Körperverletzung und Verstöße gegen Versammlungsgesetz Staatsschutz und Polizei ermitteln nach Demos gegen Corona-Politik in Halle

Nach Demonstrationen in Halle gegen die Corona-Politik ermitteln Polizei und Staatsschutz. Es geht unter anderem um Körperverletzung, Verstöße gegen das Versammlungsgesetz sowie gegen Corona-Maßnahmen. Auch die Polizeiarbeit wird kritisiert.

Polizeischild an einem Gebäude. Das Foto entstand vor dem Polizeirevier in Dessau-Roßlau
Polizei und Staatsschutz ermitteln nach Demonstrationen in Halle. (Symbolbild) Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

In Halle ermittelt der Staatsschutz nach den Kundgebungen und Demonstrationen am Samstag gegen die Corona-Politik. Ein Polizeisprecher sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Sonntag, es gehe unter anderem um Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und die Corona-Maßnahmen. Außerdem werde in mehreren Fällen wegen Körperverletzung gegen Gegner der Versammlungen ermittelt.

Nach zwei angemeldeten Kundgebungen mit insgesamt 250 Teilnehmenden waren im Anschluss rund 300 Demonstranten und Demonstrantinnen spontan unangemeldet durch Halle gezogen. Dabei gab es vereinzelte Zusammenstöße zwischen Teilnehmenden und Gegnern.

Kritik an der Polizei

Das Bündnis Halle gegen Rechts kritisiert, dass der unangemeldete Demonstrationszug durch Halle überhaupt möglich gewesen sei. Außerdem habe die Polizei die Einhaltung von Corona-Hygienemaßnahmen bei der Demo nicht durchgesetzt. Der hallesche SPD-Politiker Igor Matviyets schrieb bei Twitter, dass bei der Demo der Hitlergruß gezeigt worden sei und die Polizei zugesehen habe.

Kundgebung in Magdeburg ruhig geblieben

Bei zwei Kundgebungen in Magdeburg blieb es ruhig. Im Bereich des Domplatzes versammelten sich rund 100 Teilnehmer. Vereinzelt wurden Platzverweise ausgesprochen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz, weil sie größere Demonstrationen mit tausenden Teilnehmern befürchtet hatte.

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MDR THÜRINGEN JOURNAL Sa 27.02.2021 19:00Uhr 02:13 min

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MDR/Maria Hendrischke

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 28. Februar 2021 | 10:00 Uhr

102 Kommentare

MDR-Team vor 5 Wochen

Die Netiquette schreibt keinerlei politische Richtung vor.

So, und da wir jetzt alle einmal gesagt haben, wie unser Standpunkt ist, reicht das an dieser Stelle auch. Denn in der Netiquette steht auch, dass über das Thema des Artikels diskutiert werden soll. Das ist hier ja jetzt gerade nicht mehr der Fall. Danke für Ihr Verständnis.

ossi1231 vor 5 Wochen

Nun da die sg. Netiquette leider Sichtweisen einer Opposition sehr weit ausschließt, werden selbst viele höflich formulierte Äußerungen trotzdem nicht freigeschaltet.

MDR-Team vor 5 Wochen

Hier kann jeder so viel diskutieren wie er mag. Dafür ist diese Möglichkeit auch gedacht. Natürlich gibt es User, die aktiver sind und sich zu vielen Themen einschalten. So lange sich an die Netiquette gehalten wird, ist das völlig unproblematisch.

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