Energie sparen Sachsen-Anhalt knipst vorerst kein Licht bei Sehenswürdigkeiten aus

In der Energiekrise schalten mehrere Städte ihre Beleuchtung an Sehenswürdigkeiten ab, um Energie zu sparen. In Sachsen-Anhalt ist das bisher nicht vorgesehen. Der Naumburger Dom soll weiter beleuchtet bleiben. Probleme werden eher bei den Kosten fürs Heizen als für Licht gesehen.

Naumburger Dom nachts
Der Naumburger Dom soll auch künftig abends beleuchtet werden. Bildrechte: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Hendrik Schmid

Die Wahrzeichen in Sachsen-Anhalt werden vorerst weiterhin abends angestrahlt. Das teilten unter anderem die Vereinigten Domstifter zu Naumburg und Merseburg dem "Evangelischen Pressedienst" mit. Die Lichtanlage am Naumburger Dom sei bereits zu einem Großteil auf energiesparende LED-Technologie umgestellt.

Beleuchtung auch aus Sicherheitsgründen

Auch die Kulturstiftung des Landes Sachsen-Anhalt hat in der aktuellen Diskussion über steigende Energiekosten keine Schlüsse zur Beleuchtung eigener Gebäude gezogen. Wie die Stiftung mitteilte, werde ohnehin nicht überall und ansonsten sehr zurückhaltend beleuchtet. Zudem würden die Gebäude abends auch aus Sicherheitsgründen angestrahlt.

Gedanken eher bei steigenden Heizkosten

Die Kulturstiftung sieht einen weit größeren Handlungsbedarf bei den zu erwartenden Heizkosten. In einer Mehrzahl der historischen Gebäude seien Gasheizungen im Einsatz. Durch einen drohenden Gas-Engpass und steigende Gaspreise seien daher deutlich höhere Kosten zu befürchten.

Land prüft Sparmaßnahmen bei eigenen Gebäuden

Bei Einrichtungen der Landesbehörden wird derzeit nach Angaben der Staatskanzlei in Magdeburg abgewogen, ob die Beleuchtung nachts aus bleiben könne. Entsprechende Maßnahmen würden derzeit von einer Arbeitsgruppe geprüft.

Leipzig und Berlin knipsen bereits das Licht aus

In Leipzig wird an zahlreichen öffentlichen Gebäuden bereits nachts die Beleuchtung ausgeschaltet, um Energie zu sparen. An knapp 240 Gebäuden, Plätzen, Brücken und Gewässer soll es in der Nacht keine Beleuchtung mehr geben.

In Dresden und Chemnitz gibt es ebenfalls entsprechende Pläne und Diskussionen. Auch in Thüringen wird in mehreren Städten über entsprechende Maßnahmen beraten. Jena hat bereits Beleuchtungsstopps beschlossen. In Erfurt berät ein Krisenstab:

Vorangegangen war in dieser Woche Berlin. Dort wurden bereits zahlreiche Beleuchtungen von Sehenswürdigkeiten ausgeschaltet.

MDR (Marvin Kalies), epd

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL – Das Nachrichtenradio | 30. Juli 2022 | 11:30 Uhr

3 Kommentare

Karl Schmidt vor 1 Wochen

W i bidte?

hilflos vor 1 Wochen

Kiew ist im Krieg hell beleuchtet u d Deutschland verdunkelt! Eigentlich reicht es, merken es due"regierenden Aktivisten" noch?

ElBuffo vor 1 Wochen

Welche Gewässer wurden denn bisher nachts beleuchtet?

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