Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 09.03.2021

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Kritik an Besuchsregeln in Sachsen-Anhalts Pflegeheimen

Bei der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt sind zahlreiche Beschwerden über Besuchsregeln in Altenpflegeheimen eingegangen. Wie der Verband mitteilte, zeigen die Schilderungen ein besorgniserregendes Bild. Demnach werde Besuchern der Zutritt zu manchen Heimen gänzlich verwehrt, auf bestimmte Wochentage oder nur einen Tag pro Woche beschränkt. Auch hätten Bewohner berichtet, dass sie ihre Zimmer nicht verlassen dürften, auch nicht für Spaziergänge im Freien. Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale verletzen diese Eingriffe in den allermeisten Fällen die Grundrechte der Heimbewohner und der Angehörigen.

Stand: 20:00 Uhr


Gericht: Ladenschließung in Sachsen-Anhalt war rechtens

Das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalts hat einen Eilantrag gegen Ladenschließungen in der Corona-Pandemie abgelehnt. Wie das Gericht mitteilte, hatten sich zwei Einzelhändlerinnen an das Gericht gewandt. Sie hätten sich ihren verfassungsmäßigen Grundrechten auf Berufs- und Eigentumsfreiheit verletzt gefühlt. Die Schließung ihrer Läden hat ihrer Meinung nach keinen epidemischen Nutzen und bedroht sie in ihrer wirtschaftlichen Existenz. Das Gericht argumentierte, die Eingriffe seien erforderlich, um neue Infektionsketten und eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die Regelungen seien auch verhältnismäßig. Mildere Maßnahmen sind nach Ansicht der Richter nicht in gleichem Maße geeignet, die Pandemie einzudämmen.

Stand: 20:00 Uhr


Drogenhändler-Ring aufgeflogen - Festnahmen in Köthen

In Italien ist ein Netzwerk von Drogenhändlern zerschlagen worden. Nach Angaben der Behörden, haben sie in Bussen Marihuana aus Albanien unter anderem nach Deutschland gebracht. In drei Ländern seien 55 Verdächtige festgenommen worden, darunter ein Paar in Sachsen-Anhalt. Wie das Landeskriminalamt mitteilte, erfolgte der Zugriff in Köthen. Gegen das Paar habe ein internationaler Haftbefehl vorgelegen.

Stand: 19:00 Uhr


Sind Corona-Regeln verfassungsgemäß?

Das Landesverfassungsgericht in Dessau-Roßlau hat am Dienstag darüber beraten, ob die von der Landesregierung verordneten Corona-Regeln rechtmäßig sind. Das Gericht war von der AfD-Fraktion angerufen worden. Ihrer Ansicht nach sind die Corona-Schutzmaßnahmen verfassungswidrig. Einzelne Branchen wie Reisebusunternehmen, das Gastgewerbe oder die Hotelerie würden unverhältnismäßig benachteiligt. Sozial-Staatssekretärin Bröcker wies die Kritik zurück. Die Schutzmaßnahmen seien nötig, um eine Ausbreitung des Virus zu stoppen und Menschenleben zu retten. Im Zentrum stehe deshalb die Reduzierung der sozialen Kontakte. Allerdings seien die Eindämmungsverordnungen unter enormen Zeitdruck erlassen worden. Die Landesverfassungsrichter wollen am 26. März ein Urteil fällen.

Stand: 19:00 Uhr


LKW-Fahrer bei Unfall auf der A2 ums Leben gekommen

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A 2 ist ein Lkw-Fahrer ums Leben gekommen. Wie ein Sprecher der Autobahnpolizei MDR SACHSEN-ANHALT sagte, fuhr der 43-Jährige mit seinem Tanklastzug ungebremst auf ein Stauende auf. Durch den Aufprall seien drei weitere Lastwagen zusammengeschoben worden. Der Fahrer des Gefahrguttransporters starb noch an der Unfallstelle, ein weiterer Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden von mehreren Zehntausend Euro. Giftige Substanzen traten nicht aus. An der Unfallstelle bildeten sich lange Staus. Die Bergungsarbeiten dauern laut Polizei noch mindestens bis zum Abend.

