Der Blick zurück – das Jahr 2020 Was uns bewegt hat: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von MDR SACHSEN-ANHALT über ihr 2020

MDR SACHSEN-ANHALT schaut auf ein Jahr zurück, das es so noch nicht gegeben hat. Im vierten Teil des Jahresrückblicks schildern Redakteurinnen und Redakteure, was sie beruflich in diesem Jahr besonders bewegt hat.

Collage aus Porträts
Ein bewegendes Jahr – auch für die Redaktion von MDR SACHSEN-ANHALT. Hier schaut das Team zurück. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel

Der Jahresrückblick unserer Redakteure – mit besonderen Momenten und persönlichen Eindrücken.

Martin Paul: Was mich beeindruckt hat? Sie, liebe Nutzerinnen und Nutzer.

Was mich in diesem Jahr besonders beeindruckt hat? Sie, liebe Nutzerinnen und Nutzer. Aber der Reihe nach. Schon lang "geisterte" in unserer Redaktion die Idee herum, etwas Neues auszuprobieren – obwohl ehrlich gesagt, das Neue etwas sehr altes ist: Ein journalistisches Angebot, das Sie direkt erreicht, ohne dass Sie lange danach suchen müssen: ein Newsletter, per Mail direkt in ihr Postfach. Allein, es fehlte das Thema, um damit zu starten.

Dann kam Corona und all der Ärger, die Unsicherheiten, das Bedürfnis, besser verstehen zu wollen und vor allem zu können, was hier gerade passiert – und ich spreche in diesem Moment ausdrücklich auch von uns Redakteurinnen und Redakteuren. Unser Datenjournalist Manuel Mohr begann im Frühjahr, täglich ein Corona-Daten-Update zu schreiben, mit dem Ziel, für Sie darzustellen, welche Zahlen es überhaupt gibt, was wie gemessen wird und was die einzelnen Werte überhaupt aussagen. R-Werte, Inzidenzen, absolute und relative Zahlen – Sie wissen inzwischen, wovon ich spreche. Schließlich werden viele der politischen Entscheidungen damit begründet.

Martin Paul im Funkhaus von MDR SACHSEN-ANHALT
Martin Paul Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Schnell waren wir uns einig, dass das Daten-Update eine gute Gelegenheit ist, mit dem Projekt Newsletter zu starten, um für Sie die gesammelten Erkenntnisse zusammenzufassen. Vor allem, um Ihnen einen Überblick darüber zu geben, was gerade relevant oder wichtig ist. So haben wir gesammelt und diskutiert, Ihnen vorgestellt, was die Kolleginnen und Kollegen in anderen Redaktionen zum Thema Corona und Covid-19 machen, mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern gesprochen und bei Behörden und Politikern nachgefragt. Dass sich alle aus unserem Team mit so einem Engagement in das Projekt gestürzt haben, dafür bin ich wahnsinnig dankbar.

Aber: Noch viel mehr bin ich überrascht, froh und dankbar über Sie. Denn Sie haben in so vielen Antworten und Mails uns Anregungen gegeben, kritisch hinterfragt, Persönliches erzählt und uns Mut gemacht. Das ist überhaupt nicht selbstverständlich. Ohne zu übertreiben: In meiner Zeit als Journalist habe ich das noch nicht erlebt. Und wiederum andere Leserinnen und Leser konnten dadurch vielleicht erfahren, dass Sie mit ihren Fragen, Sorgen und Erfahrungen nicht allein sind.

Grafik: Der Corona-Daten-Update Newsletter
Bildrechte: MDR | Grafik Florian Leue/Martin Paul

In so ein dauerhaftes Gespräch mit Ihnen zu kommen, das hat mich wirklich in diesem Jahr bewegt. Neben allen guten Wünschen für Sie im neuen Jahr, bleibt mir deswegen nur im Namen unseres ganzen Teams zu sagen: Danke, dass wir Sie ein Stück weit begleiten durften.

Olga Patlan: Der ländliche Raum ist tot? Von wegen!

Es ist dieses Leuchten in den Augen. Ich sehe es immer wieder, wenn ich aufs Land rausfahre. Es ist das Leuchten der Leidenschaft, der Widmung einer Sache, an die man glaubt. Dieses Leuchten habe ich dieses Jahr sehr häufig zu sehen bekommen. Bei unseren Kleinstadthelden.

Olga Patlan im MDR-Landesfunkhaus Magdeburg
Olga Patlan Bildrechte: Olga Patlan/Gaby Conrad

Was erstmal hochtrabend klingt, ist nicht weniger als das. Denn auf unserem neuen Instagram-Kanal Kleinstadthelden stellen wir seit Ende Februar Menschen vor, die für ihre Heimatorte brennen. Menschen, die sich trotz widriger Umstände für ein besseres Leben in ihrem Ort engagieren. Menschen, die kreative Lösungen für Probleme auf dem Land suchen und finden. Und das meist in ihrer Freizeit, ehrenamtlich oder neben dem Hauptjob.

