Der Blick zurück – das Jahr 2020 Das sind die 100 Bilder des Jahres 2020

Luca Deutschländer
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

MDR SACHSEN-ANHALT schaut auf ein außergewöhnliches Jahr zurück. Im dritten Teil des Jahresrückblicks zeigt die Redaktion 100 Bilder, die für dieses Jahr 2020 in Sachsen-Anhalt stehen. Es geht um magische Lichter, tierische Begegnungen, erschütternde Schicksale und, natürlich, um Corona.

Grafik aus fünf Bildern
Ein Jahr voller Unwägbarkeiten: Die Corona-Krise hat das Jahr 2020 geprägt wie kaum ein anderes Thema in den Jahren zuvor. Bildrechte: MDR/dpa/Reiner Haseloff/Staatskanzlei Sachsen-Anhalt/Michael Rosebrock/Grit Lichtblau/Ann-Kathrin Canjé/Conny Müller | Collage: Fabian Frenzel

Wenn ein Jahr zu Ende geht, fällt es manchmal schwer, sich an all das zu erinnern, was seit Januar passiert ist. MDR SACHSEN-ANHALT hilft ein bisschen nach und frischt an dieser Stelle Erinnerungen an schöne, betrübende und dramatische Szenen aus dem Jahr 2020 auf. Und weil ein Bild bekanntlich mehr sagt als 1.000 Worte, zeigen wir Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, hier 100 Bilder des Jahres aus Sachsen-Anhalt. Von Arendsee bis Zeitz, von Wernigerode bis Wittenberg.

Viel Spaß beim Anschauen!

