Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 25.02.2021

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Willingmann bedauert Aus für Seilbahn-Projekt in Schierke

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann hat das Aus für die Seilbahn in Schierke im Landkreis Harz bedauert. Willingmann sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es sei schade, dass das Projekt nicht realisiert werden könne. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass der Investor aus dem Vorhaben aussteigt. Die Seilbahn sollte Schierke mit dem Skigebiet bei Braunlage verbinden. Das Projekt war jahrelang aus politischen und naturschutzrechtlichen Gründen umstritten. Unklar ist, wer nun die Kosten für das geplatzte Projekt übernimmt. Willingmann sagte, das sei Sache des Investors und der Stadt Wernigerode. Am Abend befasst sich der Stadtrat mit dem geplatzen Seilbahn-Projekt.

Stand: 17:30 Uhr


Bahn will mehrere Bahnhöfe in Sachsen-Anhalt modernisieren

Die Bahn und das Bundesverkehrsministerium wollen in einer deutschlandweiten Initiative tausende Bahnhöfe modernisieren und umbauen. Konkret geht es um ein "BahnhofskonzeptPlus". Dabei sollen auch die Bahnhöfe in Oebisfelde (Börde), Staßfurt (Salzlandkreis), Güsten (ebenfalls Salzlandkreis), Zerbst (Anhalt-Bitterfeld) und Landsberg (Saalekreis) teilweise erneuert werden, wie die Deutsche Bahn am Donnerstag mitteilte. Dazu gehörten unter anderem barrierefreie Bahnsteigzugänge, Markierungen, Beschilderungen oder höhere Bahnsteige.

In Stendal soll das Empfangsgebäude modernisiert werden, "um den Aufenthalt für die Kunden zu verbessern", hieß es von der Bahn. Die Station erhält demnach unter anderem einen neugestalteten Wartebereiche und energetisch erneuerte Dächer und Fassaden. Die Umbaumaßnahmen an den Bahnhöfen sollen spätestens 2026 abgeschlossen werden.

Stand: 17:30 Uhr


71 Jahre alter Fahrradfahrer tot in Bad Lauchstädt gefunden

In Bad Lauchstädt (Saalekreis) ist ein 71-Jähriger tot neben seinem Fahrrad gefunden worden. Rettungskräfte hätten am Mittwoch nur noch seinen Tod feststellen können, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Polizei habe die Ermittlungen zur Todesursache aufgenommen.

Stand: 17:30 Uhr


Polizei deckt illegale LKW-Schleusungen auf

In Sachsen-Anhalt gibt es erneut zwei Fälle von illegaler Einschleusung per LKW. Wie die Bundespolizei mitteilte, bemerkte der bulgarische Fahrer heute während der Fahrt mehrere Personen auf seinem Anhänger. Er stoppte seinen LKW bei Ilberstedt und entdeckte darauf vier junge Männer aus Afghanistan. Sie waren ohne Pässe unterwegs. Bereits gestern hatte ein bulgarischer LKW-Fahrer an der A38 bei Querfurt Klopfgeräusche aus seinem Auflieger gehört. Die herbeigerufenen Polizisten entdeckten darin fünf afghanische Flüchtlinge im Alter zwischen fünf und 26 Jahren. Die Flüchtlinge wurden in Unterkünfte gebracht. Die Polizei ermittelt gegen die Fahrer und die Eingereisten.

Stand: 17:00 Uhr


Weißer Löwe darf nicht bei Privatbesitzer bleiben

Ein weißer Löwe darf nicht bei einem privaten Halter im Landkreis Börde bleiben. Das hat das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt entschieden und ein Urteil des Verwaltungsgerichts Magdeburg bestätigt. Zur Begründung hieß es, der weiße Löwe werde in einem kombinierten Innen- und Außenkäfig von lediglich 80 Quadratmetern gehalten. Damit würden die Richtlinien des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gravierend unterschritten. Laut einem Gutachten seien für das Außengehege mindestens 200 Quadratmeter erforderlich. Das Urteil kann nicht mehr angefochten werden. Das Tier muss nun anderweitig untergebracht werden.

Stand: 17:00 Uhr


Bahn will mehrere Bahnhöfe in Sachsen-Anhalt modernisieren

Die Bahn und das Bundesverkehrministerium wollen mehrere Bahnhöfe in Sachsen-Anhalt modernisieren. Wie die Bahn heute mitteilte, sollen auch die Bahnhöfe in Oebisfelde im Landkreis Börde, Staßfurt und Güsten im Salzlandkreis, Zerbst im Landkreis Anhalt-Bitterfeld und Landsberg im Saalekreis teilweise erneuert werden. Unter anderem würden barrierefreie Bahnsteig-Zugänge angelegt, Markierungen und Beschilderungen erneuert sowie Bahnsteige erhöht. In Stendal wolle man das Empfangsgebäude modernisieren. Dabei solle unter anderem einen neugestalteter Wartebereich entstehen. Außerdem würden Dächer und Fassaden erneuert.