Helden gibt es sicherlich nicht nur auf dem Land. Klar, das ist uns als Redaktion auch bewusst. Aber Kleinstadthelden ist ein Versuch, den Fokus aus den Städten aufs Land zu bringen. Viel zu oft wird im Kontext des ländlichen Raumes nur vom Leerstand,  demografischem Wandel oder Rechtsextremismus berichtet. Von wegen! Die Dörfer und Kleinstädte haben so viel mehr zu bieten.

Zum Beispiel Orte wie den Bahnhof17 in Güsen, wo Menschen abseits der Großstädte bei der Realisierung ihrer Träume geholfen wird. Oder die Gemeinde Osterburg, die für die Rettung der Kitas im Umland extra einen Kitabus ins Leben ruft. Oder ein Dorf wie Langenweddingen, das das Herz des Dörfchens selbst am Leben erhält, in dem es sich komplett selbst um das eigene Freibad kümmert. Oder Deersheim, ein Örtchen, das einfach selbst seinen Dorfladen durch Genossenschaft finanziert. Die Liste ist lang und die Projekte sind so unterschiedlich wie die Orte. Aber einst verbindet sie: Der Wille das Leben vor Ort zu gestalten, für die Gemeinschaft.

Roland Jäger: Der Prozess gegen den Attentäter von Halle

Was für mich von 2020 bleibt, sind die vielen Eindrücke aus dem Prozess gegen den Halle-Attentäter. Fast das gesamte Jahr haben meine Kollegin Marie-Kristin Landes und ich der Berichterstattung über dieses Ausnahme-Verfahren gewidmet. Wir haben sehr intensive Gespräche mit den Überlebenden dieses Terroranschlages geführt, die mir natürlich näher gegangen sind, als es so manch anderes Interview tut. Wir haben mit Jugendfreunden des Attentäters in Benndorf gesprochen; mit zahlreichen Expertinnen und Experten; jeden einzelnen Verhandlungstag seit Prozessbeginn verfolgt: Vom Geständnis des Attentäters, über die Aussagen der Betroffenen hin, bis zu den eklatanten Ermittlungslücken, die das BKA offenbart hat (Wenn Sie all das interessiert – hier finden Sie unseren Podcast "Das Leben danach", der all das genau schildert und analysiert).

Für mich persönlich ist von all dem die Erkenntnis geblieben, dass Antisemitismus und Rassismus so weit im Alltag verbreitet sind, dass es leider nur eine Frage der Zeit ist, bis das Attentat von Halle an einem anderen Ort so oder so ähnlich wiederholt werden wird. Für meine pessimistische Sicht spricht nicht nur, dass die oberste Sicherheitsbehörde der Nation in diesem Prozess ein inkompetentes Bild zu ihren Ermittlungen im Internet offenbart hat – sondern auch, dass antisemitische Verschwörungserzählungen, wie sie auch den Halle-Attentäter angetrieben und radikalisiert haben, 2020 weiter in die Gesellschaft hinein verbreitet worden sind – durch eine ganz andere Entwicklung: Die Corona-Krise hat Verschwörungserzählungen, die auch mit judenfeindlichen Versatzstücken gespickt sind, einen verheerenden Auftrieb geleistet. Im Jahr 2020 ist Antisemitismus in der Gesellschaft eher weiter verbreitet, als zurückgedrängt worden.

MDR-Redakteur Roland Jäger
MDR-Redakteur Roland Jäger Bildrechte: Philipp Bauer

Julia Heundorf: So viel kaltes Wasser auf einmal

2020 war mein erstes Jahr bei MDR SACHSEN-ANHALT und ich bin dieses Jahr häufig ins kalte Wasser gesprungen. Es gibt viele verschiedene Aufgaben und ich habe viele davon mal zum ersten Mal übernommen: Das erste Mal einen Artikel selbst online stellen, das erste Mal Wochenenddienst, ohne das gesamte Team an der Seite, um gegebenenfalls zu unterstützen. Das erste Mal im Radio sprechen. Oder die größeren Momente, zum Beispiel mein erster Corona-Daten-Newsletter-Dienst.

Julia Heundorf
Julia Heundorf Bildrechte: MDR/Kevin Poweska

Das "kalte Wasser" ist in diesen Momenten vor allem deshalb so kalt, weil wir unmittelbar Feedback von einem großen Publikum bekommen können. Poste ich bei Instagram ein Nachrichtenbild, wird es in den Feed von derzeit 47,3 Tausend Nutzerinnen und Nutzern gespielt, von denen einige sofort spiegeln, falls ich einen Fehler mache. Schicke ich einen Newsletter ab, bekommen tausende Menschen eine Mail-Benachrichtigung direkt aufs Handy. Und das Erste, was sie sehen, wenn sie die Mail öffnen, sind mein Name und mein Gesicht.

