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Cyberangriffe von russischen Hackern könnten eine Reaktion auf die jüngsten Sanktionen Deutschlands und die Unterstützung der Ukraine sein, warnte zuletzt auch der Bundesverfassungsschutz. Bildrechte: imago images / STPP

Krieg in der UkraineDigitalministerin Hüskens warnt vor Cyberangriffen und Desinformation

Stand: 07. März 2022, 18:50 Uhr

Sachsen-Anhalts Ministerin für Infrastruktur und Digitalisierung, Lydia Hüskens (FDP) warnt vor Cyberangriffen und gezielter Desinformation. Diese könnten durch den Krieg in der Ukraine zunehmen. Verwaltung, Unternehmen und Privatpersonen sollten sensibel für die Gefahren sein.

Die Ministerin für Infrastruktur und Digitalisierung in Sachsen-Anhalt, Lydia Hüskens (FDP), sagte am Montag, mit zunehmender Dauer des Krieges in der Ukraine sei damit zu rechnen, dass Cyberangriffe und Desinformation häufiger und intensiver werden.

Digitalministerin Hüskens rief Unternehmen dazu auf, Hackerangriffe zu melden. Bildrechte: dpa

Auch wenn aktuell keine akute Gefahr bestehe, werde verstärkt beobachtet, ob es Anzeichen für Angriffe gebe. Der IT-Dienstleister des Landes suche intensiv nach Auffälligkeiten im Datenfluss.

Verwaltung und Unternehmen sollen IT sichern

Verwaltung und Unternehmen sollten sensibel für die Gefahr von Attacken sein, um Risiken zu vermeiden. Dazu zählt laut Hüskens, Software zeitnah zu updaten, Backups zu sichern, Notfallpläne anzulegen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sensibilisieren. Unternehmen sollten Angriffe auch dann melden, wenn diese abgewehrt werden konnten. Das passiere derzeit noch selten, sei aber für ein vollständiges Bild nötig.

Außerdem könnten laut Hüskens möglicherweise gezielt Falschinformationen gestreut werden. Die Ministerin riet den Menschen in Sachsen-Anhalt daher, sich vielfältig und nicht nur aus den sozialen Netzwerken zu informieren.

Verfassungsschutz warnt bundesweit vor Cyberangriffen

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte in der vergangenen Woche eine dringende Warnung vor Cyberangriffen ausgesprochen. Demnach ist angesichts aktueller Attacken mutmaßlicher russischer Hacker erhöhte Wachsamkeit geboten.

"In Reaktion auf die jüngsten Sanktionen und militärischen Unterstützungszusagen Deutschlands wächst auch das Risiko für russische Cyberangriffe gegen deutsche Stellen, einschließlich Unternehmen", teilte der Verfassungsschutz mit. Zudem könnten die Angriffe sich auch gegen politische Akteure oder militärische Einrichtungen richten.

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dpa, MDR (Maren Wilczek)

Dieses Thema im Programm:MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 07. März 2022 | 20:00 Uhr

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