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Schlechte ArbeitsbedingungenFeuerwehr Halle protestiert mit abgebranntem Weihnachtsbaum

von MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 20. Januar 2022, 12:07 Uhr

Die Berufsfeuerwehrleute in Halle haben gegen schlechte Arbeitsbedingungen und Sparmaßnahmen protestiert. Außerdem beklagen sie fehlende Wertschätzung. Symbolisch wurde ein verkohlter Weihnachtsbaum überreicht. Die Stadt hat bereits auf die Forderungen reagiert.

Bei der Berufsfeuerwehr der Stadt Halle herrscht Frust über die Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft Verdi hatte deshalb die Feuerwehrleute der Stadt für Donnerstag zu einer Protestaktion aufgerufen.

Vor dem Ratshof am Markt ist dem Verwaltungschef der Berufsfeuerwehr ein abgebrannter Weihnachtsbaum übergeben worden. Als Symbol für indirekte Sparmaßnahmen, wie es von Gewerkschaftsseite heißt. Das Problem seien eine gestiegene Arbeitsbelastung, mangelnde Wertschätzung und ein Beförderungsstau gerade in unteren Besoldungsgruppen.

Zusätzliche Arbeit während Corona-Pandemie

Versprochene Beförderungen haben bisher nicht stattgefunden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Außerdem verspüren die Feuerwehrleute laut Gewerkschaft keine Wertschätzung und Anerkennung für ihre Arbeit während der Corona-Pandemie. Bei gleichbleibendem Personalbestand seien beispielsweise der Intensivtransport von Corona-Erkrankten, Hilfe bei der Kontaktnachverfolgung sowie Auf- und Abbau von Impf- und Testeinrichtungen eine Mehrbelastung. Verdi-Sprecher Johannes Mielke sagte MDR SACHSEN-ANHALT, vor allem fehlende Kommunikation sei das Problem.

Die Stadt wirft dies wiederum der Gewerkschaft vor und argumentiert, die geforderten Beförderungen hätten wegen einer Haushaltsperre im vergangenen Jahr nicht erfolgen können. Bei einem genehmigten Haushalt sollen die umgehend nachgeholt werden.

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MDR (Cornelia Müller, Fabian Frenzel)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT | 20. Januar 2022 | 08:00 Uhr

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