Stand: 16:00 Uhr


Prozess um Tod eines Jungen aus Wefensleben: Mutter bricht Schweigen

Im Prozess um den Tod eines kleinen Jungen aus Wefensleben in der Börde hat die angeklagte Mutter ihr Schweigen gebrochen. Vor dem Landgericht Magdeburg ließ die 43-Jährige erklären, sie habe Angst vor dem mitangeklagten Kindsvater gehabt. Medizinische Hilfe für das Kind habe er abgelehnt. Der Junge sei unerwartet gestorben. Die Anklage wirft den Eltern Tötung durch Unterlassen vor. Der 14 Monate alte Junge war im September gestorben, nachdem er offenbar für längere Zeit nicht ausreichend ernährt wurde. Die Mutter des Jungen war zunächst mit ihren drei weiteren Kindern geflohen und hatte sich später gestellt.

Stand: 16:00 Uhr


Zahl der Verkehrstoten sinkt in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt hat es im vergangenen Jahr deutlich weniger Verkehrstote gegeben als zuvor. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes kamen 123 Menschen auf den Straßen in Sachsen-Anhalt ums Leben. Das waren 14 weniger als 2019. Auch bundesweit ging die Zahl der Verkehrstoten zurück, und zwar um rund zehn Prozent. Mit insgesamt 2.724 Opfern wurde ein historischer Tiefststand erreicht. Nach Angaben des ADAC hängt die Entwicklung mit einem deutlich geringeren Verkehrsaufkommen im Corona-Jahr zusammen.

Stand: 15:00 Uhr


Sachsen-Anhalt arbeitet DDR-Unrecht an Vertragsarbeitern auf

Sachsen-Anhalt will das DDR-Unrecht an Vertragsarbeitern aus Mosambik aufarbeiten. Die Beauftragte des Landes zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erklärte, es seien Runde Tische geplant, an denen auch Betroffene teilnehmen. Außerdem sollen Gutachten die rechtliche Situation der einstigen Vertragsarbeiter klären. Seit 1979 hatten mehr als 20.000 Menschen aus Mosambik in der DDR gearbeitet. Ein Teil ihres Lohnes wurde einbehalten, zwischenzeitlich waren es bis zu 60 Prozent. Mosambik nutzte das Geld, um Schulden bei der DDR zu begleichen.

Stand: 14:00 Uhr


Polizeieinsatz in Heide-Nord dauert an

In Halle dauert ein großer Einsatz der Polizei im Neubauviertel Heide-Nord weiter an. Dort hat sich in einer Wohnung eine Mutter mit ihren beiden Kindern verschanzt, offenbar aus Angst, dass ihr die Kinder entzogen werden. Am Mittwoch war vorübergehend ein Spezialeinsatzkommando angerückt, um die Situation zu klären. Entgegen erster Einschätzungen der Polizei bestand für die Kinder aber keine akute Gefahr. Die Wohnung wird weiterhin von Polizeikräften vor Ort überwacht. Die genauen Umstände sind unklar.

Stand: 14:00 Uhr


Bühnen Halle fordern langristige Corona-Konzepte

Die Bühnen Halle fordern ein zukunftsfähiges Corona-Konzept von der Landesregierung für ihre Spielstätten. Geschäftsführerin Uta van den Broek sagte MDR SACHSEN-ANHALT, jetzt müsse man konkret werden. Es nütze nichts, wenn man im Theater die besten Hygienekonzepte habe, der Weg zum Theater und davor aber die Problempunkte seien. Diese Anmerkungen wolle sie auch an die Landesregierung für den Sachsen-Anhalt-Plan geben.

Die Landesregierung hatte am Dienstag ein Konzept vorgestellt, mit dem der Lockdown auch bei der Kultur schrittweise beendet werden soll. Die Bühnen Halle und der Museumsvervand Sachsen-Anhalt begrüßten den Plan. Der Plan beinhalte Indikatoren, mit denen gearbeitet werden könne, wie zum Beispiel den Corona-Inzidenzwerten und einem Ampel-System, so Broek.

Stand: 14:00 Uhr


Dalbert lädt Landwirte zum Umwelt-Dialog

Sachsen-Anhalt will das Insektensterben bremsen und den Umweltschutz stärken und konzentriert sich dabei auch auf die Landwirtschaft. Agrarministerin Dalbert trifft sich am Donnerstag mit Bauern, um das Thema zu diskutieren. Bei der Videokonferenz soll ein Kompass für eine insektenfreundliche Landwirtschaft erarbeitet werden. Nach Angaben des Ministeriums stehen EU-Fördermittel für eine neue Ausrichtung der Landwirtschaft bereit.

Stand: 13:00 Uhr


A38 nach LKW-Unfall gesperrt

Autofahrer auf der Autobahn 38 brauchen derzeit viel Geduld. Die Autobahn ist in Richtung Göttingen nach einem LKW-Unfall voll gesperrt. Die Bergungsarbeiten dürften noch mehrere Stunden dauern. Nach Angaben der Polizei hat der LKW seine Ladung verloren. Mehrere Tonnen Bauschutt verteilten sich auf der Fahrbahn und müssen jetzt beseitigt werden. Der Verkehr wird über die B80 umgeleitet.

