Eröffnung voraussichtlich Mitte 2022 Bauarbeiten gehen voran: Neues Planetarium in Halle nimmt Gestalt an

Außen sieht das neue Planetarium in Halle bereits schmuck aus, nun geht es auch innen voran. Ein Einblick, wie sich das Bauwerk bis heute entwickelt hat.

Unter der Sternenkuppel im zukünftigen Planetarium in Halle/Saale steht Dirk Schlesier, Leiter des Planetariums. Mit dem Bau entsteht eines der modernsten Planetarien Deutschlands. Zuletzt wurde die Kuppel installiert. Sie besteht aus 144 Aluminium-Segmenten und misst an der Basis einen Durchmesser von zwölf Metern. Produziert wurde die sechs Tonnen schwere Kuppel in Ohio, USA und ist im Herzen des Planetariums untergebracht. Rund 100 Zuschauer sollen voraussichtlich ab Frühjahr 2022 unter dem Himmelszelt Platz finden und in den Sternenhimmel schauen können. Die Baukosten sind indes auf etwa 21 Millionen Euro gestiegen.
So sieht die Sternenkuppel aktuell aus, wenn man wie Dirk Schlesier, Leiter des Planetariums, darunter steht. Bildrechte: dpa

Im Inneren des neuen Planetariums in Halle ist der Baufortschritt deutlich sichtbar: 144 Aluminium-Segmenten bilden hier mittlerweile eine Sternenkuppel. Gebaut hat die eine Spezialfirma aus den USA, wie ein Sprecher der Projektsteuerungsfirma erklärt. Die Kuppel mit einem Durchmesser von zwölf Metern soll zukünftig 110 Menschen Platz bieten. Zudem sind Räume für die multimediale Technik, ein Hörsaal, Seminarräume und ein Café geplant. Die äußere Hülle für das neue Planetarium bildet der sanierte Backsteinbau eines ehemaligen Gasometers aus dem 19. Jahrhundert.

In Bildern Der Baufortschritt des Planetariums in Halle

In Halle wird seit 2019 ein neues Planetarium gebaut. Das alte Gebäude auf der Peißnitzinsel war mehrfach dem Hochwasser zum Opfer gefallen und wurde 2018 schließlich abgerissen. Der Baufortschritt in Bildern.

Das Planetarium auf der Peiߟnitzinsel in Halle (Saale).
Früher stand das Planetarium auf der Peißnitzinsel in Halle. Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn
Das Planetarium auf der Peiߟnitzinsel in Halle (Saale).
Früher stand das Planetarium auf der Peißnitzinsel in Halle. Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn
Planetarium in Halle steht unter Wasser, 2011.
Das alte Gebäude fiel mehrfach Hochwassern der Saale zum Opfer, wie hier 2011. Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn
Luftbild vom Abriß des Raumflug-Planetariums auf der Peißnitzinsel in Halle, 2018
2018 wurde das alte Planetarium deshalb schließlich abgerissen. Bildrechte: imago images / Steffen Schellhorn
Die Planetarium-Baustelle in Halle von oben.
Im Jahr 2014 entschied sich die Stadt für den neuen Standort: das ehemalige Gasometer in Halle. In seinem Rundbau entsteht das neue Planetarium. Bildrechte: MDR/Ulf Wogenstein
Modell des neuen Planetariums in Halle
Geplant: So soll das neue Planetarium laut des Modells der Architekten und der Stadt Halle zukünftig aussehen. Bildrechte: RKW Architektur + / Stadt Halle (Saale)
Baustellenschild am Planetarium-Neubau in Halle.
Seit 2019 wird nach diesem Plan am Gasometer gebaut. Bildrechte: MDR/Ulf Wogenstein
Die Planetarium-Baustelle in Halle von oben.
So sehen die Bauarbeiten von oben aus – der Umbau wird mit Mitteln der Fluthilfe finanziert. Bildrechte: MDR/Ulf Wogenstein
In dem ehemaligen Gasometer am Holzplatz in Halle errichtet die Stadt Halle derzeit ein neues Planetarium mit einer Investition von 14,4 Millionen Euro aus Fluthilfemitteln. In der Bildmitte ist der spätere Sternensaal schon zu erkennen. Mit dem Neubau entsteht ein besonderer Ort der auߟerschulischen und kulturellen Bildung. Die Eröffnung wird für Mitte 2021 angestrebt
2019 sah der zukünftige Sternensaal des Planetariums noch so aus. Bildrechte: dpa
Bildcollage des neuen Planetariums Halle mit einem Namensschild, auf dem Planetarium Halle (Saale) steht.
Anfang 2021 entschied der Stadtrat von Halle, den Neubau "Planetarium Halle (Saale)" zu nennen. Auch "Sigmund Jähn" als erster deutscher Raumfahrer war als Name im Rennen. Doch Kritiker argumentierten, dass Jähn Repräsentant des DDR-Regimes gewesen sei. Bildrechte: MDR/Ulf Wogenstein
Auߟerhalb der Sternenkuppel im zukünftigen Planetarium in Halle/Saale steht Dirk Schlesier, Leiter des Planetariums. Mit dem Bau entsteht eines der modernsten Planetarien Deutschlands. Zuletzt wurde die Kuppel installiert. Sie besteht aus 144 Aluminium-Segmenten und misst an der Basis einen Durchmesser von zwölf Metern. Produziert wurde die sechs Tonnen schwere Kuppel in Ohio, USA und ist im Herzen des Planetariums untergebracht. Rund 100 Zuschauer sollen voraussichtlich ab Frühjahr 2022 unter dem Himmelszelt Platz finden und in den Sternenhimmel schauen können. Die Baukosten sind indes auf etwa 21 Millionen Euro gestiegen.
Im August 2021 sieht die Sternenkuppel von außen so aus: Sie besteht aus 144 Aluminium-Segmenten und misst an der Basis einen Durchmesser von zwölf Metern. Produziert wurde die sechs Tonnen schwere Kuppel in Ohio, USA und ist im Herzen des Planetariums untergebracht. Bildrechte: dpa
Unter der Sternenkuppel im zukünftigen Planetarium in Halle/Saale steht Dirk Schlesier, Leiter des Planetariums. Mit dem Bau entsteht eines der modernsten Planetarien Deutschlands. Zuletzt wurde die Kuppel installiert. Sie besteht aus 144 Aluminium-Segmenten und misst an der Basis einen Durchmesser von zwölf Metern. Produziert wurde die sechs Tonnen schwere Kuppel in Ohio, USA und ist im Herzen des Planetariums untergebracht. Rund 100 Zuschauer sollen voraussichtlich ab Frühjahr 2022 unter dem Himmelszelt Platz finden und in den Sternenhimmel schauen können. Die Baukosten sind indes auf etwa 21 Millionen Euro gestiegen.
Und so sieht die Kuppel aus, wenn man wie Dirk Schlesier, Leiter des Planetariums, darunter steht. Rund 100 Zuschauer sollen voraussichtlich ab Mitte 2022 unter dem Himmelszelt Platz finden und in den Sternenhimmel schauen können. Bildrechte: dpa
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Eröffnung: Voraussichtlich Mitte 2022

