Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 26.11.20

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Nur wenige komplett barrierefreie Bahnhöfe in Sachsen-Anhalt

Fast 90 Prozent aller betriebenen Bahnhöfe in Sachsen-Anhalt sind nicht uneingeschränkt barrierefrei. Das geht aus einer Antwort auf eine kleine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Faber hervor. Wie Faber mitteilte, sollen nur 19 Bahnhöfe und Haltepunkte bis zum Jahr 2025 umgebaut sein. Behindertengerechte Bahnhöfe dürften in Sachsen-Anhalt aber nicht länger Mangelware sein. Die Deutsche Bahn müsse entsprechende Programme auflegen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, rechnet der Konzern im kommenden Jahr mit einer Rekord-Schuldenlast von um die 30 Millionen Euro.

Stand: 19:45 Uhr


Gemm-Bild ist zurück in Halberstadt

Ein Halberstadt-Gemälde des Landschaftsmalers Walter Gemm ist an die Stadt übergeben worden. Sie hatte es mithilfe von Spenden für 1.000 Euro von einem Kunsthändler gekauft. Entdeckt worden war das Gemälde aus dem Jahr 2030 zuvor in der ZDF-Verkaufsshow "Bares für Rares". Das Bild zeigt den Halberstädter Holzmarkt mit Rathaus, Kirche und vielen Fachwerkhäusern, die es heute nicht mehr gibt. Das Gemälde soll nun restauriert und danach im städtischen Museumm ausgestellt werden.

Stand: 19:45 Uhr


Sonderinvestitionen des Bundes für Erhalt der mitteldeutschen Schlösser und Gärten

Der Bund unterstützt den Erhalt der mitteldeutschen Schlösser und Gärten mit Sonderinvestitionen. Nach Angaben der Staatskanzlei in Magdeburg hat der Haushaltsausschuss des Bundestages entschieden, jeweils 100 Millionen Euro an Sachsen-Anhalt und Thüringen auszureichen. Eine ursprünglich geplante gemeinsame Stiftung beider Länder war nicht zustandegekommen. Die Gelder des Programms stehen für acht Jahre zur Verfügung. Die Länder müssen jeweils einen Anteil in gleicher Höhe leisten. Der für Sachsen-Anhalts Kultur zuständige Staatsminister Robra sprach von einer einmaligen Chance.

Stand: 19:00 Uhr


Virologe Kekulé sieht geplante Corona-Lockerungen zu Weihnachten kritisch

Der hallesche Virologe Kekulé sieht die geplanten Corona-Lockerungen zu Weihnachten kritisch. Kekulé sagte dem MDR, er habe Zweifel, ob man derart gravierende Lockerungen bereits jetzt erlauben könne. Man wisse nicht, wie sich der Bremseffekt bei den Neuinfektionen bis dahin entwickle. Das hänge davon ab, wie die Bevölkerung mitmache. Kekulé verwies darauf, dass die erlaubten zehn Personen theoretisch auch aus zehn verschiedenen Haushalten kommen könnten. Bund und Länder hatten am Mittwoch weniger strenge Beschränkungen für die Feiertage zum Jahreswechsel beschlossen.

Stand: 17:45 Uhr


Polizei fasst an der A14 fünf mutmaßliche Planenschlitzer

Die Polizei hat an der A14 fünf mutmaßliche Planenschlitzer gefasst. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Leipzig sollen sie in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch auf verschiedenen Parkplätzen zwischen Leipzig und Magdeburg die Abdeckungen von 63 LKWs aufgeschlitzt haben. Beute hätten sie jedoch keine gemacht. Drei der fünf Verdächtigen sollen schon in den vergangenen Monaten in Mitteldeutschland auf Beutezug gewesen sein. Gegen alle fünf wurde Haftbefehl wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls erlassen.

Stand: 17:45 Uhr


Landkreis Stendal: Lagerhalle abgebrannt

In Lindtorf im Landkreis Stendal ist eine Lagerhalle abgebrannt. Nach Polizeiangaben waren Anwohner in der Nacht von Knallgeräuschen geweckt worden. Die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Die Ermittler gehen von einem Schaden im hohen fünfstelligen Bereich aus, da sich auf dem Dach eine Photovoltaikanlage befand. Wie es zu dem Brand in Lindtorf kommen konnte, muss noch untersucht werden.

Stand: 16:00 Uhr


Vertrag zur Sicherung jüdischer Einrichtungen in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt will jüdische Einrichtungen besser schützen. Wie die Staatskanzlei in Magdeburg mitteilte, hat das Land dazu mit den jüdischen Gemeinde einen fünfjährigen Vertrag geschlossen. Darin vereinbart wurden die Finanzierung von baulichen Sicherungsmaßnahmen sowie deren Wartung und auch Wachpersonal. Der Landtag muss dem Vertrag noch zustimmen. Für dieses und nächstes Jahr gibt es bereits eine Vereinbarung. Sie sieht für beide Jahre eine finanzielle Unterstützung von insgesamt knapp 2,4 Millionen Euro vor.

