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In Sachsen-Anhalt müssen bei einem positiven Corona-Test nicht mehr automatisch alle Kinder einer Gruppe in Quarantäne. (Symbolbild) Bildrechte: imago images/photothek

Kinder und CoronaQuarantäne-Regeln für Kita-Kinder: Das ändert sich in Sachsen-Anhalt

von MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 21. Februar 2022, 09:13 Uhr

Um sogenannte "Quarantäne-Dauerschleifen" zu vermeiden, ändert Sachsen-Anhalt die Quarantäne-Regeln für Kinder, die in Kitas gehen. Zukünftig müssen nicht mehr automatisch alle Kinder einer Gruppe oder Kohorte in Quarantäne, wenn ein positiver Corona-Test vorliegt.

Sachsen-Anhalt ändert die Quarantäne-Regeln für Kinder in Kitas, damit trotz hoher Corona-Zahlen mehr Kita-Kinder ihre Betreuungseinrichtung besuchen können. Die neue Regelung ist am 15. Februar in Kraft getreten. Wie das Gesundheitsministerium mitteilt, müssen bei einem positiven Corona-Test nicht mehr automatisch alle Kinder einer Gruppe in Quarantäne.

Der neue Quarantäne-Erlass des Gesundheitsministeriums sieht stattdessen Coronatestungen an fünf aufeinander folgenden Tagen für Kita-Kinder sowie Erzieherinnen und Erzieher vor.

Corona-Tests werden durch Kita ausgegeben

Eltern oder Beschäftigte bekommen diese Corona-Tests von der Kindertageseinrichtung ausgehändigt. Eltern müssen schriftlich und an jedem Tag die negativen Testergebnisse bestätigen. Damit sollen sogenannte "Quarantäne-Dauerschleifen" vermieden werden. Die Entscheidung liegt weiterhin in der Verantwortung des Gesundheitsamtes: Es kann insbesondere bei größeren Ausbruchsgeschehen von diesen Vorgaben abweichen.

Verweigern Eltern das Testen ihres Kindes, muss die Kita das Gesundheitsamt informieren. Dieses kann "bei engem Kontakt mit der infizierten Person" eine fünftägige Quarantäne anordnen. Im Anschluss an die Quarantäne ist vor der Rückkehr des Kindes in die Kita ein negatives Antigen-Schnelltest-Ergebnis erforderlich, welches durch die Eltern bestätigt werden muss.

Weiterhin Quarantäne für positiv Getestete

Weiterhin gilt: Positiv getestete Personen dürfen die Kitas und Tagespflegestellen nicht betreten. Auch Kontaktpersonen, für die keine Ausnahme von der Quarantänepflicht besteht und die mit aktuell Infizierten im selben Haushalt leben, werden nach Hause geschickt. Das können beispielsweise Geschwisterkinder sein, die in derselben Einrichtung betreut werden.

Kontaktpersonen, die von der Quarantäne ausgenommen sind:

  • Personen mit einer Auffrischungsimpfung (Boosterimpfung),
  • Frisch Geimpfte: Personen mit einer zweimaligen Impfung. Die Ausnahme gilt ab dem 15. Tag nach der zweiten Impfung bis zum 90. Tag nach der zweiten Impfung,
  • Genesene ab dem 28. Tag bis zum 90. Tag ab dem Datum der Abnahme des positiven Tests,
  • Geimpfte Genesene.

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MDR (Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT | 18. Februar 2022 | 18:00 Uhr