Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 04.09.2020

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Landkreis Börde: Totes Kleinkind in Wefensleben entdeckt

In einer Wohnung in Wefensleben im Kreis Börde ist ein totes Kleinkind entdeckt worden. Ein Polizeisprecher bestätigte MDR SACHSEN-ANHALT, dass die Eltern am Donnerstag den Rettungsdienst benachrichtigt haben. Der Arzt konnte nur noch den Tod des 14 Monate alten Jungen feststellen. Laut dem Mediziner ist die Todesursache unklar. Die Leiche des Kindes soll nun obduziert werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Stand: 16:30 Uhr


Max-Planck-Institut erweitert Standort Halle

Das Max-Planck-Institut erweitert seinen Standort in Halle. Am Weinberg-Campus soll ein Neubau entstehen. Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) sagte MDR SACHSEN-ANHALT, eine Investition von mehr als 50 Millionen Euro sei für eine Wissenschaftsstadt eine gute Nachricht. Außerdem werde man mehr als 150 neue Forscher in der Stadt begrüßen können.

Wie der wissenschaftliche Baukoordinator des Instituts, Dirk Sander, MDR SACHSEN-ANHALT erklärte, ist das Ziel der neuen Forschungsabteilung, die Energieeffizienz von Computern zu erhöhen. Heutige Computer verbrauchten ein Vielfaches der Energie des menschlichen Gehirns. Für die nötige Forschung beinhalte der Neubau unter anderem einen 700 Quadratmeter großen Reinraum für Experimente unter klinisch sauberen Bedingungen. Außerdem würden speziell ausgestattete Labore zur Herstellung neuer Materialien und für optische Experimente an Nervenzellen gebaut. Ferner entstünden besonders vibrationsarme Laborräume für Experimente in atomarer Größenordnung.

Der 5.500 Quadratmeter große Neubau soll Ende 2024 in Betrieb gehen. Das bisherige Gebäude wird Ende kommenden Jahres abgerissen. In der Zeit des Neubaus arbeiten die Mitarbeiter in Containern.

Stand: 16:00 Uhr


Großer Gewächshaus-Komplex in Arneburg geplant

In Arneburg im Landkreis Stendal soll ein großer Gewächshaus-Komplex entstehen. Der Investor hat darüber heute vor Ort mit Ministerpräsident Haseloff gesprochen. Wie die Staatskanzlei mitteilte, plant die Fakt AG aus Frankfurt am Main die Gewächshaus-Anlage auf einer Fläche von 40 Hektar zu errichten. Später sind weitere Vorhaben geplant, darunter eine Zucht-Anlage für Meeresfische und ein Hotel. Insgesamt 350 Millionen Euro sollen investiert werden. Im Gespräch sind auch 200 neue Arbeitsplätze.

Stand: 16:00 Uhr


Hochwasserrückhaltebecken Wippra übergeben

In Wippra im Landkreis Mansfeld-Südharz ist am Freitagvormittag ein neues Hochwasserrückhaltebecken eingeweiht worden. Der frühere Bürgermeister der heute zu Sangerhausen gehörenden Gemeinde, Alfred Wüstemann (SPD), sagte MDR SACHSEN-ANHALT, das Rückhaltebecken schütze den Ort und 21 Dörfer an der Wipper künftig vor Hochwasser. Zuletzt war Wippra 1994 von Überschwemmungen in Mitleidenschaft gezogenn worden. Die nahegelegene Talsperre war mit den Wassermassen damals überfordert.