Das ist eine große Verantwortung, die mir viel mehr Angst machen würde, wenn ich nicht so tolle Kolleginnen und Kollegen und Vorgesetzte hätte. Ich freue mich auf mehr.

Manuel Mohr: Wegen Corona eintönig? Im Gegenteil!

Mein Schwerpunkt bei MDR SACHSEN-ANHALT ist die datengetriebene Recherche, also die Analyse von Datensätzen aus Studien und Statistiken. Von meinen ursprünglich geplanten Themen konnte ich 2020 nur einen Bruchteil realisieren, da ich seit März überwiegend mit den vielfältigen Daten zur Corona-Pandemie beschäftigt bin. Auf den ersten Blick mag das vielleicht etwas eintönig erscheinen, doch genau das Gegenteil ist der Fall.

Denn während sich innerhalb weniger Tage das berufliche wie auch das private Leben komplett auf den Kopf gestellt hatten, galt es, gleichzeitig dem enormen Informationsbedürfnis unserer Leserschaft gerecht zu werden. Die folgenden Tage und Wochen im Homeoffice bestanden dementsprechend fast ausschließlich aus Fallzahlmeldungen, Verdopplungszeiträumen und Reproduktionszahlen sowie deren Erklärung und Einordnung. Im weiteren Verlauf kamen immer neue Fallzahlen hinzu, gleichzeitig gab es immer wieder Probleme mit den bereitgestellten Daten der verschiedenen öffentlichen Behörden und Institutionen.

Manuel Mohr
Bei MDR SACHSEN-ANHALT für alles rund um Daten zuständig: Manuel Mohr Bildrechte: MDR/Manuel Mohr

Auch, wenn diese Zeit enorm anstrengend und kräftezehrend war – und immer noch ist – so war sie auch enorm lehrreich. Besonders fasziniert hat mich der Austausch mit Nutzerinnen und Nutzern, die durch unser Angebot die für sie relevanten Informationen finden konnten und dies auch wertschätzten. Ebenso lehrreich waren die vielen konstruktiven Vorschläge, die unsere Arbeit fortwährend noch besser gemacht haben. Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass gerade in Ausnahmesituationen, wie wir sie seit März in Sachsen-Anhalt erleben, die Menschen verstärkt nach verlässlichen Informationen suchen. Ihnen auf ihre Fragen zuverlässige Antworten geben zu können, hat mich 2020 am meisten bewegt.

Leonard Schubert: Dankbar für die Arbeit zweier Kollegen

Die beiden MDR-Reporter Roland Jäger und Marie Landes stehen auf einer Dachterasse und lächeln freundlich in die Kamera.
Marie-Kristin Landes und Roland Jäger berichten für MDR SACHSEN-ANHALT über den Gerichtsprozess gegen den Halle-Attentäter. Bildrechte: Philipp Bauer

Ein Thema, das mich in diesem Jahr besonders beschäftigt hat, waren das Attentat von Halle am 9. Oktober 2019 und seine Nachwirkungen. Besonders einprägsam fand und finde ich in diesem Zusammenhang die MDR-Podcastserie "Das Leben danach" von Roland Jäger und Marie-Kristin Landes, die das Attentat und dessen Folgen aus den unterschiedlichsten Perspektiven untersucht und einordnet. Zu oft verschwinden Ereignisse wie das Attentat sehr schnell aus dem Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit oder münden nur in Ratlosigkeit, während notwendige Reaktionen und Veränderungen ausbleiben.

Mit überlegten Einordnungen, tiefen Recherchen und kritischen Fragen führt "Das Leben danach" alle Hörerinnen und Hörer an die Themen der einzelnen Folgen heran. Sehr direkt und dennoch einfühlsam gibt die Serie Betroffenen und Beteiligten eine Stimme und deckt zu Grunde liegende Strukturen und Fehler auf, ohne dem Täter eine Bühne zu geben. Dadurch werden, begleitet von Reflexionen der Kollegin und des Kollegen, die unfassbare Realität dieses Attentates ein Stückchen greifbarer und die Zusammenhänge klarer.

Der Podcast verhindert ein Vergessen und ein Wegschauen. Jede neue Folge lässt mich persönlich mit vielen neuen Gedanken und Emotionen zurück, und zeigt indirekt und ohne erhobenen Zeigefinger (gesellschaftliche) Zusammenhänge und damit auch eine eigene Verantwortung auf. Ich habe die Hoffnung, dass das dabei hilft, wenigstens aus dem Anschlag zu lernen, Menschen zu unterstützen und gemeinsam und wahrhaftig für eine friedliche und starke Zivilgesellschaft zusammenzustehen. Für diese Arbeit und diesen wichtigen Ansatz bin ich dankbar.

