Bau von Bio-Raffinerie Finnisches Biochemie-Unternehmen investiert 550 Millionen Euro in Leuna

Das finnische Biochemie-Unternehmen UPM will in Leuna im Saalekreis eine Bio-Raffinerie bauen. Aus Holz sollen Biochemikalien entstehen. UPM will 550 Millionen Euro investieren, 200 Jobs sollen entstehen.

Total Raffinerie Leuna bei Nacht
Am Chemie-Standort Leuna im Saalekreis will ein Unternehmen aus Finnland eine Bio-Raffinerie bauen. (Archivbild) Bildrechte: IMAGO

Große Wirtschaftsinvestition in Sachsen-Anhalt: Das finnische Biochemie-Unternehmen UPM plant, eine Bio-Raffinerie am Chemie-Standort Leuna im Saalekreis zu bauen. Das teilte UPM am Donnerstag mit. Für den Bau investiert das Unternehmen 550 Millionen Euro.

In Leuna sollen künftig aus Holz Biochemikalien entstehen, die zum Beispiel in Kosmetik und Waschmitteln verwendet werden. Der Standort im Saalekreis konnte sich gegen den Konkurrenzstandort Frankfurt (Main) durchsetzen. 200 neue Arbeitsplätze sollen in Leuna geschaffen werden. Die Anlage soll Ende 2022 stehen.

Ministerpräsident: Erfolg einer langen Verhandlung

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), sieht in der Ansiedelung von UPM einen Erfolg der Regierungskoalition. Haseloff sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Donnerstag, die ersten Gespräche über eine mögliche Ansiedelung seien bereits Ende 2018 gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium geführt worden. Dass der Weltkonzern nun mit dieser enormen Investitionssumme nach Sachsen-Anhalt komme, zeige, dass langes Verhandeln Erfolg habe.

Der Rohstoff Holz, mit dem UPM arbeite, biete die Möglichkeit, Chemie und Kohle umzustruktieren, sagte Haseloff. Die Investition sei ein wichtiges Zeichen für das Revier, das aus den Landkreisen Mansfeld-Südharz, Burgenlandkreis und Saalekreis und dem Bitterfelder Raum besteht.

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Willingmann (SPD) bezeichnete das Vorhaben zudem als einen klaren Fingerzeig für die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Durch die Investition in die Bio-Raffinerie werde Sachsen-Anhalt immer mehr zu einem Land der Zukunftstechnologien.

Quelle: MDR/mh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 30. Januar 2020 | 17:00 Uhr

1 Kommentar

wer auch immer am 31.01.2020

Holz ist ja derzeit genügend vorhanden und es kommt noch eine Menge dazu.
Das wird die Forstwirte bzw. Waldbesitzer freuen wenn ihr "Kapital" wieder Kapital bringt.

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