Stand: 15:00 Uhr


Nord-LB rechnet für 2020 erneut mit Verlust

Die Norddeutsche Landesbank rechnet für dieses Jahr erneut mit Verlusten. Vorstandschef Thomas Bürkle sagte, auch im kommenden Jahr müsse die Bank noch damit rechnen, dass die Corona-Pandemie das Ergebnis belaste. Die Landesbank war in den vergangenen Jahren mit der Finanzierung von Schiffen in Schieflage geraten. Ende vergangenen Jahres hatten die Länder Sachsen-Anhalt und Niedersachsen sowie die Sparkassen-Gruppe insgesamt 3,6 Milliarden Euro zugeschossen und die Nord-LB vorerst gerettet.

Stand: 15:00 Uhr


Forscher: Corona-Beschränkungen als Chance für kleine Geschäfte

Marketingforscher aus Magdeburg sehen in der Zeit der Corona-Beschränkungen auch eine Chance für kleine Geschäfte. Professor Marko Sarstedt von der Universität Magdeburg sagte MDR SACHSEN-ANHALT, kleine Läden, die ihre Kunden individuell ansprächen, und auch lokale Produkte verkauften, würden sich zurzeit gut halten. "Ich bin da schon optimistisch, dass wir die vollen Fußgängerzonen in irgendeiner Form wiedersehen werden. Eine Sache, die die Krise uns zeigt, ist ja, dass wir soziale Wesen sind und dass wir auch so ein haptisches Erleben einfach brauchen, auch in einer Shopping-Atmosphäre." Wichtig sei trotz allem eine Online-Präsenz. Zumindest beim Suchen im Internet sollte ein Geschäft auftauchen, so Sarstedt. "Dass jeder einen Onlineshop braucht, würde ich verneinen. Aber es gibt tolle Angebote, wo sich Einzelhändler zusammentun um einen solchen Shop zu betreiben."

Stand: 15:00 Uhr


Handelsverband kritisiert verschärfte Corona-Regeln

Der Handelsverband Sachsen-Anhalt hat die verschärften Corona-Regeln im Einzelhandel kritisiert. Landesgeschäftsführer Knut Bernsen erklärte MDR SACHSEN-ANHALT, die Regeln seien kontraproduktiv. Es gebe keinen sachlichen Grund dafür, unterschiedliche Regelungen für Verkaufsflächen über und unter 800 Quadratmetern zu erlassen. Man werde Warteschlangen vor den Supermärkten, Mode-Geschäften und Kaufhäusern erleben. Das schaffe neue Gelegenheiten für Ansteckungen und verstärke das Gefühl bei Verbrauchern, die Waren könnten knapp werden. Konsequenz könnten neue Hamsterkäufe sein. Bund und Länder hatten unter anderem beschlossen, dass für Händler ab 800 Quadratmetern Verkaufsfläche strengere Vorgaben bei der Anzahl der Kunden gelten, als für kleinere Geschäfte.

Stand: 13:00 Uhr


AfD-Verfassungsbeschwerde gegen Corona-Einschränkungen

Die AfD-Landtagsfraktion will mit einer Verfassungsbeschwerde Teile der in Sachsen-Anhalt geltenden Corona-Einschränkungen kippen. Wie Ana Bischoff, Richterin am Landesverfassungsgericht in Dessau MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, ist die Klage bereits eingegangen. Es handle sich dabei um ein sogenanntes Normenkontrollverfahren. In dem 33-seitigen Antrag wolle die AfD zentrale Regelungen außer Vollzug setzen lassen. Dazu gehörten das Beherbergungsverbot, die Schließung von Gaststätten sowie die Beschränkung von privaten Zusammenkünften auf maximal zehn Personen. Die AfD argumentiere, dass in diesen Punkten persönliche Freiheitsrechte wie Eigentumsgarantie und Schutz von Ehe und Familie sowie die Berufsfreiheit verletzt würden. Da auch ein Antrag auf eine einstweilige Anordnung gestellt wurde, müsse das Gericht schnell entscheiden, so Bischoff. Landesregierung und Landtag müssten bis zum 1. Dezember ihre Stellungsnahmen abgeben.

