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Endlich wieder Präsenz-Uni: In Halle wurde am Freitag der Semesterstart gefeiert. Bildrechte: Fabian Brenner

3.700 Studierende begrüßtUni Halle startet in spezielles Wintersemester

von MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 07. Oktober 2022, 15:18 Uhr

An der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat für rund 3.700 junge Menschen am Freitag das Hochschul-Leben begonnen. Die Studierenden wurden mit einer großen Immatrikulationsfeier auf dem Campus begrüßt. Das Semester soll in Präsenz stattfinden. Es ist das erste nachdem die ersten Sparmaßnahmen greifen.

Die Martin-Luther-Universität in Halle (MLU) hat am Freitag mit einer großen Immatrikulationsfeier ihre 3.700 neuen Studierenden begrüßt. Das entspricht in etwa der Zahl des Vorjahres. Eine Sprecherin erklärte, die Universität führe das Wintersemester als Präsenz-Semester durch – solange es die Corona- und die Energielage erlaubten. Die neue Rektorin Claudia Becker ergänzte: "Zur Bewältigung dieser Herausforderungen braucht es gegenseitige Rücksichtnahme und die aktive Mithilfe aller Mitglieder der Gemeinschaft Universität".

Der Studierendenrat freut sich über die Entscheidung, das Semester in Präsenz stattfinden zu lassen. So sind erstmals nach zwei Jahren auch wieder die beliebten Rallyes für die Erstsemestrigen und auch Partys möglich.

Lehramt: 778 neue Studierende

Die größte Gruppe der sogenannten Erstis stellen laut Universität die Lehramtsstudierenden: 778 Erstsemester aus diesem Bereich waren zum Stichtag am 6. Oktober immatrikuliert. Das am stärksten nachgefragte Bachelorstudium war das der Psychologie. Hier gab es für das Wintersemester etwa 1.300 Bewerbungen auf 52 Studienplätze. Bei den Masterstudiengängen waren Psychologie und Betriebswirtschaftslehre besonders gefragt.

3.700 Studierende sind neu an der Uni Halle. Bildrechte: Fabian Brenner

Die MLU hat nach eigenen Angaben derzeit rund 20.500 Studierende. Es ist das erste Semester, nachdem der Senat der Hochschule einschneidende Sparmaßnahmen beschlossen hat. Im Frühjahr hatte die Universitätsleitung entschieden, dass rund 300 Studienplätze wegfallen sollen. In Fächern wie Gräzistik, Vorislamischer Orient, Indologie sowie Südasienkunde wurden deswegen keine neuen Studierenden aufgenommen. Studierende hatten dagegen protestiert.

Weitere Sparmaßnahmen geplant

Mittelfristig sollen an der Martin-Luther-Universität insgesamt 4.000 Studienplätze wegfallen. 25 der mehr als 350 Professorenstellen sind bedroht. Grund für die Sparmaßnahmen ist ein jahrelanges Defizit im Haushalt der Hochschule. Im aktuellen Etat fehlen rund 17 Millionen Euro. Das Land hält die Probleme für hausgemacht. Das Rektorat sieht die Schuld dagegen beim Land und kritisiert eine jahrelange Unterfinanzierung. Man habe gar nicht sparen können, hieß es.

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MDR (Linda Schildbach, Fabian Brenner, Mario Köhne), dpa

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 07. Oktober 2022 | 15:30 Uhr

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