Halles Bürgermeister Egbert zeigt Pläne zum Zunkunfszentrum am Cube (c)Thomas_Ziegler_Stadt_Halle_Saale
Halle möchte Standort des Zukunftszentrums Deutsche Einheit werden. (Symbolbild) Bildrechte: Thomas Ziegler / Stadt Halle (Saale)

Ansiedlung am Riebeckplatz? Land wirbt für Halle als Standort des neuen Zukunftszentrums

19. Januar 2023, 10:00 Uhr

Halle möchte Standort des geplanten Zukunftszentrums Deutsche Einheit werden. Bei einem Termin in Berlin hat sich Sachsen-Anhalt nun für die Stadt eingesetzt. Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte, er wüsste nicht, wieso Halle nicht zum Zug kommen sollte. Die Entscheidung über den Standort soll in wenigen Wochen fallen.

Halle und das Land Sachsen-Anhalt haben am Mittwochabend für die Stadt als Standort des geplanten Zukunftszentrums des Bundes geworben. In der Landesvertretung von Sachsen-Anhalt in Berlin sagte Bürgermeister Egbert Geier (SPD), mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung sei das Zukunftszentrum nötiger denn je. Er verspreche sich eine Denkfabrik für ganz Europa.

Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) hob hervor, dass Halle als Universitätsstadt und Sitz der Leopoldina für die Forschung besonders attraktiv sei. Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte, ihm falle kein Grund ein, weshalb Halle nicht zum Zuge kommen sollte.

Entscheidung in wenigen Wochen

Die Entscheidung über den Standort soll in wenigen Wochen fallen. Es gibt Mitbewerber in Thüringen, Brandenburg und Sachsen. Das "Zukunftszentrum Deutsche Einheit und Europäische Transformation" würde in Halle am Riebeckplatz entstehen.

Die Investitionskosten werden mit rund 250 Millionen Euro beziffert, 200 Arbeitsplätze könnten entstehen. Experten gehen von einer Bruttowertschöpfung von 100 Millionen Euro im Jahr aus. Das Zentrum soll vor allem zu Transformationsprozessen in Deutschland, aber auch zu Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa sowie zum Zusammenhalt in Europa forschen.

Mehr zum Thema: Zukunftszentrum Deutsche Einheit

MDR (Marc Weyrich, Marcel Knop-Schieback, Leonard Schubert)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 19. Januar 2023 | 06:30 Uhr

3 Kommentare

steka am 20.01.2023

"Nichts Neues im Westen" gelesen ? Nee ? Sonst würde das hier nicht anführen. Darin geht es nämlich um den 1.Weltkrieg in Frankreich. oder sollte das ne Anspielung auf den Ukrainekrieg sein ?

Atze1 am 19.01.2023

Ja, die Zukunft liegt im Osten. "Nichts Neues im Westen", behauptete schon der Titel eines berühmten Buches vor 100 Jahren. Ich bin für Chemnitz, damit der graue " Plattenkeks" , den ein paar Ahnungslose für 2025 zu unserem Fest gebacken haben, in Profihände kommt. Zukunftskekse backen.

steka am 19.01.2023

"Bruttowertschöpfung von 100 Millionen Euro im Jahr" ? Wie soll das geschehen, was für Wertschöpfung, wa soll da gewinnbringend hergestellt werden ?
Oder sind damit Abgreifen von Steuergeldern gemeint ?

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