Kurznachrichten aus Sachsen-Anhalt | 31.08.2020

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GdP: höheren Ausbildungszahlen reichen nicht

Die Gewerkschaft der Polizei in Sachsen-Anhalt hat die höheren Ausbildungszahlen bei Polizeianwärtern als nicht ausreichend bezeichnet. Nach ihren Angaben werde die Landespolizei dadurch kaum entlastet. Grund sei die hohe Durchfallquote von rund 20 Prozent. Hinzu kämen zusätzliche Aufgaben wie die dauerhafte Bewachung von religiösen Einrichtungen seit dem Terroranschlag von Halle. Die Landesregierung hatte die Zahl der Anwärter beim aktuellen Abschlussjahrgang erstmals von 350 auf 700 verdoppelt. Nach Angaben des Innenministeriums konnten am Ende 540 Polizeimeister und -komissare übernommen werden. Die letzten Absolventinnen und Absolventen des 2017er-Jahrgangs waren heute verabschiedet worden.

Stand: 19:00 Uhr


FCM darf gegen Wolfsburg vor Publikum speilen

Der 1. FC Magdeburg darf sein Testspiel gegen Bundesligist Wolfsburg am kommenden Sonnabend vor Zuschauern austragen. Wie das zuständige Sozialministerium MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, habe man ein entsprechendes Hygienekonzept des Vereins angenommen. Damit bestätigte das Ministerium die Entscheidung des Magdeburger Gesundheitsamts. Demnach dürfen 2.500 Zuschauer beim Spiel in die MDCC-Arena kommen. Sozialministerin Grimm-Benne sagte, man werde den Verlauf der Veranstaltung und das Verhalten der Fans sowohl in als auch außerhalb des Stadions auswerten. Davon hänge ab, ob der FCM auch sein DFB-Pokal-Spiel gegen den SV Darmstadt vor Zuschauern austragen darf.

Stand: 18:00 Uhr


Masken-Bußgeld: Landkreise unterstützen Sachsen-Anhalts Sonderweg

Sachsen-Anhalts Landkreise unterstützen den Sonderweg von Ministerpräsident Haseloff beim Bußgeld für Maskenverweigerer. Das teilte der kommunale Spitzenverband heute nach einer Sitzung mit. Bußgeld sei nur sinnvoll, wenn es Personal für Kontrollen gebe. - In der vergangenen Woche hatten sich die Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin Merkel auf ein Mindestbußgeld von 50 Euro für Masken-Verweigerer geeinigt. Als einziges Land will Sachsen-Anhalt das nicht einführen. Die Landesregierung begründete das mit den niedrigen Infektionszahlen.

Stand: 16:00 Uhr


Ballenstedt: Frau offenbar mit Luftgewehr ins Ohr getroffen

In Ballenstedt im Landkreis Harz hat ein Unbekannter offenbar eine Frau mit einem Luftgewehr schwer am Kopf verletzt. Nach Angaben der Polizei war die 44-Jährige in Ballenstedt an den Gegensteinen unterwegs, als sie eine stark blutende Wunde am Ohr erlitt. Im Krankenhaus musste später ein Luftgewehr-Geschoss operativ aus ihrem Hörkanal entfernt werden. Zeugen wollen in der Nähe des Tatorts Jugendliche mit einem Luftgewehr gesehen haben. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Körperverletzung und sucht nach Zeugen.

Stand: 16:00 Uhr


12.000 Computer für Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt

Das Land Sachsen-Anhalt hat 12.000 Computer für Schülerinnen und Schüler geordert. Wie ein Sprecher des Bildungsministeriums mitteilte, sollen alle Geräte bis Ende September an den Schulen sein. Dafür standen mehr als fünf Millionen Euro zur Verfügung. Es wurden vor allem Notebooks und iPads angeschafft. Weitere zehn Millionen Euro können die Schulen noch ausgeben. Der Landkreis Harz zum Beispiel will mit dem Geld gebrauchte Business-Laptops anschaffen. Durch die Corona-​Pandemie sind digitale Bildungsformen und Lernangebote für Schulen stärker in den Fokus gerückt.

Stand: 13:00 Uhr


Neue Konzepte für Dessauer Flugplatzfeste gesucht

Die Veranstalter des beliebten Flugplatzfestes in Dessau suchen nach neuen Konzepten. Hintergrund ist, dass immer weniger historische Flugzeuge aus Sicherheitsgründen fliegen dürfen. Peter-Christian Klein vom Anhaltischen Verein für Luftfahrt sagte MDR SACHSEN-ANHALT, jedes Jahr gebe es höhere Auflagen. Auch die Investitionen in die Technik seien aufwendig. Für kleine Vereine sei das zu teuer. Für Klein ist es daher mehr als fraglich, ob man die JU52 in Dessau überhaupt noch einmal erlebt. Auch der größte einmotorige Doppeldecker der Welt, die Antonow AN2, wurde bereits ausgemustert. Die Reparatur der 50 Jahre alten Maschine hätte mindestens 70.000 Euro gekostet. Sie steht nun im Technikmuseum der Stadt. Eine Alternative zu den historischen Flugzeugen könnten laut Klein Oldtimertreffen sein. So waren am vergangenen Wochenende in Dessau mehr als 20 historische Segelflugmodelle zu bestaunen.

