Einzelkandidat Henrik Schumann ist Geschäftsführer eines Planungsbüros, das häufig Aufträge der Stadt ausführt.

Stichwahl auch in Gerbstedt

Auch in der Einheitsgemeinde Stadt Gerbstedt in Mansfeld-Südharz wird der Bürgermeister erst in gut zwei Wochen feststehen. Weil keiner der sechs Kandidaten die nötige Mehrheit erreicht hat, gibt es eine Stichwahl. Dabei treten nun Ulf Döring (CDU), der rund 36 Prozent der Stimmen erhielt und der erst im Januar abgewählte Bürgermeister Bernd Hartwig (parteilos) gegeneinander an. Hartwig hat rund 24 Prozent der Stimmen geholt. Am 25. April stimmen die Gerbstedter bei der Stichwahl erneut ab. Die Wahlbeteiligung lag im ersten Durchgang bei 57 Prozent.

MDR/Cornelia Winkler/Alisa Sonntag

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 11. April 2021 | 19:00 Uhr

5 Kommentare

nie wieder cdu vor 3 Wochen

Götz Ulrich ist seit sieben Jahren Landrat. Er wird im Wahlkampf von sowohl von CDU als auch von SPD, Linke und FDP unterstützt. Der 51-Jährige wurde 1969 in Naumburg geboren und ist Jurist.
Da kann einer aber stolz sein von welchen Parteien er unterstützt wird.
SPD = "Möchtegern -Volkspartei" keinen eigenen Kandidaten = traurige Volkspartei.

Moewe1 vor 3 Wochen

Ein Lacher, Gewinner mangels geeigneten Kandidaten. Wahlkampf= Fehlanzeige. SPD = keinen Kandidaten *innen =nicht präsent. Aber das ist vielleicht auch gut so. Von mir aus kann diese Partei mit ihrer unfähigen Führung bundesweit verschwinden.

Burgfalke vor 3 Wochen

Ein Wechsel ist zwingend notwendig, damit diese Seilschaften und die Perspektivlosigkeit beendet werden. Ein weter so, darf es nicht weiterhin geben!
Allerdings befürchte ich, daß der Wechsel ausbleiben wird.
Es fließen sonst weiterhin die Umstruktierungsmittel nicht in die tatsächlich betroffene Regionen um Zeitz, Hohenmölsen, WSF, sondern zweckentfremdet in die Kreisstadt, um dort irrsinnige Pestigeobjekte zu realisieren gegen jeglichen objektiven Sachverstand. Hoffenlich kommt hinreichend Widerstand aus den genannten Regionen, vielleicht sogar eine entsprechende Klage?
Nicht ein LR entscheidet zu C., sondern Landesregierung und Bund!

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