Porträtbild von MDR SACHSEN-ANHALT-Autor Leonard Schubert
MDR SACHSEN-ANHALT-Autor Leonard Schubert Bildrechte: MDR/Leonard Schubert

Sarah Peinelt: Das Team seit Februar nicht mehr "richtig" gesehen

Sarah Peinelt
Sarah Peinelt Bildrechte: MDR/Manuel Mohr

Wie überall hat die Coronavirus-Pandemie die Arbeit in unserer Redaktion in diesem Jahr geprägt. Die meisten meiner Kollegen und Kolleginnen habe ich seit Februar nicht "richtig" gesehen. Wir sagen uns in Video-Konferenzen Hallo und besprechen die Themen des Tages. Der spontane Plausch zwischendurch, die kurze Kaffeepause gibt es nicht. Und das fehlt. Denn wie wir alle bemerkt haben, ersetzen virtuelle Treffen oder Telefonate ein persönliches Zusammenkommen nicht.

Dennoch will ich hervorheben, welch großen Fortschritt die Online-Redaktion in diesem Jahr im Bereich des digitalen Arbeitens gemacht hat. Wir haben Workflows entwickelt, die ermöglichen, dass wir von überall aus arbeiten können. Auf diese modernen, flexiblen Strukturen bin ich stolz.

Fabian Frenzel: Einordnung statt hektischer Ticker-Meldungen

Als im März Corona über uns kam, waren auch wir in der Redaktion in einer nie dagewesenen Situation. Was machen wir? Wie berichten? Mit welchen Formaten? Wir haben uns damals für einen Newsblog entschieden. Das war damals richtig, wie ich fand. Es waren einfach zu viele Informationen, die gebündelt werden mussten. Dafür war der Newsblog eine gute Form.

Noch besser fand ich allerdings, dass wir während des zweiten Lockdowns bei MDR SACHSEN-ANHALT keinen Corona-Ticker gemacht haben. Wir haben in der Redaktion lange darüber diskutiert, gesehen, was andere Redaktionen machen – und uns dann gegen einen Ticker entschieden. Ich finde das deshalb gut, weil ein Ticker immer Live-Charakter suggeriert. Den können wir nicht wirklich einhalten. Und er suggeriert für mich in der Regel Gefahr. Nun ist das Coronavirus tatsächlich gefährlich, aber anders als im Frühjahr, ist die Situation nicht neu. Auch wir als Redaktion kennen das Virus nun besser. Deswegen haben wir statt Ticker auf einzelne Artikel mit Hintergründen zur akuten Situation gesetzt. Ein Ticker beinhaltet für mich immer "alles und nichts", ein Artikel sagt mir dagegen in Überschrift und Teaser bereits, was mich erwartet.

Fabian Frenzel
Fabian Frenzel Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Maria Hendrischke: Herausfinden, wie wir besser werden können

Im März, ungefähr zeitgleich mit dem Start der Corona-Pandemie in Deutschland, habe ich meine Promotion an der Uni Leipzig begonnen. Fachgebiet: Journalistik. Thema: Qualitätsmanagement in Online-Redaktionen. Bei MDR SACHSEN-ANHALT arbeite ich daneben in Teilzeit weiter. Das war für mich von Anfang an klar, denn ich mag unser Team und meinen Job. Sehr sogar. Darin liegt auch meine Motivation für die Doktorarbeit: Ich möchte herausfinden, wie wir noch besser werden können.

Und, habe ich nach grob einem Jahr dazu schon bahnbrechende Erkenntnisse gewinnen können? Nun ja. Journalismus und Journalistik mögen ähnlich klingen – und natürlich gibt es Überschneidungen. Die Arbeit in beiden Bereichen beginnt zum Beispiel meist mit einer Frage, die es zu klären gilt. Im Journalismus nutze ich Ausgangsfragen und Methoden, durch die ich oft innerhalb eines Tages zu einer Antwort komme, die möglichst eindeutig ist. In der Journalistik nutze ich Ausgangsfragen und Methoden, durch die ich erst nach Jahren auf Antworten komme, bei denen ich möglichst deutlich mache, unter welchen Einschränkungen sie gelten und welche neuen Fragen sie aufwerfen. Ich schätze es sehr, mich in der Wissenschaft so lange mit einer Frage beschäftigen zu dürfen. Aber ich merke auch, dass es mir im journalistischen Vorgehen viel leichter fällt, Wesentliches herauszufiltern und mich darauf zu konzentrieren.

Ganz allgemein habe ich in diesem Jahr gelernt, wie wichtig es mir ist, mich neben meiner Arbeit als Redakteurin weiterzubilden. Neues zu lernen. Meinen Job mal mit etwas mehr Abstand zu sehen – aus einer Perspektive, für die im Tagesaktuellen oft keine Zeit ist. Ich freue mich, dass ich das auch 2021 weiterführen kann.

