Empfehlung der Ständigen Impfkommission Sachsen-Anhalts Kinderärzte befürworten Corona-Impfung ab zwölf Jahren

Die Ständige Impfkommission empfiehlt nun doch eine generelle Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus. Der Verband der Kinder- und Jugendärzte in Sachsen-Anhalt begrüßt diese Entscheidung. Grundlage dafür seien neuere Daten aus den USA gewesen. Die Impfungen werden nun verstärkt in den Kinderarztpraxen angeboten.

Ein Mädchen erhält eine Dosis des Corona-Impfstoffes von BioNTech-Pfizer
Sachsen-Anhalts Kinder- und Jugendärzte haben schon lange auf eine Impfempfehlung für Kinder ab zwölf Jahren gewartet. Bildrechte: dpa

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus auch für Kinder und Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren. Doktor Roland Achtzehn, Landesvorsitzender der Kinder- und Jugendärzte in Sachsen-Anhalt, begrüßt diese Entscheidung. Die Impfungen würden nun verstärkt in den Kinderarztpraxen angeboten werden, sagte Achtzehn MDR SACHSEN-ANHALT.

Grundlage für die Entscheidung der Stiko waren demnach neuere Überwachungsdaten aus dem amerikanischen Impfprogramm mit nahezu zehn Millionen Kindern und Jugendlichen. Diese haben laut Achtzehn gezeigt, dass die Vorteile gegenüber den Risiken bei der Impfung überwiegen.

Impfung nicht für soziale Teilhabe voraussetzen

Laut Achtzehn haben die Kinder- und Jugendärzte schon lange auf diese Entscheidung gewartet. Früher wäre die aber nicht möglich gewesen, weil die entsprechenden Daten noch nicht vorgelegen haben. Die Kinderärzte seien aber dagegen, dass bei Kindern und Jugendlichen eine Impfung zur Voraussetzung für eine soziale Teilhabe gemacht wird.

In Sachsen-Anhalt sind (Stand 15. August) 9,4 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Damit liegt Sachsen-Anhalt auf dem letzten Platz im bundesweiten Vergleich. Auf dem ersten Platz liegt Baden-Württemberg mit 18,6 Prozent vollständig geimpften Kindern und Jugendlichen.

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Quelle: MDR/Kevin Poweska, Fabienne von der Eltz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 17. August 2021 | 06:30 Uhr

5 Kommentare

August 123 vor 8 Wochen

Die Politik hat die Stiko so unter Druck gesetzt. Die hatten wahrscheinlich auch keine andere Wahl! Ich bin kein Impfgegner,sondern doppelt geimpft! Dem Banklehring Spahn glaube ich kein Wort mehr! Unfähige Politiker spalten die Gesellschaft.

DER Beobachter vor 8 Wochen

Blödsinn!

DER Beobachter vor 8 Wochen

Blödsinn!

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