Nachrichten & Themen
Mediathek & TV
Audio & Radio
SachsenSachsen-AnhaltThüringenDeutschlandWeltLeben
Insgesamt erhält die Landesverwaltung jeden Monat rund 700.000 E-Mails. 100 davon werden mit Verdacht auf schädlichen Inhalt herausgefiltert. Bildrechte: dpa

CybersicherheitSachsen-Anhalt wehrt monatlich etwa 100 Virenmails ab

von MDR SACHSEN-ANHALT

Stand: 17. August 2021, 19:35 Uhr

Einer Studie zufolge ist fast jedes Unternehmen in Deutschland vorn Datenklau, Spionage und Sabotage betroffen. Zuletzt hatte ein Cyberangriff im Juli nahezu die gesamte Verwaltung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld lahmgelegt. Die gute Nachricht ist aber: Sachsen-Anhalt wehrt jeden Monat auch etliche E-Mails mit schädlichem Inhalt ab.

Die Landesverwaltung in Sachsen-Anhalt wehrt monatlich etwa 100 E-Mails ab, die im Verdacht stehen, schädliche Codes wie Viren oder Trojaner zu enthalten. Grundsätzlich durchlaufen alle E-Mails mehrere Filterverfahren, wie das Finanzministerium in Sachsen-Anhalt mitteilte. Von insgesamt rund 700.000 Mails, die die Landesverwaltung zwischen Mitte Juli und Mitte August erreicht hätten, seien etwa 100 Mails mit Verdacht auf schädliche Inhalte herausgefiltert worden.

Die Mehrzahl der registrierten Angriffsversuche bestand den Angaben zufolge aus "klassischen" Viren und Trojanern. Zum Vergleich: Rund 35.000 Mails wurden demnach als Spam eingestuft. Spam-Mails sind unerwünschte Massennachrichten, die zwar lästig aber nicht zwangsläufig schädlich oder betrügerisch sein. Nach Angaben er Verbraucherzentrale waren im vergangenen Jahr 60 bis 90 Prozent aller verschickten E-Mails Spam.

Bei diesem Inhalt von Instagram werden möglicherweise personenbezogene Daten übertragen. Weitere Informationen und Einstellungen dazu finden Sie in der Datenschutzerklärung.

Es gibt immer Angriffe im Internet. Laut einer Anfang August vom Digitalverband Bitkom veröffentlichten Studie waren in den Jahren 2020 und 2021 insgesamt 86 Prozent der Unternehmen in Deutschland von Datenklau, Spionage oder Sabotage betroffen. 2019 waren es noch 70 Prozent. Durch Cyberangriffe entstehe der deutschen Wirtschaft jährlich ein Gesamtschaden von 223 Milliarden Euro.

Zuletzt hatte Anfang Juli ein Hackerangriff die Verwaltung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld lahmgelegt. Mehrere Server des Landkreises waren mit sogenannter Ransomware infiziert worden, bei der Daten verschlüsselt werden. Der oder die Hacker hatten Lösegeld für die Freigabe der Daten gefordert. Der Landrat von Anhalt-Bitterfeld war darauf nicht eingegangen.

Quelle: MDR/Fabienne von der Eltz

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT | 17. August 2021 | 19:00 Uhr

Kommentare

Laden ...
Alles anzeigen
Alles anzeigen