André Plaul: Wir sitzen doch alle im selben Zug

Das Virus infiziert nahezu alle Themen: Einer meiner Schwerpunkte bei MDR SACHSEN-ANHALT ist der Bahnverkehr – dort habe ich längst vergangene, aktuelle und zukünftige Pläne im Blick. Denn die Bahn hat nicht nur die Geschichte unseres Landes geprägt. Die Mobilität der Zukunft wird auch auf der Schiene stattfinden. Mein Blick richtet sich daher meist auf Bauprojekte, bessere und neue Verbindungen. Somit war 2020 für den Bahnverkehr eigentlich ein Jahr der Hoffnung, denn der 3. Gutachterentwurf zum Deutschlandtakt 2030 stand an. Und der sagt für Sachsen-Anhalt klar: Hier ist noch Luft nach oben und es soll investiert werden. Doch es kam alles anders.

Eisenbahn im Allgemeinen ist etwas sehr Soziales. Ein Teil des Verkehrs wird mit Steuergeldern finanziert, Menschen werden miteinander verbunden oder reisen gemeinsam und Pendler ohne eigenen Pkw kommen trotzdem von A nach B – noch dazu umweltfreundlich. An all diesen Punkten setzte Corona an: Kontakte vermeiden, Reisen vermeiden – das hat den öffentlichen Verkehrsmitteln einen nie dagewesenen Kundenschwund sowie massive Defizite beschert. In den Berichten wurde aus einer Chancen-Bahn eine ganze Krisen-Branche. Doch damit nicht genug.

Die Bahn hat aus meiner Sicht 2020 auch eine neue emotionale Ebene bekommen. Wurde sie bislang bei einigen Reisenden vor allem mit Verspätungs- und Ausfallärger verbunden, kamen neue Sorgen hinzu. Wie sicher ist das Reisen mit der Bahn? Die wirbt mit Hygiene und Luftaustausch. Und doch sitzen Menschen mitunter auf engem Raum zusammen. Gegen volle Pendler-S-Bahnen wird – wenig hilfreich – empfohlen, den nächsten Zug zu nehmen.

MDR SACHSEN-ANHALT Autor Reporter Radio Online André Plaul
Der Experte für alles rund ums Thema Eisenbahn: André Plaul Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Bahn fahren wird ein politisches Thema. Eine Maskenpflicht im ÖPNV wird erst nur empfohlen, dann länderweise und schließlich flächendeckend eingeführt. Kontrollen finden kaum oder nicht konsequent statt – wieso, auch darum geht es auf einmal in der Berichterstattung. Bahn fahren wird ein Corona-Kosmos im Kleinen, wo Regeln auf Sorgen treffen, Umsicht auf Skepsis, Befürworter auf Abweichler. Und während zum Jahresende normalerweise Fahrplanwechsel und Preisveränderungen die Berichte bestimmen, versucht eine Branche zu retten, was zu retten ist: den wichtigen Weihnachtsreiseverkehr.

Luca Deutschländer: Besondere Gespräche mit besonderen Menschen

Luca Deutschländer
Luca Deutschländer Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Als Journalist trifft man viele Menschen, führt viele Gespräche zu unterschiedlichen Themen. Soweit, so normal. Doch was war dieses Jahr schon normal? Nichts. Nicht unser Arbeitsalltag (danke an unsere IT-Abteilung, dass das mit dem Homeoffice so reibungslos funktioniert hat!), nicht die Art und Weise, wie wir über Themen diskutieren – und genauso wenig die vielen Interviews an sich. Denn viele dieser Gespräche drehten sich um nur ein Thema: Corona. Für diese Gespräche bin ich dankbar.

Als im Frühjahr die Kitas und Schulen geschlossen waren, haben zwei alleinerziehende Mütter mir erzählt, wie sie die zusätzliche Belastung trotz Vollzeitjob meistern. Ich war beeindruckt. Und ich hatte riesigen Respekt, nachdem zwei Kassiererinnen mir von ihrer unschönen neuen Welt in Zeiten einer Pandemie berichtet haben – mit Hamsterkäufen, Beleidigungen und dummen Sprüchen. Ich habe mitgelitten, nachdem freischaffende Künstlerinnen und Künstler mir von ihren Existenzängsten berichtet haben.

Das Jahr 2020 hat vieler solcher besonderen Geschichten gebracht. Und ganz ehrlich: Jeder Journalist geht in Krisensituationen wie dieser besonders in seinem Job auf, schiebt den Blick auf die vielen Überstunden beiseite – da wird mir keine Kollegin und kein Kollege widersprechen. An dieser Stelle möchte ich aber vor allem danke sagen: Für die Offenheit von Menschen, die auch in schwierigen Zeiten wie diesen ehrlich mit uns sprechen – und besondere Geschichten erst möglich machen. Ihnen drücke ich ganz besonders die Daumen, dass das Jahr 2021 besser wird! Bleiben Sie gesund.

Max Schörm: Kreativ ja – aber wie?

Wie machen wir das? Das ist eine der ersten Fragen, die wir uns bei jedem Thema stellen. Oder es zumindest sollten. Denn Kreativität ist im digitalen Journalismus wichtig. Was ist der neue Aspekt eines eigentlich schon durchgekauten Themas? Video, Instagram-Story oder Artikel – was ist die richtige Darstellungsform? Und wie gestalte ich Artikel, Video und Co. so, dass sie neugierig machen, gut zu verstehen sind und am besten noch ästhetisch ansprechend?

