Kita in Teutschenthal Nach Alkoholvorwürfen: Zwei Erzieherinnen ab Montag wieder im Dienst

Gegen die Leiterin einer Kita in Teutschenthal im Saalekreis sowie fünf Betreuerinnen wurden schwere Vorwürfe erhoben: Die sechs Frauen sollen betrunken zur Arbeit erschienen sein. Daraufhin wurden sie von der Gemeinde vom Dienst suspendiert. Zwei der sechs Frauen sind nun ab Montag wieder im Dienst.

eine Kindergartengruppe auf laubbedeckten Waldwegen
In Teutschenthal haben sich die schweren Vorwürfe gegen zwei Erzieherinnen einer Kita nicht bestätigt. Gegen vier ihrer Kolleginnen wird aber offenbar weiter ermittelt. Bildrechte: Colourbox.de

Wie die Gemeinde Teutschenthal MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, hat sich der Verdacht, sie seien im Dienst betrunken gewesen, bei zwei Frauen nicht bestätigt. Es handele sich um die Leiterin der Kita und ihrer Stellvertreterin. Das habe die Überprüfung durch das Jugendamt des Saalekreises ergeben. Das Jugendamt werde seine Prüfungen fortsetzen.

Vier Erzieherinnen offenbar weiter suspendiert

Zu den vier anderen Mitarbeiterinnen gab die Gemeinde Teutschenthal keine weitere Auskunft. Insgesamt sechs Kita-Mitarbeiterinnen waren in der vergangenen Woche vom Dienst suspendiert worden.

Die Suspendierung sei wegen "möglicher Pflichtverletzungen" erfolgt, wie das Jugendamt des Saalekreises MDR SACHSEN-ANHALT schriftlich mitteilte. Zuerst hatte die Bild-Zeitung darüber berichtet.

Teutschenthals Bürgermeister Tilo Eigendorf (UBV) kündigte eine "lückenlose Aufklärung" der Vorfälle an. Eine mögliche strafrechtliche Relevanz werde nach Angaben der Gemeinde einer gesonderten Überprüfung unterzogen.

Die Kita-Leiterin soll laut eines Elternbriefs mittlerweile ihr Amt abgegeben haben, aus persönlichen Gründen, wie es heißt.

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MDR/Thomas Tasler, Matthias Kessel

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 18. Juni 2021 | 18:00 Uhr

6 Kommentare

Altlehrer vor 6 Wochen

Der eigentliche Skandal besteht für mich in der Verbreitung dieser unbewiesenen Verdächtigungen durch hiesige Qualitätsmedien und eben nicht nur durch die Bild. Das ist Rufmord vom Feinsten.

lk2001 vor 6 Wochen

Oder nach Kölnisch Wasser. Wegen der Transpiration. Es ist schon traurig wie wenig es braucht in die Zeitung zu kommen. So mancher Montagearbeiter ist gelegentlich auch nicht ganz nüchtern früh. Wenn die alle Suspendiert würden wäre die Bauwirtschaft am Ende.

Gernot vor 6 Wochen

mal sehen, was am Ende von den Anschuldigungen übrig bleibt. Nur schlimm, egal wie es ausgeht, die Erzieherinnen sind ein Leben lang gebrandmarkt. Sollte es sich um eine " Ente " handeln, sollte man eine Spendenaktion ins Leben rufen, damit es den Frauen möglich ist, sämtliche juristische Register zu ziehen, um die wahren Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen.

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