Knapp 500 neue Jobs Neue Papierfabrik in Sandersdorf-Brehna eröffnet

Am Mittwoch wird nach nur 18 Monaten Bau die neue Papierfabrik in Sandersdorf-Brehna in Betrieb genommen. Knapp 500 neue Jobs sind entstanden. Sachsen-Anhalt hat die Fabrik mit 7,5 Millionen Euro gefördert.

Drohnenaufnahme zeigt das Gelände der Papierfabrik
3.000 Tonnen Pappenrohpapier sollen hier pro Tag für Amazon und Co. entstehen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Am Mittwoch wird die neue Papierfabrik in Sandersdorf-Brehna offiziell in Betrieb genommen. Nur 18 Monate hat es gedauert, bis die Fabrik fertig gebaut war. Das Unternehmen Progroup aus Rheinland-Pfalz hat die Anlage auf einem 45 Hektar großen Gelände hochziehen lassen. Progroup liefert Wellpappenpapier an Konzerne wie Amazon, die Unmengen an Verpackungsmaterial benötigen – ein krisensicheres Geschäft also. So sollen in Sandersdorf-Brehna 3.000 Tonnen Pappenrohpapier pro Tag hergestellt werden. Progroup betreibt bereits eine Papierfabrik in Burg im Jerichower Land.

Progroup ist nicht das einzige internationale Unternehmen, das momentan in Sachsen-Anhalt investiert. So will der finnische Konzern UPM für rund 550 Millionen Euro eine Bioraffinerie in Leuna bauen und der südkoreanische Konzern Hanwha Q Cells erweitert sein Forschungszentrum im "Solar Valley" in Thalheim mit einer Investition von 125 Millionen Euro. Nachdem die Photovoltaikbranche in Deutschland, von der Sachsen-Anhalt profitiert hat, in sich zusammengebrochen ist, gibt es so neue wirtschaftliche Hoffnung für den Standort im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.

Unterstützung vom Land Sachsen-Anhalt

Die Papierfabrik in Sandersdorf-Brehna startet zunächst mit 140 Mitarbeitenden, im direkten Umfeld sind weitere 350 neue Jobs entstanden. Das Wirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt hat 7,5 Millionen Euro investiert, um die Ansiedlung der Progroup in Sachsen-Anhalt zu unterstützen. Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) will die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie bekämpfen, indem das Land Investitionen noch stärker fördert. Er sagte: "Konkret setze ich mich dafür ein, dass das Land seine Investitionsförderung noch einmal um etwa 56 Millionen Euro für 2020/2021 aufstockt. Damit könnten wir dem Investitionsgeschehen im Lande weiteren Schub verleihen und würden im Wettbewerb um die Ansiedlung leistungsstarker Unternehmen konkurrenzfähig bleiben."

Quelle: MDR/aso

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 26. August 2020 | 09:00 Uhr

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