Reformpläne der Bundeswehr Sanitätsregiment am Standort Weißenfels ist gerettet

Nach Debatten darüber, dass das Bundeswehrregiment in Weißenfels als eigenständige Einheit wegfallen könnte, ist jetzt klar: Der Standort bleibt erhalten. Der parteilose Oberbürgermeister der Stadt, Robby Risch, zeigte sich darüber erleichtert.

Eingang zur Bundeswehr-Kaserne Weißenfels
Der Bundeswehr-Standort Weißenfels ist nach einigen Irritationen gerettet. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nach einer Zeit der Unsicherheit ist nun klar: Der Bundeswehr-Standort Weißenfels bleibt erhalten. Dies wurde am Mittwoch bekanntgegeben. Zwar soll es Umstrukturierungen geben. Aber der debattierte Wegfall des Sanitätsdienstes ist vom Tisch.

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hatte vorher angekündigt, die deutsche Armee schneller machen und zugleich die Strukturen verschlanken zu wollen. Im Zuge dessen war auch eine Zerschlagung des Sanitätsdienstes im Gespräch gewesen.

Das macht die Bundeswehr in Weißenfels

In Weißenfels befindet sich seit fast zwei Jahrzehnten der größte Standort des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Zu seinen Aufgaben gehört auch die Versorgung von verletzen Soldatinnen und Soldaten. Das Regiment bildet außerdem Sanitätssoldatinnen und Sanitätssoldaten aus und unterstützt die Bundeswehr mit medizinischem Fachpersonal und Behandlungseinrichtungen.

Erleichterung bei Oberbürgermeister Robby Risch

Während das Sanitätsregiment in Weißenfels verkleinert werden soll, wird das Sanitätskommando aufgewertet. Das Kommando wird eins von zweien in Deutschland sein, bisher gab es vier. Aus Weißenfels werden künftig alle Sanitäts-Auslandseinsätze geführt.

Oberbürgermeister Robby Risch (parteilos) zeigte sich erleichtert. Er sagte MDR SACHSEN-ANHALT: "Wir sind froh, dass es so gekommen ist." Die Entscheidung sei ein positives Signal für Weißenfels, für die Region im Süden Sachsen-Anhalts und auch für das Ballungszentrum Halle/Leipzig.

Im Vorfeld der Entscheidung hatte der Landtagsabgeordnete und SPD-Innenpolitiker Rüdiger Erben die Befürchtung geäußert, dass der Bundeswehrstandort Weißenfels massiv geschwächt werden könnte. Gegenüber MDR SACHSEN-ANHALT sagte er, eine solche Debatte würde gerade in dieser Zeit unnötig Unruhe in die Truppe bringen.

Die CDU-Landesgruppe im Bundestag nannte diese Aussagen "unverständlich und fahrlässig". Sie belegten "fehlende Kenntnis von Aufbau und Organisationsstruktur der Bundeswehr".  

MDR/Gero Hirschelmann

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 19. Mai 2021 | 19:00 Uhr

1 Kommentar

DanielSBK vor 17 Wochen

Gute Nachrichten!

Und der Agentur für Arbeit (oder gegen?!) fällt auch ein Stein vom Herzen - auf einen Schlag 1.200 mehr Arbeitslose ... Gott sei Dank nicht!

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