Nach Impfaktion in Raffinerie in Leuna Vorerst keine weiteren Corona-Impfaktionen bei Unternehmen

Dass Unternehmen Teil der Impfstrategie werden, wird in Sachsen-Anhalt vorerst nicht noch einmal passieren. Zuvor hatte das Land der Raffinerie in Leuna 1.350 Impfdosen Astrazeneca zur Verfügung gestellt. Andere Unternehmen hatten Interesse an ähnlichen Impfaktionen geäußert.

Impf-Spritzen
Die Impfaktion in Leuna soll eine Ausnahme bleiben. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Westend61

Dass systemrelevante Unternehmen Teil der Impfstrategie werden, wird in Sachsen-Anhalt vorerst nicht noch einmal vorkommen. Das teilte das Sozialministerium MDR SACHSEN-ANHALT mit.

Zuvor war bekannt geworden, dass das Land Sachsen-Anhalt der Total-Raffinerie in Leuna 1.350 Impfdosen Astrazeneca zur Verfügung gestellt hatte. Im Mai steht dort die Generalwartung an. Laut Sozialministerium ist sie nicht mehr aufschiebbar. Dabei sind auch tausende Fremdarbeiter im Einsatz – ein potentielles Superspreader-Event. Um für die Generalwartung sichere Bedingungen zu schaffen, soll in Absprache zwischen Sozialministerium, Landkreis und der Raffinerie das Stammpersonal vor Ort gegen das Coronavirus geimpft werden.

Impfaktion endet planmäßig in dieser Woche

Laut Saalekreis war die Impfaktion nach dem Stopp von Astrazeneca für Unter-60-Jährige zwischenzeitlich angehalten worden. Mittlerweile wurde sie demnach jedoch wieder aufgenommen. Betreffende Personen entscheiden laut Saalekreis gemeinsam mit dem impfenden Arzt, ob sie mit Astrazeneca geimpft werden zu wollen. Das Sozialministerium teilte MDR SACHSEN-ANHALT dazu mit, dass der entsprechende Impfstoff abhängig vom Alter der zu impfenden Mitarbeiter und aktueller Empfehlungen ausgewählt werde. Bisher sind in der Raffinierie laut Saalekreis etwa 800 Menschen geimpft worden. Planmäßig solle die Impfaktion in dieser Woche abgeschlossen werden. Total hat sich auf Anfrage von MDR SACHSEN-ANHALT zum Stand der Impfaktion noch nicht geäußert.

Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT hatten auch andere Unternehmen Interesse geäußert, Teil der Impfkampagne zu werden. Das betrifft unter anderem den Düngemittelproduzenten SKW aus Wittenberg und den Gefügelproduzenten Wimex aus Baasdorf. Weitere Impfaktionen in Unternehmen wie in der Raffinerie in Leuna sind laut Sozialministerium jedoch nicht vorgesehen.

MDR/Andre Damm/Theo Lies/Alisa Sonntag

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 07. April 2021 | 17:00 Uhr

3 Kommentare

ElBuffo vor 15 Wochen

Ja, echt fies, dass da nicht 365 Tage eine Generalwartung stattfindet und die zusätzlichen Leute, die dafür gebraucht werden, einfach auch den Rest der Zeit bei voller Löhnung die Däumchen drehen können.

lk2001 vor 15 Wochen

Es ist schon ausgesprochen zynisch die eigenenen Mitarbeiter zu impfen und dann hunderte Gastarbeiter ins Land zu holen. Aber was tut man nicht alles um möglichst wenig Lohn zu bezahlen.

ElBuffo vor 15 Wochen

Sooo systemrelevant sind die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherungbeitragszahler für die Risikogruppe nun auch wieder nicht.

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