Stand: 13:00 Uhr


Landrat sieht Debatte um Himmelsscheibe gelassen

Der Landrat des Burgenlandkreises, Götz Ulrich (CDU), sieht die Debatte um das Alter der Himmelsscheibe von Nebra gelassen. Ulrich sagte MDR SACHSEN-ANHALT, die Diskussion lenke die Aufmerksamkeit auf die Bronzeplatte. Er hoffe, dass sich viele Menschen auf den Weg machten, um sich an der Arche in Nebra ein eigenes Urteil zu bilden, wie dieser wissenschaftliche Streit zu bewerten sei. Er könne aus eigener Erfahrung mit dem Welterbe-Komitee der Unesco sagen, der Fund sei sehr gründlich untersucht worden. Für den Titel eines Unesco-Dokumentenerbes seien viele wissenschaftliche Belege nötig. Er zweifle daher nicht am Alter der Himmelsscheibe. Zwei Professoren aus München und Frankfurt am Main hatten erklärt, die Himmelsscheibe könne gut 1.000 Jahre jünger sein als angenommen. Bislang geht man davon aus, dass sie vor mehr als 3.600 Jahren gefertigt wurde. Sie gilt damit als älteste Himmelsabbildung der Welt.

Stand: 13:00 Uhr


Apfelernte in Sachsen-Anhalt begonnen

In Sachsen-Anhalt hat die Apfelernte begonnen. Der offizielle Startschuss des Landesverbandes "Sächsisches Obst", zu dem auch auch die mehr als 30 Obstbauern aus Sachsen-Anhalt gehören, war am Freitagvormittag in Gerbstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz. Die Ernte wird in diesem Jahr gering ausfallen. Laut Prognose werden 9.000 Tonnen erwartet. Das ist nur die Hälfte einer durchschnittlichen Ernte. Gründe sind die Fröste im Frühjahr und zu den Eisheiligen, die den Apfelblüten in diesem Jahr stark zugesetzt haben. Dazu kommt die große Trockenheit der vergangenen Jahre. Die häufigsten Sorten sind Pinova, Elstar und Gala.

Stand: 13:00 Uhr


Goldschakal bei Wittenberg gesichtet

Bei Lutherstadt Wittenberg ist ein Goldschakal gesichtet worden. Anwohner im Ortsteil Teuchel wollen das Tier, das äußerlich wie ein großer Fuchs aussieht, bereits mehrfach in der Nähe von Hühnerställen gesehen haben. Schaden habe der Goldschakal noch nicht angerichtet. Dennoch sei die Wittenberger Kreisjägerschaft informiert worden. Goldschakale sind mit Wölfen verwandt und in Europa hauptsächlich auf dem Balkan zu finden. Sie breiten sich aber nach Norden und Westen aus und wurden bereits in Teilen Deutschlands gesichtet, so auch in Sachsen und Brandenburg.

Stand: 13:00 Uhr


Havelberger Dom hat jetzt WLAN

Der Dom in Havelberg ist jetzt mit WLAN ausgestattet. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums kann man in dem 640 Jahre alten Bauwerk nun drahtlos und kostenfrei im Internet surfen. Insgesamt bekommen in diesem Jahr gut 100 Standorte der "Straße der Romanik" und des Netzwerks "Gartenträume" WLAN. Heute Nachmittag werden auch noch die Klosterkirche und der Schlosspark in Ilsenburg ausgestattet.

Stand: 11:00 Uhr


Magdeburg bekommt neue Forschungsfabrik

Das Magdeburger Fraunhofer-Institut baut eine neue Forschungsfabrik. Wie das Institut mitteilte, sollen auf 1.600 Quadratmetern Fläche Technologien entwickelt werden, die Produktionsbetriebe widerstandsfähiger gegen Störungen machen. Das Gebäude soll den Angaben zufolge im Herbst kommenden Jahres fertig sein. Die Kosten liegten den Angaben zufolge bei mehr als 18 Millionen Euro. Die Hälfte zahlt die EU, den Rest Bund und Land.

