Nach Demo-Verbot in Leipzig Polizei löst in Halle Versammlung von Gegnern der Corona-Regeln auf

In Halle hat die Polizei das Verbot einer Versammlung von Gegnern der Corona-Beschränkungen durchgesetzt. Rund 100 Teilnehmer hatten sich auf dem Marktplatz versammelt. Hintergrund des Verbots waren Sicherheitsbedenken nach einer untersagten "Querdenken"-Demo in Leipzig.

Polizeiauf dem Marktplatz in Halle.
Die Polizei hatte angekündigt, das Versammlungsverbot durchzusetzen. Bildrechte: MDR/MDR/Lars Tunçay

Die Polizei in Halle hat eine Versammlung von Gegnern der Corona-Beschränkungen aufgelöst. Ein für Samstagnachmittag geplanter Protest war zuvor verboten worden. Die Polizei hatte am Nachmittag mitgeteilt, die zuständige Versammlungsbehörde habe das entschieden. Das Verbot wurde damit begründet, dass die öffentliche Sicherheit in Halle erheblich gefährdet sein könnte.

Mehrere Menschen haben sich auf dem Markt in Halle versammelt. Am Rand ein Polizeifahrzeug und Polizeibeamte mit Mund-Nasen-Schutz.
Zu geplanten Beginn hatten sich schon einige Menschen auf dem Marktplatz versammelt. Bildrechte: MDR/Lars Tunçay

Hintergrund war die Befürchtung, dass Teilnehmer einer ähnlichen, verbotenen Demo aus der Nachbarstadt Leipzig nach Halle ausweichen könnten. In den sozialen Medien hatte es dazu bereits einen Aufruf gegeben.

Die Polizei hatte angekündigt, das Verbot durchzusetzen. Nach Angaben eines MDR-Reporters hatten sich zum geplanten Protestbeginn gegen 16:30 Uhr bereits rund 100 Menschen auf dem Marktplatz in Halle versammelt. Die Räumung verlief demnach friedlich.

"Querdenken"-Protest in Leipzig verboten

Der angekündigte "Querdenken"-Protest für Samstag in Leipzig war vom Verwaltungsgericht untersagt worden, das Oberverwaltungsgericht Bautzen hatte diese Entscheidung am Mittag bestätigt. Die Initiatoren waren vor Gericht gezogen, nachdem die Stadt Leipzig den Protestzug verboten hatte. Die Begründung der Stadt lautete, von der angemeldeten Versammlung gingen infektionsschutzrechtlich nicht vertretbare Gefahren für Teilnehmer, Polizei und Passanten aus. Diese seien nur durch ein Verbot zu vermeiden.

MDR/Cornelia Winkler

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 10. April 2021 | 16:00 Uhr

43 Kommentare

Stefan Der vor 23 Wochen

@Benutzer: Und jetzt schliessen Sie den Kreis, weil Sie zu aufgeregt sind und Ihnen keine Argumente einfallen. Ihren Verweis auf andere Demos können Sie beruhigt stecken lassen. Für alle Demonstrationen gelten die gleichen Auflagen. Nur, dass, abgesehen von den QD- Demos, sich alle anderen, und da beweisen Sie mir bitte konkret das Gegenteil, Demonstrationen an die Auflagen halten. Ihre Opferrolle können Sie sich schenken. Es entspricht einfach nicht der Wahrheit. Oder wie erklären Sie sich die Großdemos von Kassel, Leipzig und Stuttgart in der Vergangenheit. Alles Beweise, dass QD nicht in der Lage ist, sich an geltende Normen zu halten. Aber ich schweife auch ab. Bitte lieber Benutzer: Benennen Sie die Demo wo gegen Auflagen in dem Maß wie bei QD- Demos verstoßen wurde. Ich warte gern.

Frank L. vor 23 Wochen

Ich bin auch Leipziger, und muss hier mal richtig stellen das sie nicht im Namen aller sprechen . Mir sind Menschen die sich diesem Corona Irrsinn entgegenstellen immer willkommen. Und es ist mittlerweile nur noch traurig wie hier Grundrechte geschliffen werden ,nur damit einige ihre Corona Psychose weiter pflegen können.

Benutzer vor 23 Wochen

"Haben Sie eigentlich eine Art "Linken-Paranoia""

Nö. ichfidfnde es nur ampüsant das man bei einer Demo genau hinguckt. Bei eienr anderen nicht. Wie es in den Kram passt.

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