Pandemie Corona-Schutz: Gesundheitsministerin rät weiter zum Tragen von Masken

Gesundheitsministerin Grimm-Benne empfielt den Menschen in Sachsen-Anhalt in Innenräumen auch weiterhin einen Maske zu tragen. Grund seien die hohen Inzidenzen im Land. Eine landesweite Hotspotregelung haben Vertreter der Regieungskoalition unterdessen abgelehnt.

Sozialministerin Petra Grimm Benne (SPD, Sachsen Anhalt) - Sitzung im Landtag von Sachsen Anhalt
Gesundheitsministerin Grimm-Benne empfielt in Innenräumen auch weiterhin einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Bildrechte: imago images/Christian Schroedte

Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) hat die Menschen im Land gebeten, weiterhin einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Solange die Inzidenzen so hoch seien, sollte man weiter dringend dazu raten, in Innenräumen eine Maske tragen, sagte Grimm-Benne am Donnerstag im Landtag.

Die Corona-Inzidenz ist in Sachsen-Anhalt zuletzt gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab am Donnerstag einen Wert von 2.028,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Einwohnerinnen binnen sieben Tagen an. Am Samstag hatte die Inzidenz erstmals die 2.000er-Marke übersprungen.

Corona-Inzidenz soll vor Ostern sinken

Grimm-Benne erwartet, dass die Inzidenzzahlen vor Ostern in Sachsen-Anhalt wieder sinken – das hätten entsprechende Modellberechnungen ergeben. Man hoffe darauf, dass sich dann auch die angespannte Personalsituation im Gesundheitsbereich bessert.

Unterdessen haben vor dem Landtag in Magdeburg rund 80 Menschen gegen die Impfpflicht im Pflege- und Gesundheitswesen demonstriert, berichtet ein Reporter von MDR SACHSEN-ANHALT. Darunter seien auch Pflegerinnen und Pfleger gewesen, die nach eigenen Angaben nicht geimpft und deshalb von einem indirekten Arbeitsverbot bedroht seien.

Vor dem Landtag in Magdeburg stehen Menschen mit Plakaten und Bannern beisammen, um gegen eine Impfpflicht zu demonstrieren.
Vor dem Landtag in Magdeburg demonstieren Menschen gegen die Impfpflicht für Pflegeberufe. Bildrechte: MDR/Karsten Kiesant

Landesweite Hotspotregelung abgelehnt

Trotz der hohen Corona-Inzidenz haben am Mittwoch Vertreter der schwarz-rot-gelben Regierungskoalition eine landesweite Hotspotregelung abgelehnt. Für die FDP sei der 20. März der "Freedom Day" gewesen, sagte Fraktionschef Andreas Silbersack. Die Übergangsregelungen bis zum 2. April habe man noch mitgetragen. "Wir werden einer Hotspotregelung für das ganze Land nicht zustimmen", sagte er. CDU-Fraktionschef Siegfried Borgwardt sagte, man sei von einer Hotspot-Einstufung aktuell "weit weg".

Nach dem neuen Infektionsschutzgesetz fallen ab dem 3. April die Corona-Regeln weitgehend weg. Als Basis-Schutzmaßnahmen soll dann noch etwa eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr oder in Krankenhäusern möglich sein. In sogenannten Hotspots dürfen auch strengere, lokal begrenzte Regelungen gelten, wenn der Landtag dies beschließt.

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dpa, MDR (Hannes Leonard)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 24. März 2022 | 12:00 Uhr

10 Kommentare

jerryco vor 20 Wochen

Das ist doch nett.
Leider tragen gerade die offensichtlich Vulnerablen ihre Masken eher nachlässig.
Hört bitte endlich auf!
Ich sitze täglich 2-3 Stunden in der Bahn.

Rotti vor 20 Wochen

Es ist jedem überlassen, ob er ängstlich ist oder nicht. Jetzt erwarte ich eine juristische Aufarbeitung der ganzen Geschichte. Der MDR hat sich mit den Impfschäden schon mal dran versucht.

Tacitus vor 20 Wochen

Die meisten Känder haben längst die Coronamaßnahmen beendet, von Impfpflicht redet dort keiner mehr. NOCovid und ZeroCovid sind gescheitert.
Bei uns möchte ich aber vor allzuviel Optimismus warnen:
In Deutschland wird die Pandemie erst vorbei sein, wenn unser Gesundheitsminister die Erlaubnis gibt- das wird nie sein, solange Karl Lauterbach Minister ist.

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