Protest gegen Sparpläne Studierende besetzen Sitzungssaal der Uni Halle

In Halle berät der Senat der Universität über einen weitreichenden Sparplan. Zuvor haben rund 500 Studierende gegen die Sparpläne demonstriert und versucht, die Senatssitzung zu blockieren. Weil finanzielle Landesvorgaben eingehalten werden müssen, drohen Tausende Studienplätze wegzufallen.

Der Sitzungssaal in der "Burse zur Tulpe" wird von Protestlern besetzt, um die Sitzung zu verhindern.
Der Sitzungssaal in der "Burse zur Tulpe" wird von Protestlern besetzt, um die Sitzung zu verhindern. Bildrechte: MDR/Theo M. Lies

In Halle haben am Mittwoch rund 500 Studierende und Lehrkräfte gegen die Sparpläne der Universität protestiert. Die für heute geplante Senatssitzung über die Umsetzung der Einsparungen verzögert sich aber. Nach Informationen von MDR SACHSEN-ANHALT haben Studenten am Mittwochnachmittag den Sitzungssaal blockiert, in dem die Pläne beschlossen werden sollten. Die Demonstranten versperrten die Treppe und den Eingang.

Der Senat der Universität will sich nun am Nachmittag in einer Online-Sitzung treffen, um über die Sparpläne zu beraten. Die Landesregierung pocht auf die Einhaltung der finanziellen Vorgaben. Vor allem die Beschäftigten und die Studierenden befürchten aber einen Kahlschlag.

Uni Halle spricht von einschneidenden Veränderungen

Die Universität in Halle ist seit langem unterfinanziert und steht nach eigenen Angaben vor einschneidenden Personal- und Strukturveränderungen. Konkret sollen Institute zusammengelegt und manche Fachgebiete ganz geschlossen werden. Nach Angaben der Universität könnte es künftig allein 3.000 Studienplätze und 30 Professuren sowie einige Studiengänge weniger geben, von derzeit 260 Angeboten.

Mehr zum Thema: Sparpläne der Uni Halle

MDR (Pauline Vestring, Theo M. Lies, Thomas Tasler)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 06. April 2022 | 17:00 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus dem Raum Halle und Leipzig

Mehr aus Sachsen-Anhalt