Der Blick zurück – das Jahr 2020 Das sind die 100 Bilder des Jahres 2020

 Straßen am Hasselbachplatz in Magdeburg
1. Januar 2020 – Der Rest vom Fest
Es ist wie in jedem Jahr: Die Straßen am Neujahrsmorgen – voll gepackt mit Böller-Resten, abgebrannten Raketen und so mancher geleerter Flasche. So haben die, die all das beiseite räumen, nicht nur in Magdeburg gut zu tun. Für uns an dieser Stelle Grund genug, DANKE zu sagen.
Bildrechte: MDR/Susanne Ahrens
 Straßen am Hasselbachplatz in Magdeburg
1. Januar 2020 – Der Rest vom Fest
Es ist wie in jedem Jahr: Die Straßen am Neujahrsmorgen – voll gepackt mit Böller-Resten, abgebrannten Raketen und so mancher geleerter Flasche. So haben die, die all das beiseite räumen, nicht nur in Magdeburg gut zu tun. Für uns an dieser Stelle Grund genug, DANKE zu sagen.
Bildrechte: MDR/Susanne Ahrens
Rotwild blickt in eine Fotofalle.
2. Januar 2020 – Erwischt!
Das Jahr 2020 beginnt tierisch. Danke dafür an den Nationalpark Harz. Der hat in seinen Wäldern nämlich rund 60 Fotofallen aufgebaut – die in schöner Regelmäßigkeit tolle Schnappschüsse wie diesen hier abliefern. Dass diese Fotos dann auch noch veröffentlicht werden, gibt uns die Möglichkeit, sie Ihnen hier zu zeigen. Herrlich, oder?
Bildrechte: Nationalpark Harz
Magische Lichterwelten 2020 in Halle
23. Januar 2020 – Licht und Magie
Wir wissen nicht, wie es Ihnen geht: Aber in diesem verrückten Corona-Jahr vergisst man beinahe, dass es auch richtig schöne Dinge gab, oder? Ein Beweis kommt hier: Im Bergzoo in Halle öffnet Anfang des Jahres eine neue Ausstellung der "Magischen Lichterwelten". Es geht um Mythen, Märchen und Legenden. Und es gibt wunderbare Bilder wie dieses.
Bildrechte: MDR/ Gaby Conrad
Karl Lagerfeld
8. März 2020 – Lagerfeld in Halle
Modegott Karl Lagerfeld war nicht nur Modegott. Karl Lagerfeld war auch Fotograf. 1987 hatte Lagerfeld zum ersten Mal zur Kamera gegriffen. Grund: Der Modeschöpfer war damals mit den Aufnahmen seiner Kreationen unzufrieden. Also selber machen, so die Devise. 300 seiner Werke werden fortan in der Moritzburg in Halle gezeigt.
Bildrechte: Karl Lagerfeld
Viele Koffer auf dem Domplatz in Magdeburg
29. April 2020 – Reiseunternehmen in Existenzangst
Apropos schwere Zeiten: Für die Reiseveranstalter im Land ist seit Mitte März nichts mehr, wie es war. Die Einnahmen bleiben weg. Denn: Busunternehmer dürfen zu diesem Zeitpunkt nur zwei Menschen in einen Bus setzen. Wirtschaftlich ist das natürlich nicht. Also machen die Unternehmer mit leeren Koffern auf dem Magdeburger Domplatz ihrem Unmut Luft.
Bildrechte: MDR/Sören Thümler
Morgenstimmung über einem Feld von Mohnblumen in der Magdeburger Börde
15. Juni 2020 – Nach dem Unwetter folgt ein wunderbarer Wetterumschwung
So schnell geht das manchmal: Gerade sprechen wir noch über Unwetter und die Schäden – und dann bekommt MDR SACHSEN-ANHALT-Reporter Matthias Strauß am Tag darauf dieses wunderbare Motiv vor die Linse. Im Landkreis Börde startet die Woche nach dem Unwetter zauberhaft sommerlich.
Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
Blonder Mann in blauem Anzug spricht über eine Drohne vor ihm
17. Juni 2020 – Früher Flughafen, künftig Drohnen-Erprobungszentrum
Lange wurde darüber gesprochen, nun geht es los: Im früheren Flughafen Cochstedt bei Magdeburg kehrt neues Leben ein. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt will zehn Millionen Euro investieren – um die Forschung voranzutreiben. Künftig, so heißt es im Juni, sollen auf dem Gelände des Flughafens Drohnen und unbemannte Flugobjektive getestet werden. Aus dem Dornröschenschlaf mitten in die Zukunft – so schnell geht das manchmal.
Bildrechte: MDR/Annette Schneider-Solis
Eine Frau mit Mundschutz hält einen Müllsack und eine Müllzange in den Händen
21. Juni 2020 – Ein Stempel gegen all den Müll
Müll sammeln – weil andere ihn achtlos weggeworfen haben. Gewiss keine schöne Entwicklung, doch im Nationalpark Harz sieht man keinen anderen Ausweg, als Wanderinnen und Wanderer um Mithilfe zu bitten. Sie sollen, so die Idee, auf ihren Touren den Müll anderer einsammeln. Maret Heydenreich vom Besucherzentrum des Nationalparks (im Bild) belohnt Wanderer dann sogar mit einem Sonderstempel der Harzer Wandernadel.
Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Brockengebäude
22. Juni 2020 – Die "Night of Light" – ein Hilferuf in Corona-Zeiten
Es ist Juni und die Coronavirus-Pandemie noch immer nicht vorbei. Die meisten Geschäfte sind zwar wieder geöffnet. Der Veranstaltungsbranche nützt das aber wenig: Große Partys oder Konzerte fallen nämlich weiterhin flach (und die Einnahmen somit aus). Um auf ihre dramatische Lage aufmerksam zu machen, strahlen Vertreterinnen und Vertreter der Branche deutschlandweit symbolträchtige Gebäude rot an. Die Alarmstufe Rot ist erreicht – so lautet die Botschaft. Auch in Sachsen-Anhalt machen zahlreiche Menschen mit. Auch die Gebäude auf dem Brockengifpel werden rot angestrahlt.
Bildrechte: MDR/Carsten Reuß