Stand: 13:00 Uhr


Aus für Gardeleger Kinderstation verschoben

Die Kinderstation im Krankenhaus Gardelegen soll geschlossen werden. Die Frist bis zum Aus ist nun vom 1. April auf den 30. Juni verschoben worden. Das hat der ärztliche Direktor jetzt der Belegschaft mitgeteilt. Das Hauptproblem bleibt aber bestehen: In Gardelegen fehlen Kinderärzte. Vier Pädiater braucht es, um die Kinderkrankenstation am Gardeleger Krankenhaus flüssig zu betreiben. Auch ein Chefarzt sei noch nicht gefunden worden, obwohl die Betreibergesellschaft Salus mit teuren Kampagnen und der Hilfe von so genannten Headhuntern suche - europaweit und sogar bis nach Syrien, in den Jemen und nach Rumänien, sagte Kliniksprecherin Bolle MDR SACHSEN-ANHALT. Das bürgerschaftliche "Aktionsbündnis Kindergesundheit" schickte gar persönliche Briefe und Weihnachtspäckchen an Kinderärzte in Deutschland - ebenfalls erfolglos.

Stand: 10:00 Uhr


Bericht: Seilbahn-Projekt am Schierker Winterberg offenbar endgültig vom Tisch

Das Harzer Seilbahn-Projekt am Schierker Winterberg ist offenbar vorerst geplatzt. Wie die Volksstimme berichtet, hat der Investor das Vorhaben zu den Akten gelegt. Für ihn habe sich das Projekt erledigt, sagte er der Zeitung. Die Seilbahn ist Teil eines seit Jahren geplanten Millionenprojekts am Winterberg. Die Seilbahn sollte Schierke mit dem Skigebiet rund um Braunlage im Westharz verbinden. Für die wärmeren Monate waren weitere Attraktionen geplant. Die Realisierung des Projekt ist jedoch politisch wie naturschutzrechtlich umstritten. Unklar ist, wer nach dem Scheitern die Kosten für die bisherigen Planungen übernimmt. Dem Bericht zufolge beschäftigt sich der Stadtrat von Wernigerode am Donnerstagabend mit einem möglichen Kompromiss. Die Rede ist von einer Summe in Höhe von rund 460.000 Euro.

Stand: 09:00 Uhr


Nicht jeder Deich in Sachsen-Anhalt ist sicher – "Dringender Sanierungsbedarf" bei 140 Kilometern Deich

In Sachsen-Anhalt ist auch knapp acht Jahre nach dem Hochwasser an Elbe und Saale offenbar nicht jeder Deich sicher. Das schreibt die Mitteldeutsche Zeitung. Sie beruft sich auf Zahlen des Umweltministeriums. Demnach besteht bei 140 Deichkilometern "dringender Sanierungsbedarf". Teilweise seien Deiche nicht standsicher. Ursprünglich hatte das Land dem Bericht zufolge bis Ende vergangenen Jahres alle Deiche ausbauen wollen. Ein Grund für die Verzögerung sei, dass der Kauf von Flächen immer schwieriger werde. In Sachsen-Anhalt stehen rund 1.300 Kilometer Deich.

Stand: 09:45 Uhr


Dessau: Prozess nach Missbrauch begonnen

Am Landgericht in Dessau muss sich seit Donnerstag ein Mann aus dem Südlichen Anhalt verantworten. Dem 63-Jährigen wird schwerer sexueller Missbrauch eines 11-jährigen Kindes vorgeworfen. Der bislang nicht vorbestrafte Mann war deswegen in erster Instanz zu einer Freiheitstrafe von einem Jahr und 6 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Gegen dieses Urteil hat der 63-Jährige Berufung eingelegt. Daher wird der Fall nun erneut vor Gericht verhandelt. Das Urteil soll Mitte März gesprochen werden.

Stand: 05:00 Uhr


Haldenslebens suspendierte Bürgermeisterin Blenkle geht gegen Entlassung in Berufung

Haldenslebens suspendierte Bürgermeisterin Blenkle geht gegen ihre Entlassung in Berufung. In einer Mitteilung, die MDR SACHSEN-ANHALT vorliegt, kritisiert sie das Urteil des Verwaltungsgerichts. Sie spricht von einer nicht nachvollziehbaren Entscheidung. Nun muss sich das Oberverwaltungsgericht mit dem Streit zwischen der parteilosen Politikerin und dem Stadtrat in Haldensleben beschäftigen. Dieser wirft ihr vor, umstrittene Personalentscheidungen getroffen, Beschlüsse nicht umgesetzt und Akten aus dem Rathaus mitgenommen zu haben. Blenkle ist seit 2017 suspendiert.

Stand: 05:00 Uhr


Unbekannte stehlen mehr als 100 Fahrräder von Laster

Auf einem Parkplatz an der Autobahn 9 haben Unbekannte von einem LKW mehr als 100 Fahrräder gestohlen. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Sattelzug an der Rastanlage Köckern-Ost geparkt. Die Täter seien mit den Rädern spurlos verschwunden. Der Schaden liege bei rund 120.000 Euro.

Stand: 05:00 Uhr

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