FAQ Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Landtagswahl

Sachsen-Anhalt wählt am 6. Juni 2021 einen neuen Landtag. Die wichtigsten Fragen zur Landtagswahl beantwortet MDR SACHSEN-ANHALT hier.

Frau an einer Wahlurne
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Wie ist die Landtagswahl ausgegangen?

Die CDU ist mit deutlichem Abstand stärkste Kraft geworden, kam laut vorläufigem Endergebnis auf 37,1 Prozent. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als sieben Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl vor fünf Jahren. Die AfD verliert 3,5 Prozentpunkte und landet bei 20,8 Prozent, die Linke verliert mehr als fünf Prozentpunkte und hat 11,0 Prozent erreicht. Das ist das schlechteste Ergebnis der Partei bei einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Ähnlich ist es der SPD ergangen, die 8,4 Prozent holte. Die Grünen verbesserten sich leicht auf 5,9 Prozent, zurück im Landtag ist die FDP, die 6,4 Prozent der Wählerstimmen bekam.


Wie geht es jetzt weiter?

Wahlgewinner Reiner Haseloff von der CDU hat angekündigt, Gespräche mit SPD, Grünen und FDP führen zu wollen. Eine Koalition mit AfD oder Linken schließt die CDU generell aus. Mit allen anderen Parteien soll es Sondierungsgespräche geben. Spannend zu beobachten sein wird, ob erneut eine Dreier-Koalition oder nur ein Bündnis von zwei Parteien regieren werden. CDU und SPD hätten eine äußerst knappe Mehrheit für Letzteres.


Wie viele Menschen haben sich bei der Wahl beteiligt?

Die Wahlbeteiligung lag bei 60,3 Prozent und damit etwas niedriger als bei der Landtagswahl vor fünf Jahren.


Wer hat wen gewählt?

Die CDU hat nach Angaben von Infratest Dimap rund 35.000 Menschen für sich mobilisiert, die vor fünf Jahren gar nicht wählen waren. Außerdem holte sie rund 15.000 frühere SPD-Wählerinnen oder -Wähler und rund 13.000 Menschen, die vorher die Linke gewählt hatten. Und: 11.000 ehemalige AfD-Wähler haben ihr Kreuz dieses Mal bei der CDU gesetzt.


Was war das Besondere an dieser Landtagswahl?

Laut Landesverfassung wird der Landtag für eine Wahlperiode von fünf Jahren gewählt. Danach hätte die nächste Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im März 2021 stattfinden sollen. Da die Abgeordneten bei einem späteren Termin mit einer höheren Wahlbeteiligung rechnen, haben sie den Wahltermin in den Frühsommer gelegt.

Der Landtag in Sachsen-Anhalt sollte außerdem kleiner werden, die Zahl der Abgeordneten von zuletzt 87 auf mindestens 83 sinken. Unter anderem war die Zahl der Wahlkreise von 43 auf 41 heruntergesetzt worden. Mit der Neueinteilung sollen die Bevölkerungsgrößen in den Wahlkreisen gleichmäßig aufgeteilt werden. Wegen zahlreicher Ausgleichs- und Überhangmandate ist daraus aber nichts geworden. Im neuen Landtag werden 97 Abgeordnete sitzen.

MDR/Anne Gehn-Zeller, Luca Deutschländer

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