Feierlichkeiten Das ist zum Tag der deutschen Einheit in Halle geplant – und diese Gäste kommen

Ein ökumenischer Gottesdienst in der Pauluskirche und ein anschließender Festakt in der Händel-Halle sind die Höhepunkte der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Halle. Dazu werden unter anderem Bundeskanzlerin Merkel, Bundespräsident Steinmeier und der amtierende Bundesratspräsident Haseloff erwartet.

Eine Fahne mit der Aufschrift "31 Jahre Deutsche Einheit" weht vor den Türmen der Marktkirche
In Halle finden in diesem Jahr die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit statt. Bildrechte: dpa

Die Stadt Halle hat am Freitag über die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit informiert. Bürgermeister Egbert Geier sagte bei einer Pressekonferenz, es werde bereits am Vorabend des 3. Oktobers einen Stadtempfang im Theater geben. Eingeladen seien dazu Delegationen aus allen 16 Bundesländern.

Höhepunkte: Festakt und Gottesdienst

Zudem seien von Anfang September bis hinein in den Oktober weitere hundert Veranstaltungen geplant. Dabei könnten die Besucherinnen und Besucher auf vielfältige Weise die Stadt kennen lernen. Höhepunkte der Feierlichkeiten werden ein ökumenischer Gottesdienst in der Pauluskirche und ein anschließender Festakt in der Händel-Halle sein.

Sowohl der Gottesdienst (ARD) als auch der Festakt (ZDF) werden live im Fernsehen übertragen.

Dazu werden unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesratspräsident Reiner Haseloff (CDU) und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) in Halle erwartet. Merkel werde bei der Feier eine 20-minütige Festrede halten. Auch weitere Spitzen des Bundestages, der Bundesregierung und des Bundesverfassungsgerichtes werden zu Gast sein.

Die diesjährigen Feierlichkeiten fallen deutlich kleiner aus als in den Vorjahren. Das Programm sei abgespeckt worden, heißt es von Seiten des Projektteams. Susanne Bethke, Projektleiterin des Tages der Deutschen Einheit 2021, sagte vor dem Hintergrund der epidemischen Lage, die Leute sollten nicht in Scharen anreisen.

Man wolle die Entstehung von Menschenmassen verhindern. Deshalb präsentieren sich die Bundesländer wie schon im Vorjahr in Potsdam in einer sogenannten Einheits-Expo mittels durchsichtiger Container.

Susanne Bethke, Projektleiterin der Feier zum Tag der Deutsche Einheit 2021, spricht auf einer Pressekonferenz über die Vorbereitungen zur Feier zum Tag der Deutschen Einheit in Halle/Saale.
Susanne Bethke, Projektleiterin der Feier zum Tag der Deutsche Einheit 2021, spricht auf der Pressekonferenz. Im Vordergrund Rainer Robra (CDU), Staats- und Kulturminister von Sachsen-Anhalt Bildrechte: dpa

EinheitsExpo: Rundgang, Themenwege und Ländertage

Der Bund und die Bundesländer präsentieren sich im Rahmen der EinheitsExpo im Zentrum Halles. Sie wird am 18. September durch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff eröffnet. Auf einem Rundgang von fünf Kilometern Länge können sich die Gäste ein Bild von der Vielfalt Deutschlands machen. Zudem führen neun Themenwege ihre Besucherinnen und Besucher durch die Stadt. An Ländertagen wird es zudem Aktionen und Präsentation der Bundesländer geben. Die EinheitsExpo ist bis einschließlich 3. Oktober zu sehen.

Kulinarische Wochenenden

Zum Tag der Deutschen Einheit (1. bis 3. Oktober) sowie an den zwei Wochenenden zuvor (17. bis 19. September und 24. bis 26. September) verwöhnen die Bundesländer mit landestypischen kulinarischen Spezialitäten ihre Gäste auf dem Marktplatz in Halle.

Aktionen hallescher Institutionen

Vom 18. September bis 3. Oktober präsentieren sich verschiedene hallesche Institutionen und Einrichtungen einem interessierten Publikum mit Aktionen oder Tagen der offenen Tür.

Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt, hält im Bundesrat eine Rede.
Bildrechte: dpa

Warum findet die zentrale Einheitsfeier in Halle statt? Sachsen-Anhalt richtet 2021 die zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit aus, weil Sachsen-Anhalt mit Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in diesem Jahr die Bundesratspräsidentschaft innehat. Die Landesregierung hatte im Januar 2019 das ursprünglich geplante Einheitsfest unter dem Motto "Gemeinsam Zukunft formen" nach Halle vergeben. 2003 hatten die Feierlichkeiten in Magdeburg stattgefunden.

MDR/Stephan Weidling, Gero Hirschelmann

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 27. August 2021 | 12:30 Uhr

20 Kommentare

Schwimmer vor 12 Wochen

Wir haben steigende Zahlen bei der Pandemie, wer weis wie viele es mitte September sind die Deutsche Einheit können wir gross feiern ich hoffe wer hin geht ist sich gewiss das er sich trotz 3 G anstecken kann, Laternenfest wird nicht gefeiert ich hoffe man begrenzt die Besucherzahl auf 10

REXt vor 12 Wochen

Die Politik mit ihrem Anhang feiert sich selbst, eine willkommene Gelegenheit vorzuführen, welch überlegenes Gesellschaftsystem wir haben. Nicht anders war es auch 1989, es gärte zwar mächtig im Volk, aber man wiegte sich in Sicherheit. Dabei sind die Paralellen unverkennbar, die aktuelle Politik liefert selbst die Beweise, Versagen am laufenden Band.

Nelke vor 13 Wochen

Dr. Helmut Kohl hatte Ende 1989 erkannt, daß seine Zeit als Bundeskanzler im Jahr 1990 zu Ende gehen könnte. Da besann er sich auf die "Strahlkraft" der D-Mark bei den DDR-Bürgern und beschloß im ganz kleinen Kreis (der Chef der Bundeszentralbank wurde zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefragt), den Ostdeutschen die D-Mark zu versprechen. Gedacht, getan. Als die Idee medial lanciert war, durfte die Bundesregierung und dann der Bundestag zustimmen, so, wie es halt in einer Demokratie läuft. Dann nahm das Verhängnis seinen Lauf. Alle guten Ideen (statt kurzfristigem Beitritt der DDR und Währungsunion eine vergleichsweise geringe finanzielle Unterstützung der DDR nach der Wahl vom März 1990, Schaffung einer Sonderwirtschaftszone entlang der Grenze, Erhalt derjenigen Importe aus der DDR, die aus hiesiger Sicht ökonomisch sinnvoll waren, Ausweitung der wirtschafltiche Kooperation und Wiedervereinigung nach einer vier- fünfjährigen Anpassungsphase usw.) waren damit nicht mehr umsetzbar.

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