Stand: 13:00 Uhr


Anschluss der B6n an die A9 dauert deutlich länger

Die Nordharzautobahn A36 und die A14 bei Bernburg sollen besser an die A9 bei Thurnau im Kreis Anhalt-Bitterfeld angebunden werden. Doch bis zur A9 durch Bernburg ist es ein ganzes Stück, das bisher nur teilweise von der B6n abgedeckt wird. Die soll weitergebaut werden, damit es einen Lückenschluss gibt. Doch wie das Landesverkehrministerium MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, klappt das nun erst später als geplant. Entlang der Trasse seien zahlreiche Knoblauchkröten, Laub- und Moorfrösche entdeckt worden. Die teils streng geschützten Amphibien müssten zunächst aufwendig umgesiedelt werden. Dafür sollen nun zusätzlich Froschtunnel gebaut werden, wofür die Bundesstraße um anderthalb Meter angehoben werden müsse. Wegen der veränderten Planungen werde der Abschnitt frühestens in vier Jahren fertig.

Stand: 13:00 Uhr


Baustart für Fußgängertunnel Merseburg

In Merseburg wird seit Montag ein neuer Fußgängertunnel gebaut. Die Arbeiten sollen ein Jahr dauern und rund 1,5 Millionen Euro kosten. Der knapp 30 Meter lange Tunnel wird nahe der Sixti-Ruine unter der Bundesstraße 181 entlang führen. Zunächst wird unter der Fahrbahn Richtung Halle gebaut, später folgt dann die Gegenrichtung. Während der Tunnelbauzeit wird der Verkehr auf der B181 in Merseburg jeweils einspurig über die Fahrbahn geleitet.

Stand: 13:00 Uhr


Krankenhaus Havelberg macht Dienstag dicht

Das Krankenhaus in Havelberg im Landkreis Stendal macht endgültig dicht. Wie die Betreibergesellschaft KMG mitteilte, stellt das Klinikum am Dienstag seinen Betrieb ein. Damit ist der monatelange Kampf von Betriebsrat, Mitarbeitern und auch Politik um den Erhalt des Krankenhauses erfolglos geblieben. Der Betreiber hatte argumentiert, dass die Menschen die Klinik in Havelberg nicht mehr in Anspruch genommen hätten. Angesichts von Millionenverlusten, sei die Einrichtung nicht mehr wirtschaftlich zu führen gewesen. Der größte Teil der Arbeitsverhältnisse der rund 50 Mitarbeiter ende am 30. September. KMG will aus dem Klinikum jetzt ein Pflegeheim machen. Zwischenzeitlich hatte eine Übernahme durch die landeseigenen Krankenhausgesellschaft Salus im Raum gestanden.

Stand: 10:00 Uhr


Seit Mittwoch: Recyclingunternehmen in Blankenburg brennt

In Blankenburg kämpft die Feuerwehr auch nach Tagen noch gegen den Brand in einem Recyclingunternehmen. Einsatzleiter Beck sagte MDR SACHSEN-ANHALT, derzeit werde ein großer Haufen mit geschreddertem Holz auseinandergezogen. Die Feuerwehr versuche, den Brandherd mit Löschwasser klein zu halten. Weil viel Material auf dem Hof gelegen habe, dauere die Brandbekämpfung so lange. Seit vergangenen Mittwoch brennt auf dem Recyclinghof aus ungeklärter Ursache ein bis zu 2.000 Kubikmeter großer Haufen mit geschreddertem Holz.

Stand: 10:00 Uhr


Prozess um Axt-Mord in Magdeburg

Vor dem Magdeburger Landgericht hat am Montag ein Mordprozess begonnen. Laut Staatsanwaltschaft hat der angeklagte 34-Jährige Anfang des Jahres eine ihm bekannte Frau mit einer Axt erschlagen. Der Opfer soll zur Tatzeit geschlafen haben. Die Anklage bewertet die Tat deshalb als heimtücksch und sieht damit ein Mordmerkmal erfüllt. Der Angeklagte hat im Ermittlungsverfahren zu den Vorwürfen geschwiegen. Ihm droht lebenslange Haft.

Stand: 10:00 Uhr


Bauarbeiten an B184 im Süden von Dessau

Im Süden von Dessau haben am Montag umfangreiche Straßenbauarbeiten begonnen. Davon betroffen sind vor allem Autofahrer die zur A9 oder Richtung Bitterfeld wollen. Gebaut wird bis Mitte November an einem 2,7 Kilometer langen Teilstück der Wolfener Chausse, die zur B184 gehört. Es wird in mehreren Abschnitten gearbeitet. In den Herbstferien soll es dann aber laut Verkehrsministerium auch kurzzeitige Vollsperrungen geben.

Stand: 10:00 Uhr


Schüler in Salzwedel mit Coronavirus infiziert

In Salzwedel haben sich zwei Schüler mit dem Coronavirus infiziert. Der Altmarkkreis hat deshalb mehrere Schulklassen sowie mehr als ein Dutzend Lehrkräfte unter Quarantäne gestellt. Betroffen sind die Lessing-Ganztags-Gemeinschaftsschule und das Jahn-Gymnasium in Salzwedel. Die betroffenen rund 200 Lehrer und Schüler sollen am Montag getestet werden. Die Lessing-Schule bleibt vorsorglich bis einschließlich Dienstag geschlossen. Die beiden infizierten Schüler waren am Freitag positiv getestet worden. Sie hatten während einer Ferienfreizeit im Ausland Kontakt zu einer infizierten Betreuerin, die nichts davon ahnte.

Stand: 10:00 Uhr

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