Um diese Fragen machen wir uns täglich viele Gedanken. Und tauschen uns untereinander aus. Dieser Austausch ist mir persönlich sehr wichtig, aber genau dieser Austausch wurde durch Lockdown und Homeoffice erschwert. Denn eine Videoschalte ersetzt kein ungezwungenes Brainstormen auf dem Gang. In Konferenzen an Bildschirmen kommt man nicht auf die Ideen, die sonst in einer Spinnerei beim Mittagessen entstehen. Es war und ist eine Herausforderung, trotz Homeoffice ein Arbeitsumfeld zu schaffen, in denen wir uns kreativ austauschen können. Und da haben wir uns über die Monate immer weiter verbessert, haben Möglichkeiten und Regeln gefunden, zusammen kreativ zu sein. Damit die Zuschauer, Leser und Hörer das Bestmögliche auf ihre Bildschirme bekommen.

Max Schörm
Der Mann für Kreativität und alles Grafische: Max Schörm Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Und trotz aller gemeinsamer Kreativ-Pausen und stundenlanger Video-Konferenzen freue ich mich sehr, wenn Spinnereien unter Kollegen beim Mittagessen wieder möglich sind.

Jan Schmieg: Bilder vom Geschehen sollen Sie noch schneller erreichen

In diesem Jahr habe ich mich beruflich ausgiebig mit dem Thema Livestreams beschäftigt. Inzwischen ist es auf vielen Plattformen möglich, schnell und in direktem Austausch mit Ihnen Videomaterial zu zeigen: als Facebook Live, bei Instagram Live, oder auf unserer Internetseite.

Jan Schmieg, ehemaliger MDR-Volontär
Jan Schmieg, Fernseh- und Online-Redakteur bei MDR SACHSEN-ANHALT Bildrechte: privat

Von diesen Möglichkeiten wollen wir 2021 noch viel stärker Gebrauch machen und deshalb haben wir in diesem Jahr schon einiges im Bereich Livestream ausprobiert. Vor allem das Engagement unserer Volontärinnen und Volontäre hat uns dabei weit vorangebracht. Acht Wochen lang stand uns der journalistische Nachwuchs des MDR zur Seite und hat mit uns zusammen das Format "Technopony" entwickelt. Ein wichtiges Element waren dabei Livestreams auf Instagram, die inhaltlich – zugegeben – etwas aus unserem normalen Angebot rausstachen.

Tanzwettbewerbe und Spieleabende wie beim Technopony dürfen Sie also in Zukunft nicht von uns erwarten. Stattdessen wollen wir Sie im nächsten Jahr schneller mit Videos von vor Ort erreichen und in den Kommentarspalten von Ihnen erfahren, welche Informationen zum Nachrichtengeschehen für Sie wichtig sind. Hin und wieder darf es aber auch mal etwas unterhaltsamer werden wie bei unserem Quiz zum Jahresende:

Oliver Leiste: Ein Podcast mit "meinen" Kids

Als eine Schülergruppe vom Skikurs in Südtirol wiederkam, ging für das Christian-Wolff-Gymnasium in Halle die Corona-Pandemie los. Es war eine der ersten Schulen in Sachsen-Anhalt, die von den Auswirkungen betroffen waren. Es folgten Schulschließung, Wechselunterricht und nun die ständige Angst vor der Quarantäne.

Zeichnung des Christian-Wolff-Gymnasiums in Halle auf einer Schultafel.
"Corona ist Neu(stadt) - eine hallesche Schulklasse zwischen Ausbruch und Abiprüfungen" – zu finden bei MDR, apple, spotify, und fast überall wo es Podcasts gibt. Bildrechte: MDR/ Schörm

Ich habe die Schule seit Beginn der Pandemie eng begleitet – zunächst in mehreren Artikeln und seit Schuljahresbeginn im Podcast "Corona ist Neu(stadt)". Dabei habe ich Schülerinnen, Lehrerinnen und einen Schulleiter kennengelernt, die sich nicht entmutigen lassen. Nicht von ständig wechselnden Bedingungen im Schulhaus, nicht von leeren Versprechungen aus der Politik und auch nicht von der noch immer fehlenden technischen Infrastruktur. Denn all das ist auch ein dreiviertel Jahr nach Ausbruch der Pandemie noch immer Alltag.

Im Schulhaus halten sie zusammen und finden immer wieder kreative Lösungen, um der Pandemie möglichst im Sinne der Schülerinnen und Schüler zu begegnen. Das hat mir imponiert und ich freue mich, das "meine" Kids hoffentlich bis zum Abitur und das Christian-Wolff-Gymnasium auch 2021 begleiten zu dürfen.

