Verbote und Beschränkungen Krankenhäuser verschärfen wegen Coronavirus Besuchsregeln

Wegen der angespannten Corona-Lage dürfen in Halle in allen Krankenhäusern ab Montag nur noch eingeschränkt Patienten besucht werden. In vielen Kliniken im Land wurden Besuche bereits grundsätzlich verboten. Ausnahmen sind in der Regel in speziellen Fällen möglich.

Salzwedel Krankenhaus
Das Altmark-Klinikum mit Standorten in Gardelegen und Salzwedel erlaubt derzeit keine Besuche. Bildrechte: MDR/Lucas Riemer

Die Lage auf den Intensiv-Stationen in Sachsen-Anhalts Krankenhäusern ist wegen des Coronavirus wieder angespannt. Wegen der vielen Covid-19-Patientinnen und -Patienten verschieben die Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt – und auch Sachsen und Thüringen – wieder planbare Operationen. Außerdem gelten vielerorts bereits Besuchsverbote und in allen Kliniken mindestens verschärfte Besuchsregeln.

Der Geschäftsführer der Ameos-Kliniken in Sachsen-Anhalt bezeichnete die Lage als "täglicher Ritt auf der Rasierklinge" und als "tägliches Jonglieren", insbesondere mit Intensivbetten. Täglich müssten Menschen zwischen den sechs Kliniken im Land transportiert werden, um versorgt werden zu können.

Besuchsverbote und scharfe Regeln

In Ameos-Kliniken dürfen Patientinnen und Patienten seit vergangener Woche nur noch in Ausnahmefällen besucht werden, etwa bei Schwerstkranken, Schwangeren und Minderjährigen. Besuchsverbote gelten ebenfalls im Altmark-Klinikum, an beiden Standorten: Gardelegen und Salzwedel.

Auch im Städtischen Klinikum Magdeburg dürfen seit Freitag nur noch lebensbedrohlich Erkrankte, kranke Neugeborene und Frühgeborene und Kinder unter 16 Jahren, die ohne Begleitperson aufgenommen worden sind, besucht werden. Gebärende dürfen eine Begleitperson mitnehmen.

Seit Montag gilt auch im Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben ein generelles Besuchsverbot an den drei Standorten Blankenburg, Quedlinburg und Wernigerode. Ausnahmen könnten mit dem Stationspersonal vereinbart werden.

Eine Person, ein Patient, eine Stunde

In Halle haben die Krankenhäuser die Besuchsregeln zum Montag verschärft. Besuche sind jeweils noch möglich, aber beschränkt auf eine Person pro Patient oder Patientin für jeweils eine Stunde. Das Uniklinikum in Halle erlaubt zwei Besuchspersonen. Im Uniklinikum Magdeburg gilt ebenfalls die 1:1:1-Regel: Eine Person darf eine Stunde lang eine Patientin oder einen Patienten besuchen.

Auch die Helios-Kliniken erlauben weiterhin Besuche: In Hettstedt, Sangerhausen und Eisleben darf nur eine Person zu Besuch kommen, in Köthen dürfen je zwei Personen einen Krankenbesuch abstatten.

Wer jemanden unter diesen Bedingungen im Krankenhaus besuchen will, muss in allen Häusern geimpft, genesen oder getestet sein und eine FFP2-Maske tragen. Außerdem werden Kontaktlisten geführt und es gelten Hygieneregeln. Die Besuchszeiten sind in den einzelnen Häusern unterschiedlich.

MDR/Julia Heundorf

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 15. November 2021 | 06:00 Uhr

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