Nach Urteil vor Arbeitsgericht Streit um Kita-Erzieherin aus Teutschenthal könnte weitergehen

Der Streit um die Entlassung einer Kita-Erzieherin in Teutschenthal wegen Alkoholvorwürfen geht möglicherweise in eine neue Runde. Die Frau hatte vor dem Arbeitsgericht Halle erfolgreich gegen ihre Kündigung geklagt. Nun prüft die Gemeinde alle Optionen.

Luftaufnahme Ansicht Halle/Saale
Die Gemeinde Teutschenthal streitet derzeit mit einer Erzieherin um deren Kündigung. Bildrechte: IMAGO / Steffen Schellhorn

Nach der erfolgreichen Klage einer Erzieherin gegen ihre Kündigung prüft die Gemeinde Teutschenthal im Saalekreis alle Optionen. Das teilte die Gemeinde mit. Bürgermeister Tilo Eigendorf ließ in einer Stellungnahme mitteilen, man gehe weiter davon aus, dass die Gründe für eine Kündigung ausreichend seien. Zum Wohle der Kinder stünden die Gemeinde und auch er hinter der Entscheidung, die Frau nicht weiter zu beschäftigen.

Das Arbeitsgericht Halle hatte der Kündigungsschutzklage der Erzieherin wegen unzureichender Beweise stattgegeben. Die Gemeinde wirft der jungen Frau vor, wiederholt während ihrer Arbeitszeit Alkohol getrunken und damit ihre Aufsichtspflicht verletzt zu haben.

MDR (Marc Weyrich, Gero Hirschelmann)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 19. Januar 2022 | 11:30 Uhr

7 Kommentare

Denver vor 16 Wochen

Meiner Auffassung hört sich alles so an, als ob der Träger der Einrichtung in diesem Falle wohl die Gemeinde, die Erzieherin mit allen Mitteln versucht "raus zu drücken". Interessant wäre auch zu wissen, was mit den anderen Erzieherinnen, die in diesen Fall involviert waren passiert ist. Es ist gut, dass sich die Frau zur Wehr setzt!

Ralf Richter vor 16 Wochen

"Gibt es noch staatliche Kita?"
Dieser Begriff der "staatlichen Kita" steht so nirgends und ob es soetwas gibt weiß ich auch nicht.
Aber sehrwohl gibt es Kita's in kommunaler Trägerschaft so wie in diesem Fall. Das beantwortet alle Ihre weiteren "Fragen".

Nordharzer vor 16 Wochen

Mich würde mal interessieren, wie die angebliche Dienstanordnung zum Alkoholverbot aussieht. Ein Alkoholverbot in der Dienststelle unterliegt der Mitbestimmung des Personalrates und dann ist es eine Dienstvereinbarung. Auch wäre festzustellen, wie das in allen Bereichen der Kommune gehandhabt wird. Ich glaube, dass die Mitarbeiterin auch in der nächsten Instanz gute Karten hat, ob sie wieder eingestellt oder abgefunden wird, steht auf einem anderen Blatt.

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