Entlastung für Familien Weiter keine Kita-Beiträge für Geschwisterkinder

Viele Eltern in Sachsen-Anhalt werden weiter bei den Kita-Beiträgen entlastet. Der Landtag hat am Mittwoch beschlossen, eine Regelung aus den Jahren 2020 und 2021 fortzusetzen. So zahlen Familien mit mehreren Kindern in Krippe, Kita und Hort auch im nächsten Jahr nur für das älteste Kind.

Vier kleine Mädchen mit Legosteinen
In Sachsen-Anhalts Kitas müssen weiter für Geschwisterkinder keine Beiträge gezahlt werden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Für Familien mit mehreren Kindern entfallen in Sachsen-Anhalt auch künftig die Betreuungsbeiträge bei allen anderen Kindern, wenn bereits ein Geschwisterkind im Hort oder in der Kita betreut wird. Das hat der Landtag am Mittwoch einstimmig beschlossen. Kosten fallen damit weiter nur für das älteste Kind an.

Diese Regelung galt bereits 2020 und 2021. Da wurde das Paket mit Hilfe des sogenannten Gute-Kita-Gesetzes des Bundes finanziert. Für 2022 übernimmt nun das Land die Kosten in Höhe von 36 Millionen Euro. Für die Zeit ab 2023 wartet Sachsen-Anhalt ab, wie die Ampel-Koalition im Bund eine mögliche Co-Finanzierung regeln wird. In deren Koalitionsvertrag ist eine Fortführung des Gute-Kita-Gesetzes vorgesehen.

Grimm-Benne: Gute Rahmenbedingungen für Familien

Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sprach von einem "guten Tag". Familien mit kleinen Kindern könnten auch in Zukunft mit der Beitragsentlastung planen. Sachsen-Anhalt biete mit seiner flächendeckenden Kinderbetreuung und den Beitragsentlastungen gute Rahmenbedingungen für Familien.

Kritik kam dagegen von der Opposition. "Man lobt hier einen Stillstand", sagte Nicole Anger (Linke). Anger fordert weitergehende Beitragsentlastungen für Familien.

dpa, MDR (Mario Köhne)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 15. Dezember 2021 | 19:00 Uhr

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