Stand: 10:00 Uhr


Expertenstreit um Alter der Himmelsscheibe von Nebra

Im Streit über das Alter der berühmten Himmelsscheibe von Nebra soll möglicherweise eine Experten-Konferenz Klarheit schaffen. Das kündigte der Landesarchäologe von Sachsen-Anhalt, Meller, bei MDR SACHSEN-ANHALT an. Gleichzeitig wies er Berichte von Kollegen scharf zurück, wonach die Scheibe deutlich jünger sein könnte als angenommen. Die Äußerungen von Wissenschaftlern aus München und Frankfurt seien mühelos widerlegbar. Das Alter der Himmelsscheibe ergebe sich zum Beispiel aus dem verwendeten Kupfer. Der Chef der Archäologischen Staatssammlung München, Gebhard, hatte erklärt, die Himmelsscheibe könnte gut 1.000 Jahre jünger sein als angenommen. Damit wäre der Fund nichts besonderes mehr. Bislang geht man davon aus, dass die Himmelsscheibe von Nebra vor rund 4.000 Jahren gefertigt wurde. Sie gilt damit als älteste Himmelsabbildung der Welt.

Stand: 10:00 Uhr


Großbrand bei Fahrradbauer im Jerichower Land

In Möckern im Jerichower Land hat es in der Nacht bei einem Fahrradbauer gebrannt. Laut Polizei stand die Werkshalle im Ortsteil Stegelitz in Flammen. Mehr als 100 Feuerwehrleute von neun Ortsfeuerwehren waren bis zum Morgen im Einsatz. Die Halle stürzte teilweise ein. Der Schaden geht in die Millionen. Die Brandursache ist noch unklar.

Stand: 10:00 Uhr


Betreiber verteidigt Krankenhaus-Schließung in Havelberg

Der Klinikbetreiber KMG hat die Schließung des Krankenhauses in Havelberg verteidigt. Vorstandsvorsitzender Eschmann sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man habe in Havelberg nicht einmal mehr sechs Ärzte beschäftigt. Notfälle wie Schlaganfälle oder Herzinfarkte könnten nicht mehr behandelt werden. Nach MDR-Informationen liegt das allerdings unter anderem daran, dass viele Ärzte ihre Patienten wegen der bestehenden Unsicherheiten in andere Kliniken einwiesen. Außerdem gab es zuletzt viele Krankmeldungen beim Personal. KMG macht aus dem Krankenhaus in Havelberg ein Seniorenheim. Gleichzeitig soll das KMG-Seniorenheim in Tangermünde verkauft werden, weil es nicht ins Kerngeschäft des Konzerns passe.

Stand: 08:00 Uhr


Serie von Autobränden in Halle reißt nicht ab

In Halle reißt unterdessen eine Serie von Autobränden nicht ab. Im Stadtteil Trotha ging am Abend ein PKW in Flammen auf. Zwei weitere Autos wurden beschädigt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Zeugen hätten berichtetet, vor dem Brand eine Person zwischen den Autos gesehen zu haben. Allein von Ende Juli bis Anfang August sind über das gesamte Stadtgebiet von Halle verteilt 11 Autos angezündet worden.

Stand: 08:00 Uhr


Gericht: Bordelle dürfen wieder öffnen

In Sachsen-Anhalt dürfen Bordelle wieder öffnen. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Magdeburg entschieden. Der Eingriff in die Berufs-Freiheit der Bordell-Betreiber und der Prostituierten sei nicht verhältnismäßig. Der Gesetzgeber habe bis auf Großveranstaltungen, Volksfeste und Prostitution fast alle Bereiche des privaten und öffentlichen Lebens weitgehend geöffnet und setze dabei auf die Einhaltung von Hygiene-Regeln. Das müsse auch für Bordelle gelten.

Stand: 07:00 Uhr

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1 Kommentar

Rotti vor 31 Wochen

@Großer Gewächshaus-Komplex in Arneburg geplant

Der Standort Arneburg wurde kontinuierlich vom damaligen Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf entwickelt. Es gab Höhen und Tiefen. Es ging immer voran. Der Bürgermeister von Arneburg, Lothar Riedinger führt das jetzt fort.
Das Gewerbegebiet ist ein Beleg dafür, dass Fleiß und Kompetenz in der Kommunalpolitik sich am Ende auszahlen.

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