Stand: 17:00 Uhr


Drei Landkreise in Sachsen-Anhalt schrumpfen bis 2040 stark

Drei Landkreise in Sachsen-Anhalt müssen sich auf stark sinkende Einwohnerzahlen einstellen. Das geht aus einer Prognose des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung hervor. Demnach wird die Bevölkerungszahl bis 2040 in den Kreisen Anhalt-Bitterfeld, Mansfeld-Südharz und im Salzlandkreis um mindestens 23 Prozent zurückgehen. Ein Wachstum der Bevölkerung sei in Deutschland lediglich in wirtschaftsstarken Großstädten und ihrem Umland zu erwarten. Dabei machten sich erneut Unterschiede zwischen Ost und West bemerkbar. Die meisten Stadt- und Landkreise mit steigender Bevölkerungszahl lägen in den alten Ländern.

Stand: 17:00 Uhr


Amateur-Fußballvereine dürfen kontaktfreies Training beginnen

Die Amateurfußball-Vereine in Sachsen-Anhalt dürfen mit kontaktfreiem Training beginnen. Das teilte der Landes-Fußballverband mit. Dazu gehörten das Einhalten eines Mindestabstandes von anderthalb Metern zu anderen Personen, die Desinfektion von genutzten Sportgeräten und andere Hygienemaßnahmen. Zuschauer seien nicht zugelassen. Vorausgegangen waren Gespräche des Fußball-Verbandes mit der Landesregierung.

Stand: 16:00 Uhr


Hygiene-Probleme in Altenheim in Wittenberg

In Lutherstadt Wittenberg ist eine Senioren-Wohnanlage in den Fokus des Gesundheitsamtes geraten. Es wird geprüft, ob es dort Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen gegeben hat. Landrat Dannenberg sagte, in der Einrichtung seien möglicherweise wichtige Hygiene-Regeln verletzt worden. Es gebe Hinweise, dass es das Personal mit den Schutzmaßnahmen nicht allzu ernst genommen habe. Die Einrichtung für betreutes Wohnen gehörte nach Angaben des Kreises zu den Schwerpunkten des Infektionsgeschehens am Wochenende. Innerhalb eines Tages gab es dort 74 neue Corona-Fälle.

Stand: 15:00 Uhr


Terminkauf für Händler Verlustgeschäft

Für viele Händler lohnt sich das Einkaufen nach Terminvereinbarung nicht. Das geht aus einer Umfrage des Handelsverbands Deutschland unter mehr als 1.100 Unternehmen hervor. Der Verband erklärte, dass das sogenannte "Click & Meet" aufwändig und teuer sei. Ein Viertel der Befragten sehe daher nur geringe Umsatzeffekte. 13 Prozent schätzten es mit Blick auf Personal- und Gebäudekosten sogar als reines Verlustgeschäft ein. Dennoch wollten mehr als 90 Prozent der Einzelhändler ihren Kunden diese Einkaufsmöglichkeit anbieten.

Stand: 15:00 Uhr


Kassenärztliche Vereinigung: Corona-Impfungen kein Problem

Corona-Impfungen beim Hausarzt sind nach Ansicht der Kassenärztlichen Vereinigung in Sachsen-Anhalt kein Problem. Der Vorsitzende der Vereinigung, Böhme, sagte MDR SACHSEN-ANHALT, mit dem zu erwartenden Mehrangebot an Impfstoff könnten viele Praxen die Regelversorgung übernehmen. Böhme verwies auf die Erfahrung bei den jährlichen Grippe-Impfungen. Dabei würden innerhalb von zwei Monaten rund 750.000 Impfdosen verabreicht. Wichtig sei aber die Logistik. Die Praxen müssten informiert werden, wann wieviel Impfstoff komme. Bundesgesundheitsminister Spahn hatte angekündigt, Arztpraxen ab April flächendeckend in die Corona-Impfungen einzubinden.

Stand: 13:00 Uhr


Automatensprenger in Bad Lauchstädt

In Bad Lauchstädt haben Unbekannte einen Geldautomaten gesprengt. Anwohner hatten in der Nacht eine heftige Explosion bemerkt. Nach Angaben der Polizei beobachteten mehrere Zeugen, dass mehrere dunkel gekleidete Täter anschließend mit einem dunklen Auto in Richtung Autobahn 38 flüchteten. Die Diebe erbeuteten Bargeld. Wieviel, ist nicht bekannt. Eine Fahndung blieb erfolglos.