Öffnen soll das Planetarium in etwa einem dreiviertel Jahr öffnen und dann eines der modernsten in Europa sein, so der Firmensprecher. "Wir werden schätzungsweise zwischen April und Juni 2022 eröffnen können." Ursprünglich war dies noch in diesem Jahr geplant. "Bei einem so hoch technisierten Bau ist es immer schwierig, den genauen Zeitpunkt festzulegen", sagt der Firmensprecher. Zudem seien die ursprünglich geplanten Baukosten von 14,6 auf etwa 21 Millionen Euro gestiegen. Grund sei die Corona-Krise, verbunden mit höheren Preisen für Baumaterialien.

Auch wenn das Planetarium noch nicht eröffnet hat, können Sie in Sachen "Sternenhimmel und Planeten" bereits jetzt besondere Momente erleben:

Sternenhimmel über dem Meer/Strand 1 min
Bildrechte: IMAGO/All Canada Photos

Und falls Sie die partielle Sonnenfinsternis im Juni verpasst haben, können Sie hier anschauen, wie sie vom halleschen Planetarium aus zu sehen war:

Wissen

Moderator und Experte vor dem Planetarium in Halle während der Live-Übertragung. 141 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Geschichte: Gelder aus Fluthilfen und Streit bei Namensfindung

Halle hat seit acht Jahren kein Planetarium mehr. Damals beschädigte ein Hochwasser der Saale das Raumflugplanetarium "Sigmund Jähn" schwer. Das Gebäude auf der Peißnitz musste abgerissen werden. Im Jahr 2014 entschied sich die Stadt für den neuen Standort. Das Geld für den Bau kommt aus dem Flutmittel-Fonds von Bund und Ländern. Anfang 2021 stimmte der Stadtrat von Halle im Streit um den Namen für den Neubau für "Planetarium Halle (Saale)". Die Gegner einer Beibehaltung des vorherigen Namens führten an, dass Jähn ein Repräsentant des DDR-Regimes gewesen sei. Jähn flog 1978 als erster Deutscher in den Weltraum.

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Sigmund Jähns Ankunft nach dem Raumflug 1978 2 min
Bildrechte: DRA

MDR+ So 27.08.1978 11:57Uhr 01:46 min

https://www.mdr.de/zeitreise/stoebern/damals/jaehn-live-aus-weltraum-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Quelle: MDR/Johanna Daher, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 15. August 2021 | 14:00 Uhr

4 Kommentare

Monazit vor 8 Wochen

Sehr erwachsen von ihnen.

J Mueller vor 8 Wochen

Das Bauwerk ignorieren, allein schon wegen dem Namen. Lächerlich den Namen Jähn zu verdammen.

DanielSBK vor 8 Wochen

Einfach nicht reingehen und damit ein Zeichen gegen die "Cancel Culture" setzen!

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