Gebühren-Erhöhung Das Parken in Halle wird teurer

Die Stadt Halle vereinheitlicht die Parkgebühren. Künftig kostet das Parken in allen drei Zonen pro angefangener halber Stunde 50 Cent. Um die Gebühren anzugleichen, werden alle 124 Parkscheinautomaten umgestellt.

Ein Parkscheinautomat in Halle.
In der Altstadt von Halle gibt es eine Mindestparkgebühr von einem Euro. Bildrechte: IMAGO / Steffen Schellhorn

Die Stadt Halle verlangt für das Parken im gesamten Stadtgebiet – anders als zuvor – die gleichen Gebühren. Pro angefangener halber Stunde müssen ab Montag 50 Cent gezahlt werden. Damit verdoppeln sich die Kosten in den Parkzonen II und III. Auch die Parkzeiten wurden vereinheitlicht: Von Montag bis Sonntag muss von sechs bis 22 Uhr ein Parkschein gelöst werden. Ab 7. bis 11. Februar sollen alle 124 Parkscheinautomaten dementsprechend umgestellt werden.

Das sind die Parkzonen in Halle

  • Zone I: Altstadt
  • Zone II: Die übrige Innenstadt (Glaucha, Klaustorvorstadt, Neumarkt, Bebelviertel, Steintorviertel, Charlottenviertel) und das Neustadt-Zentrum.
  • Zone III: Das übrige Stadtgebiet (z.B. Medizinerviertel, Paulusviertel oder Johannesviertel).

Tages- und Wochentickets nicht mehr überall

Die Stadt Halle setzt mit der Gebührenanpassung die vom Stadtrat 2020 beschlossene Parkgebührenordnung um. Demnach gibt es in der Altstadt keine Tages- und Wochentickets mehr. Zudem wird die maximale Parkzeit in Zone I auf drei Stunden begrenzt. Ziel sei es, die Parksituation in der Altstadt zu entspannen. In Zone II und III wird es in Einzelfällen noch Tages-, Wochen- und Monatskarten geben.

Während die Parkscheinautomaten umgerüstet werden, kann es sein, dass einzelne Geräte kurzzeitig nicht nutzbar sind. Das betrifft auch das Handyparken. Dennoch ist das Parken nach Angaben der Stadt in diesem Zeitraum erlaubt.

MDR (Nicole Franz, Gero Hirschelmann)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 07. Februar 2022 | 17:30 Uhr

10 Kommentare

Fakt vor 41 Wochen

@Tim Taler:

Wenn man sein Gehirn einschaltet, würde man auch darauf kommen, dass, wenn alle Parkplätze in den Innenstädten kostenlos wären, das Gros der Parkplätze durch diejenigen, die in den Innenstädten arbeiten, über Stunden blockiert wären. Oder meinen Sie, dass die die Gelegenheit nicht nutzen würden?

Fakt vor 41 Wochen

@Dreibeiner:

Die kenne ich aus meiner Kindheit auch noch. Um auf den Bahnsteig zu kommen, musste man durch die Bahnsteigsperre, wo die Karten kontrolliert wurden.
Der Hamburger Verkehrsverbund (HVV) ist übrigens der letzte deutsche Verkehrsverbund, bei dem man heute noch Bahnsteigkarten benötigt.

Dreibeiner vor 41 Wochen

Oma erzählt eben das in den 19960er Jahren Bahnsteigkarten gab. Die gab es extra für Leute andere vom Zug abholen wollen. Ärmere versammelten sich vor dem Bahnhof und warteten dort.

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