Niedrige 7-Tages-Inzidenz Mansfeld-Südharz kann Schulen ab Montag regulär öffnen

Kommende Woche darf der Landkreis Mansfeld-Südharz als erster Landkreis in Sachsen-Anhalt regulär seine Schulen öffnen. Alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte bleiben im eingeschränkten Regelbetrieb. Im Burgenlandkreis gibt es weiterhin lediglich Notbetreuung für die Jahrgänge 1 bis 6.

Cornelia Herrmann unterrichtet Schüler.
Wegen eines dauerhaft niedrigen Inzidenzwertes dürfen die Schulen in Mansfeld-Südharz ab dem 8. März wieder öffnen. Bildrechte: dpa

Sachsen-Anhalts Bildungsministerium hat am Donnerstag mitgeteilt, dass die Schulen im Landkreis Mansfeld-Südharz ab Montag in den Regelbetrieb starten können. Der Kreis verzeichne seit Längerem eine 7-Tages-Inzidenz von unter 50 pro 100.000 Einwohner.

Dagegen muss laut Ministerium im Burgenlandkreis die Notbetreuung weitergehen. Die Schulen bleiben geschlossen, es gibt lediglich Notbetreuung für die Jahrgänge 1 bis 6 und Präsenzunterricht für die Abschlussklassen. Die Landesregierung habe beschlossen, dort modellhaft ein regelmäßiges Testsystem mit Selbsttests für alle Schülerinnen und Schüler einzurichten. Der Schulbetrieb im Burgenlandkreis soll dann am 15. März starten.

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Bis auf Weiteres eingeschränkter Regelbetrieb

In den neun restlichen Landkreisen bzw. den drei kreisfreien Städten bleiben die Schulen im eingeschränkten Regelbetrieb. Das bedeutet Aussetzen der Präsenzpflicht für Grund- und Förderschulen, eingeschränkter Regelbetrieb für weiterführende Schulen sowie Präsenzunterricht für die Abschlussklassen.

Das Bildungsministerium gibt auf Basis der 7-Tage-Inzidenz jeweils am Donnerstag bekannt, welche Form des Schulbetriebs in der folgenden Woche für die Schulen gilt.

Hintergrund – was seit dem 1. März 2021 gilt:

Unterschreitet in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt die 7-Tages-Inzidenz den Wert von 200 pro 100.000 Einwohner, wird an den Grundschulen und den Förderschulen der Präsenzunterricht unter Befreiung von der Präsenzpflicht wieder aufgenommen. Notbetreuung an den Grund- und Förderschulen oder Distanzunterricht findet nicht statt. Für die übrigen Jahrgangsstufen der allgemeinbildenden Schulen (außer Förderschulen) und für die berufsbildenden Schulen sowie für die Schulen für Gesundheitsfachberufe sowie die Pflegeschulen wird der eingeschränkte Regelbetrieb eingerichtet. Davon ausgenommen sind die Abschlussklassen; für diese wird der Präsenzunterricht fortgesetzt.

Ab dem 8. März 2021 gilt darüber hinaus: Unterschreitet in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt die 7-Tages-Inzidenz den Wert von 50 pro 100.000 Einwohner, findet an allen Schulen des jeweiligen Landkreises oder der jeweiligen kreisfreien Stadt der Unterricht wieder im Regelbetrieb statt.

Wenn in einem Landkreis oder in einer kreisfreien Stadt die 7-Tages-Inzidenz den Wert von 200 pro 100.000 Einwohner überschreitet, bleiben dann alle öffentliche Schulen und Schulen in freier Trägerschaft geschlossen. In diesem Falle sind von der Schließungsverfügung ausgenommen die Schuljahrgänge 1 bis 6 aller Schulformen und ab dem siebten Schuljahrgang an Förderschulen; für diese findet Notbetreuung statt. Alle weiteren Jahrgangsstufen der übrigen allgemeinbildenden Schulen, der berufsbildenden Schulen, der Schulen für Gesundheitsfachberufe sowie der Pflegeschulen wechseln vollständig in den Distanzunterricht. Davon abweichend wird, soweit die räumlichen und personellen Ressourcen der Schule dies zulassen, für die Abschlussklassen Präsenzunterricht zur Prüfungsvorbereitung durchgeführt.

MDR/Luise Kotulla/Anne Gehn-Zeller

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 04. März 2021 | 15:00 Uhr

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