Bildung Präsenzunterricht an den Schulen nach Weihnachtsferien

Der Unterricht an Sachsen-Anhalts Schulen wird nach den Weihnachtsferien mit Präsenzpflicht stattfinden. Das hat das Bildungsministerium mitgeteilt. Zuvor hatten die Kultusministerinnen und -minister der Länder ihre Linie bekräftigt, dass die Schulen offengehalten werden sollen.

Eine Schülerin sitzt mit Maske vor offenem Fenster und folgt dem Unterricht.
Der Präsenzunterricht soll den Zugang zu Bildung sichern, so die Kultusminister. (Symbolbild) Bildrechte: imago images / Mattias Christ

In Sachsen-Anhalt wird nach den Weihnachtsferien trotz der Corona-Lage weiter vor Ort in den Schulen gelernt. Das Bildungsministerium teilte am Mittwoch mit, der Unterricht beginne ab Montag mit Präsenzpflicht.

Die Schülerinnen und Schüler sollen demnach an jedem Unterrichtstag in der Schule getestet werden. Auch die Maskenpflicht im Klassenraum bleibt bestehen.

Sachsen-Anhalts Bildungsministerin Eva Feußner (CDU) begrüßte den Beschluss der Kultusministerkonferenz, in der aktuellen Corona-Lage auf Präsenzunterricht zu setzen. Dieser habe "höchste Priorität", entlaste Familien und sei die Grundlage dafür, die Arbeitsfähigkeit anderer kritischer Infrastrukturen zu sichern.

Am Ende der ersten Schulwoche soll die Lage erneut bewertet und die Regeln gegebenenfalls angepasst werden.

MDR (Kalina Bunk)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 05. Januar 2022 | 20:00 Uhr

3 Kommentare

Meine Meinung vor 24 Wochen

Dem stimme ich voll und ganz zu.Mein Enkelkind hat enormen Lernrückstand in der Grundschule weil Fächer vollständig ausfallen und Lehrer fehlen. Was mich vollig nervt ist das man sich hinter der Digitalisierung versteckt. Lernen will gelernt sein, Grundlagen müssen qualifiziert unterrichtet werden. Es wird zuwenig für die Auswirkungen der Kind in der Pandemie unternommen und all diese Defizite an Schulen und Kitas werden nicht mit der nötigen Verantwortung behandelt. Es gibt kein Feld wo es nicht mangelt in allen Entwicklungsphasen der Kinder. Das Ministerium ist da gefragt aber die ehemalige Staatssekretärin unter Tullner ist jetzt Ministerin was ist da zu erwarten an Verantwortung für die Kinder im Land. Fehlbesetzung würde ich sagen. Verantwortungsbewusste, in dem Bereich fachlich qualifizierte Politiker sollten diese Ämter übernehmen.

Altlehrer vor 24 Wochen

Übrigens ist es für die größtenteils älteren Lehrer eine erhebliche Mehrbelastung, 6 Stunden lang mit Maske zu unterrichten. Ich kann mir kaum vorstellen, dass Ministeriumsbeamte das ermessen können und wollen. Die Lehrer werden auch deshalb weiterhin häufiger krank sein.

Warum nicht vor 24 Wochen

Die Kultusminister benutzen ihr Eintreten für die Präsenzpflicht als Feigenblatt für ihr eigenes Versagen; ihre eigene Untätigkeit und die Folgen, die die Kinder ausbaden müssen:
- So gut wie kein Förderunterricht, um Versäumnisse vergangener Schulschließungen auszugleichen.
- Schulen, an denen permanent Lehrer fehlen, Fächer wegen Lehrermangels gar nicht unterrichtet werden können.
- Keine Konzepte/Vorgaben, wie man den Anschlussjahrgängen trotz allem Versäumten gerecht werden kann. Sollen es in den Prüfungen wieder nur "10 Minuten" mehr Arbeitszeit sein?
Die Kultusminister agieren mit dem geringst möglichen Aufwand "Augen zu und durch"- und verkaufen es später als großen Erfolg, dass sie dafür eingetreten sind, dass die Schulen offen bleiben. Mögliche Schutzmaßnahmen für die Gesundheit der Kinder unterbleiben jedoch. Boosterimpfungen in LSA können viele Schüler (unter 18) nicht bekommen, obwohl stets die Wichtigkeit der Auffrischung dargestellt wird.

Mehr Politik in Sachsen-Anhalt