Halle Prozess um Kindesentführung beginnt am 1. Juni vor dem Landgericht

Ende 2020 hatten Passanten ein sechsjähriges Mädchen in Halle vor dem Ertrinken bewahrt. Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass das Kind entführt worden war. Ein Tatverdächtiger wurde ermittelt und angeklagt.

Das Landgericht Halle
Vor dem Landgericht Halle wird ab 1. Juni gegen den Angeklagten wegen Menschenraubs, sexuellem Missbrauchs und versuchten Mordes verhandelt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Fall einer Kindesentführung in Halle kommt gut ein halbes Jahr nach der Tat vor Gericht. Wie das hallesche Landgericht am Montag mitteilte, beginnt der Prozess gegen den 1996 geborenen Tatverdächtigen am 1. Juni. Dem Mann werden demnach unter anderem Menschenraub und sexueller Missbrauch von Kindern sowie versuchter Mord vorgeworfen.

Der Angeklagte soll im Dezember über ein angekipptes Fenster in eine Parterrewohnung in der Altstadt von Halle eingedrungen sein und das Kind dort aus seinem Bett gehoben haben. Danach sei er mit dem Mädchen durch die Innenstadt gelaufen und habe sich in einer Seitenstraße an ihm sexuell vergangen. Letzten Endes soll er das Kind mit einem Schal gedrosselt in die Saale gelegt haben. Zwei Passanten hatten das um Hilfe schreiende Mädchen entdeckt und aus dem Fluss geholt.

Bisher hat sich der Angeklagte zu der Tat nicht eingelassen. Ihm droht eine Gefängnisstrafe, die lebenslänglich ausfallen könnte. Für den Prozess sind zunächst acht Termine bis zum 21. Juli angesetzt.

MDR SACHSEN-ANHALT/dr

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | MDR SACHSEN-ANHALT | 10. Mai 2021 | 13:00 Uhr

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