Die Mannschaft des SV Seilerwiesen
29. Juni 2020 – Ein Kniefall gegen den Rassismus
Die "Black Lives Matter"-Bewegung ist längst aus den USA nach Deutschland herübergeschwappt – und das ist dringend nötig. Denn auch bei uns ist Rassismus allgegenwärtig. Das Fußballteam vom SV Seilerweisen in Magdeburg weiß das aus eigener Erfahrung nur zu gut. In dem Team kicken Fußballer aus verschiedenen Ländern gemeinsam. Um ein Zeichen gegen den ständigen Rassismus zu setzen, machen die Spieler des SV Seilerwiesen Ende Juni einen symbolischen Kniefall.
Bildrechte: MDR/Christian Katzbach
Ferropolis-Areal wird zu Campingplatz
1. Juli 2020 – Ferropolis ringt ums Überleben
Zwischen riesigen Baggern riesige Feste feiern: Normalerweise ist das, verkürzt gesagt, das Geschäftsmodell der Veranstaltungsarena Ferropolis bei Gräfenhainichen. Das Melt!-Festival mit bis zu 30.000 Besucherinnen und Besuchern – nur eines der vielen großen Feste, die für gewöhnlich auf der Halbinsel im früheren Tagebau Golpa-Nord gefeiert werden. Weil 2020 jedes dieser Feste in Ferropolis ausfällt, bangt die Veranstaltungsarena um ihre Existenz. Bis Anfang Juli fehlen 400.000 Euro. Geld, das eigentlich eingeplant war. Die Betreiber ziehen alternativ einen Campingplatz auf – in einmaliger Atmosphäre. Inständig hoffen sie, mit diesem Geschäftsmodell wenigstens dieses Jahr zu überleben – in der Hoffnung, 2021 wieder große Feste feiern zu können.
Bildrechte: MDR/Susanne Reh
Menschen stehen bei einer Demonstraton vor der Karstadt Filiale in Dessau.
2. Juli 2020 – Protest gegen geplante Schließung von Karstadt in Dessau
Kahlschlag bei der Warenhauskette Galeria Karstadt-Kaufhof. Bundesweit sollen zahlreiche Filialen dicht gemacht werden, darunter die im Zentrum von Dessau. Die rund 60 Beschäftigten der Filiale wollen das allerdings nicht hinnehmen. Mehrfach bilden sie Menschenketten, demonstrieren, tragen auf Arbeit nur noch Schwarz. Genützt hat es (bislang) nichts.
Bildrechte: MDR/Grit Lichtblau
Plüschtiere, Kerzen und Blumen vor einem Hauseingag in Querfurt
13. Juli 2020 – Tod eines Zweijährigen erschüttert Sachsen-Anhalt
Der Schock ist groß: Mitte Juli, an einem Sonntagabend, erreicht die Redaktion eine Meldung aus Querfurt. Dort haben Rettungskräfte am Wochenende einen zwei Jahre alten Jungen tot aufgefunden. Schon nach den ersten Ermittlungen ist klar: Das Kind ist getötet worden – und zuvor mutmaßlich schwer misshandelt worden. Die Kindsmutter und ihr Lebensgefährte rücken in den Fokus der Ermittler. Inzwischen wissen wir: Der Prozess gegen die beiden hat im Dezember begonnen. Im Juli aber sitzt der Schock tief. Dutzende Kerzen werden aufgestellt, Dutzende Blumen niedergelegt. Querfurt steht unter Schock.
Bildrechte: MDR/Conny Müller
Ein Feuerwehrlöschafahrzeug steht vor einer abgebrannten Schweinemastanlage in Teutschenthal im Saalekreis.
16. Juli 2020 – Tausende Schweine sterben in Teutschenthal
Großeinsatz für die Feuerwehr in Teutschenthal: Mitte Juli geraten dort mehrere Schweineställe in Brand. Man muss kein Prophet sein, um die Folgen zu erahnen: Tausende Schweine sterben in den Flammen. Später finden Ermittler heraus, dass der Brand wegen eines technischen Defekts ausgebrochen ist.
Bildrechte: dpa
Angeklagter sitzt zwischen seinen Verteidigern Hans-Dieter Weber und Thomas Rutkowski im Landgericht
21. Juli 2020 – Der Prozess beginnt
Monatelang hat die Justiz sich auf diesen Tag vorbereitet: Dann, am 21. Juli, beginnt unter einem zuvor in Sachsen-Anhalt nicht gekannten bundesweiten Medieninteresse der Prozess gegen den Attentäter von Halle. Der Angeklagte wird mit einem Hubschrauber von Burg nach Magdeburg geflogen und von dort per Polizeieskorte in den Gerichtssaal angebracht. Dort angekommen, schildert er wieder und wieder seine antisemitischen und rassistischen Ansichten. Im November plädiert die Generalbundesanwaltschaft auf die Höchststrafe.
Bildrechte: dpa
In einem Gummiwerk in Ballenstedt ist ein Feuer ausgebrochen. Eine Rauchsäule zeigt sich von Weitem schon.
26. Juli 2020 – Großbrand in Gummiwerk in Ballenstedt
Die Bilder sprechen eine deutliche Sprache: Als die Feuerwehren Ende Juli in ein Gummiwerk nach Ballenstedt alarmiert werden, stehen drei Hallen in Flammen – zwei Lagerhallen, in einer dritten sollte bald eine Diskothek wiedereröffnet werden. Problem: Weil Gummi in Flammen steht, steht die Feuerwehr vor einer Herausforderung. Wenn Gummi einmal brennt, dann brennt es lange und entwickelt eine starke Hitze. Erst am Morgen danach kommt die Entwarnung: Das Feuer ist unter Kontrolle. Die Feuerwehren werden trotzdem noch Stunden danach im Einsatz sein.
Bildrechte: MDR/Matthias Strauß
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Bildrechte: MDR/dpa/TNN/Luca Deutschländer/Alisa Sonntag/Julia Heundorf | Collage: Fabian Frenzel
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Quelle: MDR/ld

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 27. Dezember 2020 | 19:00 Uhr

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