Stand: 12:00 Uhr


Rundfunkbeitrag: SPD fordert Zustimmung der CDU und Reformen

Im Streit um die Anhebung der Rundfunkbeitrags hat die SPD in Sachsen-Anhalt die CDU erneut zur Zustimmung aufgerufen. Der medienpolitische Sprecher der SPD, Holger Hövelmann, sagte, gemeinsam könne man ein Signal für notwendige Veränderungen setzen. Dazu gehöre das Ausnutzen von Sparpotenzial sowie eine stärkere Berücksichtigung Ostdeutschlands. Auch CDU-Generalsekretär Sven Schulze hatte gefordert, mehr Geld aus dem Rundfunkbeitrag müsse in den Osten fließen. Der Landesvorstand der Grünen warnte die CDU davor, gemeinsam mit der AfD zu stimmen und stellte für diesen Fall die Koalition in Frage. Der Rundfunkstaatsvertrag, der erstmals seit elf Jahren auch eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 86 Cent vorsieht, ist bereits von 14 Länderparlamenten mit den Stimmen von CDU/CSU bestätigt worden. In Sachsen-Anhalt lehnt die CDU jedoch ebenso wie die AfD eine Zustimmung bislang ab. Die endgültige Abstimmung soll im Dezember im Landtag stattfinden.

Stand: 12:00 Uhr


Corona-Prämie geht an Pflegekräften vorbei

Das Pflegepersonal in Sachsen-Anhalts Krankenhäusern profitiert kaum von der Corona-Prämie des Bundes. Das geht aus einer Liste des Institits für das Entgeltsystem in Krankenhäusern hervor, die dem MDR vorliegt. Danach bekommen in Sachsen-Anhalt nur zwei von rund 60 Krankenhäusern Prämien vom Bund. Anspruchsberechtigt sind nur Kliniken, die von Januar bis Mai eine bestimmte Anzahl von Corona-Patienten hatten. Die Sonderzahlung des Bundes kann bis zu 1.000 Euro betragen.

Stand: 11:00 Uhr


Stellenabbau bei Enercon-Zulieferer SAM Magdeburg

In Magdeburg werden bei einem weiteren Enercon-Zulieferer Stellen gestrichen. Betroffen ist der Stahlturm-und Apparatebauer SAM. Geschäftsführer Frank Goerke teilte mit, dass 120 der insgesamt 400 Beschäftigen gehen müssten. Grund seien ausbleibende Aufträge. Die Windkraftbranche in Deutschland steckt seit längerem in einer tiefen Krise. So werden immer weniger Windräder gebaut.

Stand: 11:00 Uhr


Parken in Wittenberg wird teurer

Das Parken im Wittenberger Stadtzentrum wird deutlich teurer. Das hat der Stadtrat beschlossen. Ab Jahresbeginn werden künftig werden 50 Cent pro halbe Stunde fällig. Ein Tagesticket kostet dann fünf Euro. Damit haben sich die Preise verdoppelt. Grünes Licht gaben die Wittenberger Stadträte auch für eine neue verkehrsberuhigte Zone. Das betrifft den Bereich zwischen dem historischen Melanchthon-Gymnasium und dem Jugendtreff Pferdestall.

Stand: 11:00 Uhr


Pläne für Salzlandbahn: Schneller nach Bernburg reisen

Bernburg soll bessere Bahnverbindungen nach Halle und Magdeburg bekommen. Dafür ist vorgesehen, die Strecken über Könnern beziehungsweise Nienburg und Calbe (Saale) zu sanieren und auszubauen. Dadurch soll sich die Fahrzeit verkürzen. Im Moment gibt es zwischen Bernburg und Halle sowie Magdeburger nur einen Zweistundentakt.

Stand: 11:00 Uhr


Warnstreik bei HMT Hettstedt

Die IG Metall hat am Donnerstag die Beschäftigten der Höfer Metall Technik in Hettstedt zum Warnstreik aufgerufen. Etwa 260 Beschäftigte arbeiten am Standort Hettstedt in der Aluminiumbearbeitung für die Automobil- und Baubranche. HMT hat drei Standorte, zwei sind in den alten Bundesländern. Für die Beschäftigten dort gilt ein Tarifvertrag. Laut Gewerkschaft hat der Arbeitgeber bislang Verhandlungen mit der IG Metall für Hettstedt kategorisch abgelehnt. Für die Verhandlungen stellt die Gewerkschaft keine Vorbedingungen, Ziele sind aber eine Lohnsteigerung um 1,50 Euro pro Stunde und ein Tarifvertrag. Alle drei Schichten der Höfer Metall Technik sollen für jeweils zwei Stunden die Arbeit niederlegen.

Stand: 11:00 Uhr


Dorfkirche Dambeck kann saniert werden

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt Restaurierungsmaßnahmen in der Dorfkirche Dambeck in Salzwedel. Dank vieler Spenden und Erträge der Lotterie "GlücksSpirale" stehen in diesem Jahr 10.000 Euro zur Verfügung. Mit dem Geld soll der hölzerne Flügelaltar komplett restauriert werden. Die Feldsteinkirche in Dambeck wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichtet. Zu den wertvollen Ausstattungsstücken gehören der Taufengel, der Marienaltar und die Epitaphien.

Stand: 11:00 Uhr

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