Wildtiere Wildkatzen breiten sich in Sachsen-Anhalt weiter aus

In Sachsen-Anhalt verbreiten sich Wildkatzen immer stärker. Die Population wächst nicht nur im Harz, sondern auch an den Landesgrenzen zu Brandenburg, Sachsen und Thüringen.

Eine Wildkatze steht auf einem bemoosten Baumstamm
Wildkatzen sind in Sachsen-Anhalt immer weiter verbreitet. Forscher vermuten, dass das an milden Wintern liegen könnte. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO

In Sachsen-Anhalt gibt es immer mehr Wildkatzen. Nach Angaben des Landesamtes für Umweltschutz wächst die Population weiter. Auch wenn eine genaue Zählung der Tiere nicht möglich sei, zeige die Anwesenheit der Katzen in bestimmten Gebieten eine anhaltende Ausbreitung.

Zudem haben sich die Tiere vom Kernareal im Harz weiter im Tiefland angesiedelt. Die Verbreitung reiche nun von der Altmark bis zur Landesgrenze zu Sachsen und Thüringen, heißt es vom Landesamt für Umweltschutz.

Gründe für die wachsende Population

Forscher vermuten, dass die Population vor allem wächst, weil die Sterblichkeit durch milde, schneearme Winter geringer ist. Ausgewachsene Wildkatzen haben zudem wenige Fressfeinde. Sollten sie im gleichen Gebiet wie Luchse, Wölfe oder Uhus leben, seien sie "höchstens sehr gelegentlich eine Beute", so die Sprecherin des Landesamtes. Viel gefährlicher sei für Wildkatzen der Straßenverkehr.

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dpa, MDR (Nicole Franz)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 12. Januar 2022 | 09:00 Uhr

5 Kommentare

Harka2 vor 18 Wochen

Sie gibt es. Da Wildkatzen den Menschen aber meiden, kommt das in der Natur nicht sehr oft vor, zumindest in unseren Breiten. In Gegenden ohne Waldbestand wie in Schattland oder Ungarn passiert das häufiger.

Nordlicht aus der Altmark vor 18 Wochen

Das ist schlicht falsch! Kein Tier ist nur nützlich oder nur schädlich. An der Spitze einer jeden Nahrungspyramide steht ein Raubtier, ob es nun eine Wildkatze, ein Wolf, ein Hai oder der Mensch ist.

Harka2 vor 18 Wochen

Wildkatzen ernähren sich primär von dem, was wir als Ungeziefer bezeichnen.

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