Oliver Leiste
Oliver Leiste Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Anne Gehn-Zeller: Den Spagat jeden Tag aufs Neue meistern

2020 ist sicher für alle ein Jahr im Ausnahmezustand. Seit Mitte März hat die Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen auch Sachsen-Anhalt im Griff. Für mich und meine Familie bedeutete das einen Spagat zu meistern mit Homeoffice und geschlossener Kita – zumindest am Anfang.

Für unsere Online-Redaktion war und ist diese Corona-Zeit eine Herausforderung: Einerseits wollen wir unsere Nutzer über alle wichtigen Entwicklungen informieren, andererseits muss die Kommunikation jetzt hauptsächlich digital funktionieren, und wir alle müssen umdenken.

Anne Gehn-Zeller
Anne Gehn-Zeller Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Ich bin wirklich positiv überrascht, wie gut das alles klappt – bis heute! Trotz Mehrarbeit an vielen Tagen, Lücken im Dienstplan, Kollegen-Quarantäne oder Corona-Blues – die Hilfsbereitschaft untereinander und das Verständnis sind groß.

Unter erschwerten Arbeitsbedingungen starten wir im April einen täglichen Corona-Newsletter, versorgen ganz Mitteldeutschland mit einem wöchentlichen Daten-Update und begleiten trotz des Pensums ausführlich den Prozess zum Anschlag von Halle.

Bei dieser Themenvielfalt fällt es uns und unseren Nutzern sicher nicht immer leicht, den Überblick zu behalten. Aber auch hier sind wir dran. Unsere Chronologie zu den Corona-Ereignissen in Sachsen-Anhalt seit März und unsere ständig aktualisierte Übersicht über die Entwicklungen sind wichtige und gefragte Online-Angebote in der heutigen Zeit.

Lukas Kammer: Im Schnelldurchlauf viel dazugelernt

Ich bin erst spät in diesem Jahr zum MDR gestoßen – und habe im Schnelldurchlauf unfassbar viel dazugelernt. Distribution, Cross-Promotion: Was steckt hinter diesen nur sperrig zu übersetzenden Begriffen? Durch mein immer wieder anders beschränktes öffentliches Leben unter Corona hatte ich viel Zeit, darüber zu grübeln. In der ARD-Themenwoche #wieleben habe ich es dann getestet und gelernt, im geregelten Redaktionsablauf kreativ und flexibel zu bleiben.

Porträtbild von MDR SACHSEN-ANHALT-Mitarbeiter Lukas Kammer
MDR SACHSEN-ANHALT-Mitarbeiter Lukas Kammer Bildrechte: MDR/Lukas Kammer

Vor Beginn meiner Tätigkeit hatte ich die Vorstellung, dass man die Inhalte des MDR mit Charme und Chuzpe einfach in alle Winde verstreuen würde. Die andere Seite der Distribution ist aber viel wichtiger und spannender für mich geworden: die Zusammenarbeit mit externen Partnerinnen und Partnern in den sozialen Medien.

In der Redaktion von MDR SACHSEN-ANHALT fühle ich mich zu Hause und freue mich, wenn ich etwas beitragen kann, das langfristig ihren Alltag erleichtert und ihr die verdiente Reichweite verschafft. Aber gerade der Austausch mit den "Externen" hat mir Lust darauf gemacht, mit neuen Partnerschaften noch kreativere und überraschendere Inhalte möglich zu machen.

Marcel Roth: 2020 – nervig, aber beruflich spannend

Endlich geht 2020 zu Ende. Das Jahr war nervig, aber beruflich war es für mich ein ziemlich spannendes. Seit Mai bin ich im Team, das jeden Abend den Corona-Daten-Newsletter des MDR per E-Mail verschickt. Ein spannender Job, weil wir nicht nur E-Mails verschicken, sondern auch welche bekommen. So ist eine Newsletter-Community entstanden und bei uns der Eindruck, wie toll das Medium E-Mail ist.

Ein großer Mann mit Locken und Brille steht vor einer Betonwand.
Marcel Roth Bildrechte: MDR/Viktoria Schackow

Noch toller ist nur das Medium Podcast. Dafür haben wir in diesem Jahr zwölf Folgen für "Digital leben" produziert, unter anderem eine mit Bildungsminister Tullner und vielen Fragen von Sachsen-Anhaltern. Der besondere Clou: Das war unser erster Podcast, der nicht nur zu hören ist, sondern auch live auf unserem Facebook-Kanal zu sehen war. Und jetzt bitte: 2021.

Daniel George: Wenn jedes Tor seinen Wert verliert

Über Sport berichten? Mitten in der Pandemie? Während Menschen um ihre finanzielle Existenz kämpfen? Andere gar um ihr Leben? Damit hatte ich in diesem Jahr ein großes Problem.