Stand: 13:00 Uhr


Landkreis Stendal und Bundeswehr gemeinsam gegen Schweinepest

Bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest setzt der Landkreis Stendal auf die Unterstützung der Bundeswehr. Wie der Kreis MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, helfen Soldaten, erkrankte Tiere zu finden und ihr Ausbrechen aus den Schutzzonen zu verhindern. Heute gibt es dazu Gespräche mit den Leitern des Truppenübungsplatzes Colbitz-Letzlinger Heide. Die Afrikanische Schweinepest war im September in Deutschland angekommen und befällt Wild- und Hausschweine. Eine Gefahr für den Menschen oder andere Haustiere besteht nicht.

Stand: 12:00 Uhr


Niedergelassene Ärzte sollen ab April flächendeckend impfen

Die niedergelassenen Ärzte in Deutschland sollen ab April flächendeckend mit Corona-Impfungen beginnen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern geeinigt. Der Impfstoff solle über Großhandel und Apotheken kommen. Der bürokratische Aufwand für die Arztpraxen werde auf ein Minimum verringert. Die Impfzentren bleiben nach dem Willen der Minister vorerst bestehen. Außerdem will die Bundesregierung den Ländern bei der Bestellung von Corona-Selbsttests unter die Arme greifen. Die Länder sollen demnach bis heute Mittag beim Pharmakonzern Roche 10,5 Millionen Tests bestellen können. Das Unternehmen will dann ab morgen täglich 1,5 Millionen Stück liefern.

Stand: 09:00 Uhr


Ein Toter und zwei Verletzte nach Unfall im Jerichower Land

Bei einen Verkehrsunfall im Jerichower Land ist am Montagabend ein Mann ums Leben gekommen. Zwei weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Nach Angaben der Polizei war ein 24-Jähriger mit seinem Wagen zwischen Zerbst und Gommern in den Gegenverkehr geraten und frontal in das Auto eines 57-Jährigen gefahren. Beide Autofahrer wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Während der Unfallverursacher schwer und sein Beifahrer leicht verletzt wurden, starb der 57-Jährige an der Unfallstelle. Die Unglücksursache ist noch unklar.

Stand: 08:00 Uhr


Trotz neuer Corona-Landesverordnung: Verschärfte Kontaktbeschränkungen im Saalekreis

Kurz nach Inkrafttreten der neuen Corona-Landesverordnung in Sachsen-Anhalt gelten im Saalekreis bereits wieder verschärfte Kontaktbeschränkungen. Der Landkreis hat am Montag eine neue Rechtsverordnung beschlossen. Demnach sind unter anderem Zusammenkünfte nur im Kreis des eigenen Hausstandes und maximal mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person möglich. Laut Landesverordnung dürfen sich eigentlich Mitglieder eines Haushalts mit maximal fünf Menschen eines zweiten Hausstands treffen. Hintergrund sind die hohen Infektionszahlen. Auch im Landkreis Wittenberg drohen wegen hoher Corona-Zahlen verschärfte Maßnahmen. Bereits am Mittwoch soll eine neue Rechtsverordnung erlassen werden.

Stand: 07:00 Uhr


Pandemie: Züchter können Nachfrage nach Hunden kaum bedienen

Immer mehr Sachsen-Anhalter kommen auf den Hund. Grund ist die Corona-Pandemie. Die Hundezüchter können die Nachfrage mittlerweile kaum bedienen. Der Verband für das Deutsche Hundewesen teilte mit, der Run auf alle Rassen sei enorm. Die Züchter würden mit Anfragen bombardiert. Besonders beliebt seien derzeit unter anderem Französische Bulldoggen. Für einen solchen Hund müsse man mit Kosten von etwa 3.000 Euro planen. Aber: Der Verband sieht die Entwicklung während der Pandemie kritisch. Die Gefahr sei groß, dass sich bei der Wiederkehr normaler Lebensumstände die Tierheime füllen.

Stand: 07:00 Uhr

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