Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 15.12.2020


Landkreis Wittenberg verhängt nächtliche Ausgangssperre

Der Landkreis Wittenberg verstärkt wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen die Schutzmaßnahmen. Ab Dienstagabend gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Zwischen 21 und 5 Uhr früh darf die Wohnung ohne triftigen Grund nicht mehr verlassen werden. Landrat Jürgen Dannenberg sprach bei MDR SACHSEN-ANHALT von einer harten Entscheidung. Er schätze die Lage aber als alarmierend ein. Der Landkreis sei an den Schwellenwert von 300 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner pro Woche herangekommen. Nach Dannenbergs Worten ist vor allem die Situation im großen Wittenberger Krankenhaus "Paul-Gerhardt-Stift" angespannt. Dort hätten sich auch Mitarbeiter infiziert. Die Intensivstationen füllten sich.

Stand: 16:00 Uhr


IHK: Tourismuswirtschaft hart getroffen

Die Stimmung in der Tourismusbranche im Land ist einer Umfrage zufolge so schlecht wie lange nicht. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer haben Gastronomen ihre Situation in den vergangenen zehn Jahren noch nie so schlecht bewertet. Auch die Erwartungen in der Reisebranche fielen düster aus. Demnach gingen schon im September und Oktober fast alle befragten Unternehmen davon aus, dass ihre Umsätze für das laufende Jahr stark zurückgehen oder komplett ausfallen. Viele Betriebe gehen davon aus, dass sich die Geschäfte erst wieder 2022 erholen.

Stand: 16:00 Uhr


Ferropolis: Drohende Insolvenz abgewendet

Die Ferropolis GmbH in Gräfenhainichen hat eine drohende Insolvenz abwenden können. Geschäftsführer Thies Schröder sagte MDR SACHSEN-ANHALT, durch die zahlreichen Absagen von Konzerten und Festivals wegen der Corona-Pandemie sei man finanziell stark unter Druck geraten. Dem Unternehmen sei durch die Ausfälle ein Umsatz von fast 400.000 Euro weggebrochen. Mit Finanzhilfen des Bundes und des Landes Sachsen-Anhalt sei es aber gelungen, einer Zahlungsunfähigkeit zu entgehen. Schröder sagte, er rechne damit, dass es im kommenden Jahr wieder Veranstaltungen in Ferropolis geben werde.

Stand: 14:00 Uhr


Suche im Harz: Mann soll Partnerin bedroht haben

Im Landkreis Harz sind am Dienstag Einsatzkräfte mit Hubschrauber und Fährtenhund im Einsatz gewesen. Wie die Polizei mitteilte, hatte sie einen Mann gesucht, der seine Freundin in Falkenstein mit einer Pistole bedroht haben soll. Der 30-Jährige sei inzwischen gefunden und in einer Wohnung in Aschersleben im Salzlandkreis festgenommen worden. Zwischen dem Paar soll es zu einem Streit gekommen sein als sie im Auto saßen. Der 30-Jährige zog laut Polizei daraufhin die Waffe. Die Frau konnte aussteigen, der Mann fuhr mit dem Wagen davon. Das Auto wurde später mit laufendem Motor im Falkensteiner Ortsteil Ermsleben gefunden.

Stand: 13:00 Uhr


Polizei ermittelt in Halle nach Großeinsatz

In Halle ermittelt die Polizei nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung wegen Körperverletzung und räuberischer Erpressung. Demnach soll es bei dem Streit am Montagabend möglicherweise um Geld gegangen sein. Die genauen Hintergründe seien aber noch unklar. Mehr als 200 Beamte waren nach dem Zwischenfall im Einsatz. Bislang ist bekannt, dass mehrere Menschen im Stadtteil Ammendorf aneinandergeraten waren. Auch Schüsse sollen gefallen sein. Drei Männer wurden festgenommen. Inzwischen sind die aber wieder frei. Ein vier Wochen altes Baby wurde verletzt, als der Kinderwagen umstürzte. Die Mutter soll aber nicht in den Streit verwickelt gewesen sein.

Stand: 13:00 Uhr


Waffenverbotszone in Halle eingerichtet

In Halle ist am Dienstag eine Waffen- und Messerverbotszone eingerichtet worden. Kommendes Jahr soll auch eine in Magdeburg folgen. Das hat das Innenministerium mitgeteilt. Beide Zonen entstehen demnach im Umfeld der Hauptbahnhöfe. Verboten sind dann das Mitführen von Waffen und von Messern mit feststehender und feststellbarer Klinge von mehr als vier Zentimetern. Verstöße sollen mit Geldbußen geahndet werden. Sachsen-Anhalts Innenminister Michael Richter (CDU) sagte, die Einrichtung der Zonen sei ein deutliches Signal zur Stärkung der inneren Sicherheit.

Stand: 09:30 Uhr


Mit Regierungserklärung: Landtag trifft sich ein letztes Mal in diesem Jahr

Der Landtag von Sachsen-Anhalt trifft sich am Dienstag zum letzten Mal vor der Weihnachtspause. Wegen der Corona-Pandemie wurde das Programm der Abgeordneten zusammengestrichen. Die Sitzung am Mittwoch fällt weg. Stattdessen wird im Landtag am Dienstag zwölf Stunden lang beraten und diskutiert. Auf dem Programm steht auch eine Regierungserklärung von Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) zur Corona-Politik.

Stand: 09:00 Uhr


Corona sorgt bei Tourismus für Einbußen

Die Corona-Pandemie führt zu einem Einbruch des Tourismus in Sachsen-Anhalt. Davon geht das Statistische Landesamt aus. Es rechnet damit, dass die Zahl der Übernachtungen in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 26 Prozent zurückgeht. Demnach gab es nur auf Campingplätzen einen Zuwachs.

Stand: 09:00 Uhr


Baurecht für A14-Nordverlängerung

Die Nordverlängerung der Autobahn 14 in Sachsen-Anhalt hat eine weitere Hürde genommen. Für den knapp 17 Kilometer langen Abschnitt zwischen Osterburg und Seehausen besteht nun Baurecht. Das teilte das Verkehrsminiserium mit. Die Unterlagen würden Anfang Februar auf der Internetseite des Landesverwaltungsamtes veröffentlicht. Außerdem könnten sie in Magdeburg, Osterburg sowie in der Verbandsgemeinde Seehausen eingesehen werden. Gegen den Beschluss kann noch geklagt werden.

Stand: 05:00 Uhr


Sexueller Missbrauch: Mann aus Kemberg muss ins Gefängnis

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern muss ein 49-Jähriger aus Kemberg im Kreis Wittenberg lange ins Gefängnis. Der Mann wurde am Dessauer Landgericht zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und acht Monaten verurteilt. Der Mann hatte sich mehrfach an seiner Stieftochter vergangen. Bei den ersten Taten war das Mädchen 13 Jahre alt. Der Angeklagte hatte den Missbrauch im Prozess bestritten.

Stand: 05:00 Uhr

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