Corona-Pandemie Halle kontrolliert 2G-Regel mit Bändchen

Wegen Corona gilt in Halle in Geschäften die 2G-Regel – Zutritt zu Geschäften haben nur Geimpfte und Genesene. In der Innenstadt können sich Kunden und Kundinnen nun einmal ein Kontrollbändchen fürs Handgelenk holen und damit in jedem Geschäft Zutritt erhalten.

Eine Frauenhand legt sich ein silbernes Band ums Handgelenk.
Im Allee-Center in Magdeburg und auch in Erfurt gibt es ebenfalls Armbänder zur 2G-Kontrolle. Bildrechte: MDR/Stadtverwaltung Erfurt/Vitalik Gürtler

Um die 2G-Kontrollen im Einzelhandel zu erleichtern, gibt es in Halle seit Mittwoch bunte Kontrollbänder. Das hat der Innenstadt-Verband City-Gemeinschaft angekündigt. Kundinnen und Kunden sollen dann nur einmal ihren Genesenen- oder Geimpften-Nachweis zeigen müssen, statt in jedem Geschäft. Die Bändchen sollen an vier Stellen erhältlich sein, im Saturn-Markt, bei Peek und Cloppenburg, bei Galeria Kaufhof und im Modehaus Fischer.

Die Bänder sollen jeweils am Tag der Ausgabe gültig sein. Die Farbe des Bändchens wechselt jeden Tag und zusätzlich ist dort auch das aktuelle Datum aufgedruckt, um Missbrauch zu vermeiden bzw. zu erkennen. Der Pandemiestab der Stadt unterstützt die Aktion der Innenstadt-Interessensgemeinschaft.

MDR (Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 26. Januar 2022 | 07:30 Uhr

11 Kommentare

Anita L. vor 16 Wochen

Sie beweisen mit einem Test mit maximal 60-prozentiger Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Virenlast zum Zeitpunkt des Tests einen nachweisbaren Wert unter- oder überschreitet, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das hat sich in der Vergangenheit als nur im bedingten Maße als effektiv zur Eindämmung der Pandemie erwiesen, wie die fehlende Verfolgbarkeit der Ansteckungen gezeigt hat.
Da geimpfte Personen jedoch durch die Impfung ihr Ansteckungsrisiko verringert haben, verringert sich auch die statistische Wahrscheinlichkeit, ein ungültiges Testergrnis zu erhalten und so können sie in manchen Bereichen, die über den Grundbedarf hinausgehen, wieder größere Freiheiten zurückerhalten. Hier eine Gleichheit zwischen Geimpften und Ungeimpften herzustellen, hieße, allen den Zutritt zu verwehren, da ansonsten der Staat seiner Fürsorgepflicht nicht nachkommen könnte. Sie dürfen den Vorschlag gern zur Debatte stellen.

Anita L. vor 16 Wochen

"Nee, tut mir leid, aber ihre Aussage ist 1zu1 übernommen, ohne wirklich darüber nachgedacht zu haben.
Diese ganze Politik spaltet die Gesellschaft und die Sache mitdenken Bändchen macht es nicht besser, im Gegenteil!"

Ihr Problem scheint zu sein, dass Sie eine Schwarz-Weiß-Lösung haben wollen, die es aber angesichts der Komplexität und der Vielzahl der zu berücksichtigenden Parameter einfach nicht geben wird. Unsere Gesellschaft besteht aus Kompromissen und manchmal erscheinen diese nicht sinnvoll, manchmal nicht einmal auf den zweiten Blick. Manche mögen tatsächlich auch nicht sinnvoll sein, in den meisten Fällen fehlt einem aber einfach der Blick aufs Ganze.

Anita L. vor 16 Wochen

"Ihr Erklärungsversuch ist unzureichend."

Das ist Ihre persönliche Einschätzung.

"Als Erwachsener bin ich und auch andere sehr wohl in der Lage auf meinen Selbsschutz zu achten."

Das entscheiden Sie im Fall einer Pandemie nicht allein, sondern der Staat ist verpflichtet, für die Sicherheit aller Bürger zu sorgen, notfalls auch per Gesetz. In diesem Fall reicht Ihr persönlicher Selbstschutz nicht aus, weil Sie der potentiellen Gefahr auf Arbeit einfach nicht aus dem Weg gehen können.

"im Supermarkt reicht der Schutz durch eine MSB aus, im Baumarkt, Größe und Frequentierung vergleichbar muß ich draußen bleiben, weil ich geschützt werden muß?!?"

Nicht Sie, sondern der Verkäufer wird durch die Regelung geschützt. Dass im Lebensmittelmarkt die Einschränkungen geringer sind, liegt nicht daran, dass der Verkäufer dort weniger Recht auf Schutz hätte, sondern dass in der Abwägung der Einzelinteressen das Recht auf Nahrungsmittel höher wiegt als der maximal mögliche Schutz des Verkäufers.

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