Jedes Tor, jeder Korb verlor für mich seinen Wert. Allen voran König Fußball stellte sich aus meiner Sicht zumindest teilweise über die Gesellschaft. Selbst wenn alles andere stillsteht, muss der Fußball-Zirkus weitergehen um jeden Preis. Wahnsinn. Nicht falsch verstehen: Ich bin froh über jeden Verein aus jeder Sportart, jeden Einzelsportler und jede Einzelsportlerin, denen es gelingt, sich durch diese so schwierige Zeit zu retten, jede Liga, die ihre Spielzeit durchführen kann.

Ein komisches Gefühl blieb bei mir trotzdem in dieser neuen Normalität.

Wir haben versucht, die sportpolitischen Entwicklungen einzuordnen. Wie gut uns das gelungen ist, können letztendlich nur Sie beurteilen.

Daniel George
Daniel George Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Sehr gefreut hat mich jedenfalls die Fertigstellung unserer diesjährigen Sport-Doku: "Rassismus, Sexismus, Homophobie: Warum schweigen Profisportler?" Die Dreharbeiten begannen noch vor der Corona-Zeit. Doch das Thema wurde durch die Pandemie aktueller denn je.

Es ging darum, warum sich Athleten und Athletinnen selten zu gesellschaftlichen Missständen oder Problemen äußern, wer sie daran hindert, warum es manche doch tun. Ich bin stolz, dass wir – mein Kollege Max Schörm und ich – den Film unter den erschwerten Bedingungen produzieren konnten – und besonders auf Ihr Feedback, das uns erreichte.

Lob, aber auch kritische Stimmen, alles war dabei – und alles wird uns weiterbringen. Die nächste Sport-Doku wird bereits gedreht – aber dazu an gleicher Stelle 2021 dann mehr.      

Frank Rugullis: Ein Jahr im Ausnahmezustand

Zu diesem Corona-Jahr sind schon viele kluge Sachen geschrieben und gesagt worden. Als Redaktionsleiter bin ich zunächst erst einmal froh, dass alle Team-Mitglieder gesund durch die vergangenen Monate gekommen sind. Ganz zu Beginn der Pandemie ist die komplette Redaktion ins Homeoffice gewechselt. Freitag 13. März haben wir den Umzug ins Homeoffice beschlossen, ab Montag darauf war kein Mitarbeiter des Teams noch im Funkhaus.

Viele Abläufe der Arbeit haben wir angepasst, vor allem die Kommunikation untereinander haben wir neu geregelt und neu gelernt. Statt an einem Nachrichtentisch im Newsroom im Landesfunkhaus, sitzen wir nun in einem virtuellen Raum beieinander, reden und chatten. Wir haben uns über das Wochenende komplett digitalisiert. Wir haben neue Tools eingeführt und haben für Kolleginnen und Kollegen anderer Bereiche digitale Abläufe in der Arbeit getestet. 

Frank Rugullis
Redaktionsleiter Frank Rugullis Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Gleichzeitig haben wir für die Nutzerinnen und Nutzer von mdr.de ein Angebot erstellt, auf das man stolz sein kann. Wir haben in der Krise Orientierung geboten, nützliche Informationen für das Leben geliefert und versucht, den Überblick in einem nicht selten widersprüchlichen Nachrichtengeschäft zu behalten. Wir haben tausende Kommentare und Mails von Nutzerinnen und Nutzern zur Pandemie beantwortet.      

Wir haben gespürt, dass wir neue Formate benötigen, um das Informationsbedürfnis der Nutzerinnen und Nutzer zu stillen. Wir haben einen täglichen Newsletter gestartet und sind dort mit vielen Nutzerinnen und Nutzern in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen ins Gespräch gekommen. Wir haben auf erklärende Inhalte gesetzt und noch mehr datenjournalistischen Content erstellt. Und das Wichtigste zum Schluss: Wir haben in diesem Krisenjahr eine nie da gewesene Akzeptanz bei den Nutzerinnen und Nutzern erlebt. Dafür bin ich wirklich dankbar!

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Bildrechte: MDR/dpa/Reiner Haseloff/Staatskanzlei Sachsen-Anhalt/Michael Rosebrock/Grit Lichtblau/Ann-Kathrin Canjé/Conny Müller | Collage: Fabian Frenzel
Grafik aus der Zahl 2020 und fünf Bildern mit Audio
Bildrechte: MDR/dpa/TNN/Luca Deutschländer/Alisa Sonntag/Julia Heundorf | Collage: Fabian Frenzel

Quelle: MDR/ld

1 Kommentar

Ritter Runkel vor 19 Wochen

Wenn traditionelle Medien nicht mal in der Lage sind, ihre ureigenen Aufgaben wie Recherche und Überprüfen von Aussagen zu erledigen, teilweise sogar Zeitungsenten publizieren, warum soll der Leser ihnen dann Vertrauen schenken?
Genau dieser Vertrauensverlust ist mit ein Grund, warum Leute selbst den wildesten, unsinnigsten Quark auf Social Media Plattformen glauben, solange er dann auch schön mit dem eigenen Weltbild vereinbar ist.

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