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Fridays For Future

Globaler Klimastreik: Mehrere tausend Teilnehmer in Sachsen-Anhalt

von MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 25. September 2021, 11:43 Uhr

Für Freitag hatte Fridays for Future zum weltweiten Klimastreik aufgerufen. Tauende Schülerinnen und Schüler, aber auch Erwachsene sind in Sachsen-Anhalt für eine klimafreundlichere Politik auf die Straße gegangen. Die größten Demonstrationen gab es in Halle und Magdeburg.

Fridays for Future demonstriert am Freitag in ganz Sachsen-Anhalt. In Sangerhausen waren diese Plakate zu sehen. Bildrechte: MDR/Alexander Kühne

Mehr als 5.000 Schülerinnen und Schüler sind am Freitag in Sachsen-Anhalt für eine klimafreundlichere Politik auf die Straße gegangen. Die größten Demonstrationen gab es in Halle und Magdeburg.

In Halle setzte sich am frühen Nachmittag am Steintor ein Demonstrationszug in Bewegung. Laut Polizei beteiligten sich zeitweise rund 4.000 Teilnehmer an der Demonstration und zogen am Leipziger Turm vorbei zum Franckeplatz und kehrten anschließend über den Markt zum Steintor zurück.

Die Demo startete am Steintor in Halle. Bildrechte: MDR/Alexander Kühne

Am Abend gab es dann am Steintor ein Programm mit Kaffee, Kuchen und Reden geben, die Veranstalter sprachen von einem Straßenfestcharakter. Zeitweise waren deswegen Straßen in Halle gesperrt, auch der Straßenbahnverkehr war eingeschränkt. Besonders der Altstadtring und der Bereich um das Steintor waren betroffen.

Für Friedrich Hirschmann, Sprecher von Fridays for Future in Halle, habe der Tag gezeigt: "Soziale und ökologische Gerechtigkeit gehören ganz klar zusammen."

Im Vorfeld der Demonstration in Halle hatte die Werbung dafür zu Irritationen geführt. Öffentliche Plätze waren mit dem Termin besprüht worden. Es handelt sich laut Veranstalter aber nicht um Graffiti, sondern um Kreidespray. Andere Graffiti, die in der Stadt zu sehen sind, seien nicht von ihnen gesprüht worden.

Auf dem Gelände der Franckeschen Stiftungen in Halle wurde ein Fußweg besprüht, wie auch an anderen Stellen in der Stadt. Bildrechte: MDR/Luise Kotulla

Verkehrsbehinderungen auch in Magdeburg

Einen weiteren landesweiten Schwerpunkt bildete die Demonstration in Magdeburg. Hier hatte sich der Demonstrationszug gegen 15:30 Uhr in Bewegung gesetzt. Nach Angaben der Polizei nahmen rund 1.000 Menschen verschiedenster Altersgruppen an dem Protest teil.

Durch den Protestzug war es im Stadtgebiet bis zum Abend zeitweise zu Verkehrsbehinderungen gekommen. Schwerpunkte der Klima-Demo in Magdeburg waren neben dem Domplatz vor allem die Stadtteile Altstadt, Buckau, Leipziger Straße, Lemsdorf, Sudenburg sowie Stadtfeld West.

Klimastreik am Freitag auf dem Domplatz in Magdeburg Bildrechte: MDR/Sarah Peinelt

Hier fanden FFF-Proteste statt:

  • Halberstadt, 11:30 Uhr, Holzmarkt
  • Sangerhausen, 12 Uhr, Bahnhof
  • Wernigerode, 13 Uhr, Nicolaiplatz
  • Köthen, 13:30 Uhr, Bahnhof
  • Quedlinburg, 14 Uhr, Marktplatz
  • Halle, 14 Uhr, Steintor
  • Merseburg, 14 Uhr, Kliaplatte
  • Magdeburg, 15 Uhr, Domplatz
  • Wittenberg, 15 Uhr, Schlosswiese
  • Naumburg, 15 Uhr, Marktplatz
  • Dessau-Roßlau, 15 Uhr, Marktplatz
  • Stendal, 18 Uhr, Rathaus
  • In Salzwedel gab es Irritationen um die angemeldete Demonstration um 10 Uhr auf dem Rathausplatz. Die Gruppe "Fridays for Future" distanzierte sich von der Veranstaltung, sie sei nicht von ihr angemeldet worden. Die Gruppe hatte daher auf Instagram dazu aufgerufen, lieber nach Magdeburg oder nach Lüchow ins Wendland zu fahren.

Neben den Kundgebungen in Magdeburg und Halle fanden unter anderem auch Aktionen in Wittenberg, Dessau, Naumburg und Wernigerode statt.

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Das Ehepaar Stabe (Mitte und links) war extra aus Nordhausen nach Sangerhausen gekommen. Bildrechte: MDR/Alexander Kühne

Ab 18 Uhr gab es außerdem eine Kundgebung vor dem Rathaus in Stendal. In Sangerhausen sollte es bereits ab 12 Uhr eine Demo am Bahnhof geben. Doch gekommen waren nur eine Handvoll älterer Sachsen-Anhalter und Thüringer. Ein Ehepaar, das aus Nordhausen nach Sangerhausen angereist war, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, dass sie einen Organisationsfehler vermuten.

Mehr als 400 Aktionen deutschlandweit

Die Veranstaltungen waren Teil eines globalen Klimastreiks. In Deutschland sind laut Angaben von Fridays for Future (FFF) mehr als 400 Protestveranstaltungen angemeldet. Mit dem Protest will die Bewegung kurz vor der Bundestagswahl noch einmal verstärkt auf den Klimaschutz aufmerksam machen und fordert von der künftigen Bundesregierung, die 1,5 Grad Celsius-Grenze des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. Die kommende Regierungskoalition sei – wissenschaftlich bewiesen – die letzte, die die Klimakatastrophe noch eindämmen könne, erklärten die Organisatoren.

Wir wollen vor der Bundestagswahl noch einmal betonen, wie wichtig das Thema Klimaschutz ist.

Christiane Lähneman | FFF und Oldies For Future in Sachsen-Anhalt

Die kommende Bundesregierung müsse die Energiewende, die Verkehrswende und die Agrarwende vorantreiben, forderte Christiane Lähneman, Sprecherin von FFF und Oldies For Future in Sachsen-Anhalt.

Eine klare Wahlempfehlung für eine Partei spricht das Bündnis nicht aus. "Wer unsere Stimme für die Bundestagswahl will, muss die Freiheit zukünftiger Generationen schützen und die Lösung der Klimakrise als riesige Gelegenheit begreifen, unsere Gesellschaft moderner, demokratischer und gerechter aufzustellen", hieß es im Aufruf von FFF.

Quelle: MDR/Fabienne von der Eltz, Luise Kotulla, Mandy Ganske-Zapf

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 24. September 2021 | 08:50 Uhr

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