Anja Werner Bürgermeisterin von Landsberg tritt zurück

Die Bürgermeisterin von Landsberg tritt zurück. Die parteilose Anja Werner sollte vom Stadtrat abgewählt werden. Zuvor hatte es Streit und Vorwürfe gegen die Bürgermeisterin gegeben. Sie soll ohne Zustimmung des Rates etwa Museumsgegenstände verkauft und Nutzungsverträge beschlossen haben.

Wegweiser zu einem Rathaus
Anja Werner wird das Rathaus in Landsberg verlassen. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO / Steinach

Die Bürgermeisterin von Landsberg, Anja Werner (parteilos), tritt zurück. Das hat die Stadt Landsberg MDR SACHSEN-ANHALT bestätigt. Am vergangenen Donnerstag hatte der Stadtrat Landsberg dafür gestimmt, ein Abwahlverfahren für Werner einzuleiten. Zuerst berichtete die Mitteldeutsche Zeitung.

Werner sagte der MZ, sie bedaure den Rücktritt, aber die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat funktioniere nicht. Ihr wird vorgeworfen, Nutzungsverträge am Stadtrat vorbei beschlossen und Inventar aus dem Museum ohne Auftrag des Rats verkauft zu haben.

Stellvertreterin führt Amtsgeschäfte

Die Amtsgeschäfte führt nun Werners Stellvertreterin Daniela Moron-Wernicke. Innerhalb von drei Monaten muss ein neuer Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin gewählt werden. Anja Werner war 2018 in einer Stichwahl mit 68,7 Prozent der Stimmen zur Bürgermeisterin von Landsberg gewählt worden. Sie war gegen den damaligen Amtsinhaber Olaf Heinrich angetreten, der kurz zuvor wegen schwerer Untreue verurteilt worden war.

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MDR (Marc Weyrich, Julia Heundorf)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 07. Juli 2022 | 07:30 Uhr

2 Kommentare

Lothar Thomas vor 5 Wochen

Das ist doch eigentlich schon ein Fall für den Staatsanwalt.
Wie kann so einfach eine Bürgermeisterin Gegenstände aus dem Museum veräußern?
Mal abgesehen von dem materiellen Schaden für das Museum welche Gegenleistung hat diese Bürgermeisterin dafür empfangen (oder gefordert)?

Na ja hier wird wieder einmal mehr bestätigt, der deutsche Staat ist ein großer Selbstbedienungsladen für Leute mit politischer Verantwortung.

Diese Dame dachte sicherlich auch, "was soll mir schon passieren?".
Schließlich hatte es ja auch geklappt bei Kohl mit dem Verkauf von LEUNA und den 80 Millionen Mark Bestechungsgeld, oder dem plötzlichen Reichtum eines ehemaligen Ministers Jens Spahn mit seinem "Schrott-Masken-Deal" und den Betrügereien um die Corona Testzentren.
Der Herr Spahn konnte sich auch plötzlich eine Millionen Villa leisten, die selbst durch ein Ministergehalt nicht gedeckt ist.

Also WEM hat sich diese Bürgermeisterin mit ihrer Tat angedient?
... oder hat nur ein Strohmann DAS gekauft?

Thommi Tulpe vor 5 Wochen

"Werner sagte der MZ, sie bedaure den Rücktritt, aber die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat funktioniere nicht."
Wenn eine Bürgermeisterin am Stadtrat vorbeiarbeitet, kann eine Zusammenarbeit auch nicht funktionieren.

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