Wohnen Hallesche Wohnungsgesellschaft plant Mieterhöhungen um bis zu 20 Prozent

Wohnen in Halle wird teurer. Die Hallesche Wohungsgenossenschaft (HWG) hat bestätigt, dass die Mieten steigen werden, teilweise um bis zu 20 Prozent. Höhere Energie- und Handwerkerkosten seien dafür verantwortlich.

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Die Hallesche Wohnungsgenossenschaft erhöht ihre Mieten um teilweise 20 Prozent. Bildrechte: imago/Schöning

Die Hallesche Wohnungsgesellschaft (HWG) erhöht ihre Mieten. Wie ein Sprecher MDR SACHSEN-ANHALT bestätigte, handelt es sich in einigen Wohnungen um einen Anstieg von 20 Prozent.

Betroffen seien Mieterinnen und Mieter, deren Miete unter der ortsüblichen Vergleichsmiete liege. Man reagiere damit auf deutlich gestiegene Instandhaltungskosten, also höhere Preise für Handwerker und Material.

Wann sind Mieterhöhungen rechtens? Grundsätzlich können Vermieter die Miete bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete anheben, solange es in den letzten 15 Monaten noch keine Erhöhung gab. Das muss dem Mieter aber nachvollziehbar begründet werden. Der Mietspiegel ist dafür eine Möglichkeit. Laut Gesetz sollte dieser alle zwei Jahre aktualisiert werden.

Gibt es keinen aktuellen Mietspiegel, darf der Vermieter zwar prinzipiell auch einen veralteten verwenden. 20 Jahre alte Daten sind laut Bundesgerichtshof aber keinesfalls mehr geeignet.

Der Vermieter muss die Mieterhöhung dann anders begründen. Er kann zum Beispiel auf drei vergleichbare Wohnungen Bezug nehmen.

Keine flächendeckenden Erhöhungen

Der Sprecher betonte, die HWG sei sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst. Deshalb gebe es keine flächendeckende Erhöhung der Miete in allen Wohnquartieren. Im Bereich Waldstadt Silberhöhe beispielsweise schließe man Mieterhöhungen auf absehbare Zeit aus.

Die Linke kritisierte die Mieterhöhungen dennoch als unsozial und forderte, sie zurück zu nehmen. Es handelt sich um die erste Mieterhöhung der HWG seit zehn Jahren.

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MDR (Mathias Kessel, Christoph Dziedo, Hannes Leonard), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 07. Mai 2022 | 09:00 Uhr

1 Kommentar

wer auch immer vor 7 Wochen

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